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경악의 미학 - 하이너 뮐러의 『살육전 Die Schlacht』과 『게르마니아 베를린에서의 죽음 Germania Tod in Berlin』을 중심으로

Ästhetik des Schreckens - Zu den Stücken Heiner Müllers aus den 70er Jahren

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주제분류독일어와문학

초록

Diese vorliegende Arbeit befaßt sich mit der “Ästhetik des Schreckens” in den Stücken Heiner Müllers aus den 70er Jahren. Einige wichtige Ansätze dafür finde ich in der “Ästhetik des Schreckens” von Karl Heinz Bohrer, der die Autonomie der modernen Kunst hervorgehoben hat, und im “Schockerlebnis”, das in Benjamins Ästhetik zentral ist. Für Müller spielt der Schock als zentrales Element der Wirkungsästhetik eine große Rolle. Wirkungsweise Müllerschen Theaters ist der ‘Schrecken’. Müller nährt sich die wirkungsästhetische Tradition an, die von der aristotelischen Poetik ausgeht. Der Schrecken als Vorboten künftiger Veränderungen wirkt eine gründsätzliche Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. “Pädagogik des Schreckens” wird als Wirkungsstrategie für alle Stücke von Müller dominiert. Sie geht davon aus, daß hauptsächlich durch Erfahrung des Schreckens und des emotional angreifenden Schocks die Voraussetzungen geschaffen werden, alte Denkschablonen abzulegen. Müller benutzt in seinen Stücke extreme Metaphern und Motive (Kannibalismus, Gattenmord, Brudermord, Selbstzerfleischung, Gegeseitiges Abschlachten), um das Publikum in eine Schreckenskammer zu treiben. Diese Strategie ruft eine Verhaltensänderung der Rezipienten hervor. Schließlich sind Müllersche Bühnentexte “Aufforderungen zum Erschrecken”.

Abstract

Diese vorliegende Arbeit befaßt sich mit der “Ästhetik des Schreckens” in den Stücken Heiner Müllers aus den 70er Jahren. Einige wichtige Ansätze dafür finde ich in der “Ästhetik des Schreckens” von Karl Heinz Bohrer, der die Autonomie der modernen Kunst hervorgehoben hat, und im “Schockerlebnis”, das in Benjamins Ästhetik zentral ist. Für Müller spielt der Schock als zentrales Element der Wirkungsästhetik eine große Rolle. Wirkungsweise Müllerschen Theaters ist der ‘Schrecken’. Müller nährt sich die wirkungsästhetische Tradition an, die von der aristotelischen Poetik ausgeht. Der Schrecken als Vorboten künftiger Veränderungen wirkt eine gründsätzliche Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. “Pädagogik des Schreckens” wird als Wirkungsstrategie für alle Stücke von Müller dominiert. Sie geht davon aus, daß hauptsächlich durch Erfahrung des Schreckens und des emotional angreifenden Schocks die Voraussetzungen geschaffen werden, alte Denkschablonen abzulegen. Müller benutzt in seinen Stücke extreme Metaphern und Motive (Kannibalismus, Gattenmord, Brudermord, Selbstzerfleischung, Gegeseitiges Abschlachten), um das Publikum in eine Schreckenskammer zu treiben. Diese Strategie ruft eine Verhaltensänderung der Rezipienten hervor. Schließlich sind Müllersche Bühnentexte “Aufforderungen zum Erschrecken”.

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