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하이너 뮐러의 작품에 나타난 죽음 - 조르주 바타이유의 관점에서

Der Tod im Werk Heiner Müllers - Eine Betrachtung im Sinne der Ideen von Georges Bataille

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주제분류독일어와문학

초록

Der Tod ist ein beherrschendes Thema und ein wichtiges Motiv in Müllers Werk. Diese Arbeit analysiert den Tod in seinem Werk unter Berücksichtigung der Ansichten des französischen Philosophen Georges Bataille. Wegen des Energieüberschusses im lebenden Organismus ist die Verausgabung bei Bataille notwendig. Er hält die Überschüsse für die gefährlichsten Faktoren des Untergangs. Der Tod und die Opferung zählen zu den Formen der Verausgabung. Sie garantieren dadurch das Fortleben, dass sie die leeren Stellen im beschränkten Raum der Erde produzieren, wenn die Erweiterung an ihre Grenzen stößt. Der Tod ist eine Voraussetzung und zugleich eine notwendige Bedingung für das neue Leben. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist der Tod des Revolutionsfeindes A in Mauser, der als Revolutionshenker den Sinn des Tötens nicht erkennt, produktiv. Mit seinem Tod wird die Umwälzung für das neue Leben des Menschen fortdauern. Wie Heiner Müller sagt, ist der Tod „eine Funktion des Lebens, das als Produktion gefaßt wird.“ Der Mensch als diskontinuierliches Wesen befindet sich in ständiger Sehnsucht nach der Kontinuität. In Batailles Sinne ermöglichen der Tod, die sexuelle Erfahrung und die Übertretung des Verbotes den Zustand der Kontinuität. Merteuil und Valmont in Quartett verwirklichen ihre Sehnsucht nach der Kontinuität in der Opferung von Tourvel und Volange. In den Verhältnissen dieser vier Figuren ist Erotik an den Tod gebunden. Und Medea in Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten gewinnt ihre neue Identität und Kontinuität dadurch, dass sie Glauke und ihre Kinder zum Opfer bringt. Die Tötung von Glauke und ihrer Kinder ist der Opferkult in Batailles Sinne, der den Augenblick der Kontinuität des Seins erfahren lässt. Für Heiner Müller wirkt der nahende Krebstod als ein Anlass zur Selbstreflexion. Sein Gedicht Theatertod und sein Prosawerk Traumtext Oktober 1995 zeigen Heiner Müller, der im Angesicht des nahen Todes seine Rolle reflektiert. Heiner Müller verliert keine Hoffnung auf die Rolle der zukünftigen Literatur als gesellschaftsverändernde Kraft, obwohl er deutlich erkennt, dass seine Zeit abgelaufen ist. Denn sein Tod ist für ihn ein Ausgangspunkt der neuen Veränderung und neuen Erkenntnis. Wie bei Bataille ist der Tod bei Müller nicht das Ende oder die Abschneidung, sondern die produktive Kraft, die sich ins neue Leben fügt.

Abstract

Der Tod ist ein beherrschendes Thema und ein wichtiges Motiv in Müllers Werk. Diese Arbeit analysiert den Tod in seinem Werk unter Berücksichtigung der Ansichten des französischen Philosophen Georges Bataille. Wegen des Energieüberschusses im lebenden Organismus ist die Verausgabung bei Bataille notwendig. Er hält die Überschüsse für die gefährlichsten Faktoren des Untergangs. Der Tod und die Opferung zählen zu den Formen der Verausgabung. Sie garantieren dadurch das Fortleben, dass sie die leeren Stellen im beschränkten Raum der Erde produzieren, wenn die Erweiterung an ihre Grenzen stößt. Der Tod ist eine Voraussetzung und zugleich eine notwendige Bedingung für das neue Leben. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist der Tod des Revolutionsfeindes A in Mauser, der als Revolutionshenker den Sinn des Tötens nicht erkennt, produktiv. Mit seinem Tod wird die Umwälzung für das neue Leben des Menschen fortdauern. Wie Heiner Müller sagt, ist der Tod „eine Funktion des Lebens, das als Produktion gefaßt wird.“ Der Mensch als diskontinuierliches Wesen befindet sich in ständiger Sehnsucht nach der Kontinuität. In Batailles Sinne ermöglichen der Tod, die sexuelle Erfahrung und die Übertretung des Verbotes den Zustand der Kontinuität. Merteuil und Valmont in Quartett verwirklichen ihre Sehnsucht nach der Kontinuität in der Opferung von Tourvel und Volange. In den Verhältnissen dieser vier Figuren ist Erotik an den Tod gebunden. Und Medea in Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten gewinnt ihre neue Identität und Kontinuität dadurch, dass sie Glauke und ihre Kinder zum Opfer bringt. Die Tötung von Glauke und ihrer Kinder ist der Opferkult in Batailles Sinne, der den Augenblick der Kontinuität des Seins erfahren lässt. Für Heiner Müller wirkt der nahende Krebstod als ein Anlass zur Selbstreflexion. Sein Gedicht Theatertod und sein Prosawerk Traumtext Oktober 1995 zeigen Heiner Müller, der im Angesicht des nahen Todes seine Rolle reflektiert. Heiner Müller verliert keine Hoffnung auf die Rolle der zukünftigen Literatur als gesellschaftsverändernde Kraft, obwohl er deutlich erkennt, dass seine Zeit abgelaufen ist. Denn sein Tod ist für ihn ein Ausgangspunkt der neuen Veränderung und neuen Erkenntnis. Wie bei Bataille ist der Tod bei Müller nicht das Ende oder die Abschneidung, sondern die produktive Kraft, die sich ins neue Leben fügt.

참고문헌 (21)

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  7. 조르주 바타이유, "저주의 몫" (2000), 문학동네
  8. 조르주 바타이유, "에로스의 눈물" (2002), 문학과 의식
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  13. Eke, Norbert Otto, "Heiner Müller" (1999)
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  15. Hauschild, Jan-Christoph, "Heiner Müller oder Das Prinzip Zweifel. Eine Biographie" (2001)
  16. Lehmann, Hans-Thies u, "Heiner Müller Handbuch. Leben-Werk- Wirkung" (2003)
  17. Ludwig, Janine, "Macht und Ohnmacht des Schreibens. Späte Texte Heiner Müllers" (2009)
  18. Müller, Heiner, "Gesammelte Irrtümer 2. Interviews und Gespräche" (1990)
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