본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

낯선 도시의 서술 가능성-파울 니촌의 도시 소설 『칸토』를 중심으로

Die Darstellbarkeit der fremden Stadt - in bezug auf Paul Nizons Stadtroman Canto

0

조회

0

다운로드

0

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Paul Nizon, ein schweizer Dichter der Gegenwart, hat 1963 einen Stadtroman Canto veröffentlicht, der von dem 1960 in Rom am Schweizer Institut verbrachten Jahr erzählt. Im Vergleich mit seinen Vorgängern der Stadtliteratur erscheint die Stadt in seinem Text weniger als Beobachtungs- und Erlebensraum, noch als Geschichtsraum. Vielmehr ist die Stadt Anlaß und Folie einer Selbsterfahrung. Die vorliegende Untersuchung stellt den Versuch dar, anhand von Nizons Roman Canto die Frage zu beantworten, inwiefern die Darstellbarkeit der Stadt den Wandlungen der Moderne unterliegt. In erster Linie fällt das Topos der fremden Stadt auf, dem die Stadterfahrungen des Autors zugrundeliegen. Nizon nimmt die Stadt als eine Folie wahr, vor der er bewußt die Grunderfahrung des Fremdseins sucht und dabei die Selbstbefreiung erfährt. In diesem persöhnlichen Befreiungsprozeß, der von dem Hort eigener Fremdheit grundlegend inspiriert ist, identifiziert sich das Canto-Ich selbst mit dem Hurenhirten. Für die Zeitstruktur des Textes ist der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit kennzeichnend. Das ununterbrochen strömende Bewußtsein des Canto-Ich ist mit Kindheitserinnerungen und mit der beendeten Geschichte des Vaters, nämlich mit dessen Tod konfrontiert. Hier zeigt sich, dass das Momonieren im Roman auf die Geschichte des eigenen Lebens beschränkt ist. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Canto-Ich von dem modernen Flaneur, der die Stadt als Gedächtnisort erfährt und zum Bildungsreisenden wird. Was es beim Anblick der Weltstadt Rom fasziniert, ist einzig der Stein, in dem es ein Sinnbild der Unvergänglichkeit erblickt. Das Canto-Ich wendet sich auch den gegenwärtigen Szenen zu. In diesem Zusammenhang ist die Rede von den ‘Minutenplätzchen’. Das Wort drückt die Diskontinuität der Wahrnehmung aus. Das Canto-Ich vermisst einen Lauf, in den sich einzelne Erlebnismomente zusammenfügen lassen. Das ist der Grund für das Gefühl des Nicht- Ankommen-Könnens, das sowohl mit der Reise nach Rom zu tun hat als auch mit dem eigenen Schreibprogramm. Gehen und Schreiben stellen untrennbare Bestandteile von Nizons Literatur dar. Die beiden Projekte treffen sich in der Tatsache zusammen, dass sie kein Ziel in Aussicht stellen, das einer Ankunft wert wäre. Wie die Analyse von Canto ergab, bietet Nizon mit seiner Stadtfiktion seine eigene Antwort auf die Frage nach der Darstellbarkeit bzw. Erzählbarkeit der Stadt, die sich von dem Projekt des modernen Autors unterscheidet. Aber er geht nicht soweit, dass er sich mit dem neuesten Raffinement der postmodernen Großstadtästhetik befasst.

Abstract

Paul Nizon, ein schweizer Dichter der Gegenwart, hat 1963 einen Stadtroman Canto veröffentlicht, der von dem 1960 in Rom am Schweizer Institut verbrachten Jahr erzählt. Im Vergleich mit seinen Vorgängern der Stadtliteratur erscheint die Stadt in seinem Text weniger als Beobachtungs- und Erlebensraum, noch als Geschichtsraum. Vielmehr ist die Stadt Anlaß und Folie einer Selbsterfahrung. Die vorliegende Untersuchung stellt den Versuch dar, anhand von Nizons Roman Canto die Frage zu beantworten, inwiefern die Darstellbarkeit der Stadt den Wandlungen der Moderne unterliegt. In erster Linie fällt das Topos der fremden Stadt auf, dem die Stadterfahrungen des Autors zugrundeliegen. Nizon nimmt die Stadt als eine Folie wahr, vor der er bewußt die Grunderfahrung des Fremdseins sucht und dabei die Selbstbefreiung erfährt. In diesem persöhnlichen Befreiungsprozeß, der von dem Hort eigener Fremdheit grundlegend inspiriert ist, identifiziert sich das Canto-Ich selbst mit dem Hurenhirten. Für die Zeitstruktur des Textes ist der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit kennzeichnend. Das ununterbrochen strömende Bewußtsein des Canto-Ich ist mit Kindheitserinnerungen und mit der beendeten Geschichte des Vaters, nämlich mit dessen Tod konfrontiert. Hier zeigt sich, dass das Momonieren im Roman auf die Geschichte des eigenen Lebens beschränkt ist. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Canto-Ich von dem modernen Flaneur, der die Stadt als Gedächtnisort erfährt und zum Bildungsreisenden wird. Was es beim Anblick der Weltstadt Rom fasziniert, ist einzig der Stein, in dem es ein Sinnbild der Unvergänglichkeit erblickt. Das Canto-Ich wendet sich auch den gegenwärtigen Szenen zu. In diesem Zusammenhang ist die Rede von den ‘Minutenplätzchen’. Das Wort drückt die Diskontinuität der Wahrnehmung aus. Das Canto-Ich vermisst einen Lauf, in den sich einzelne Erlebnismomente zusammenfügen lassen. Das ist der Grund für das Gefühl des Nicht- Ankommen-Könnens, das sowohl mit der Reise nach Rom zu tun hat als auch mit dem eigenen Schreibprogramm. Gehen und Schreiben stellen untrennbare Bestandteile von Nizons Literatur dar. Die beiden Projekte treffen sich in der Tatsache zusammen, dass sie kein Ziel in Aussicht stellen, das einer Ankunft wert wäre. Wie die Analyse von Canto ergab, bietet Nizon mit seiner Stadtfiktion seine eigene Antwort auf die Frage nach der Darstellbarkeit bzw. Erzählbarkeit der Stadt, die sich von dem Projekt des modernen Autors unterscheidet. Aber er geht nicht soweit, dass er sich mit dem neuesten Raffinement der postmodernen Großstadtästhetik befasst.

참고문헌 (18)

  1. 알라이다 아스만, "기억의 공간" (2003), 경북대출판부
  2. 윤미애, "대도시와 거리 산보자 - 짐멜과 벤야민의 도시 문화 읽기", 독일문학, 85, pp.389~410 (2003)
  3. 윤미애, "도시 산보와 기억- 헤셀의 베를린에서의 산보를 중심으로 -", 독어교육, 29, pp.521~539 (2004), 한국독어독문학교육학회
  4. 윤미애, "유년의 장소와 기억 - 발터 벤야민의 “1900년경 베를린 유년기”를 중심으로", 뷔히너와 현대문학, (25), pp.293~317 (2005)
  5. 윤미애, "보이지 않는 도시의 서술 가능성", 브레히트와 현대연극, 17(17), pp.187~210 (2007), 한국브레히트학회
  6. 지그문트 프로이트, "문명 속의 불만" (2005), 열린 책들
  7. Genazino, Wilhelm, "Das Hausweh. ?er das Weggehen und Heimkommen im Werk von Paul Nizon", Paul Nizon, 244~252 (1985)
  8. ), , 1984
  9. Kieser, Rolf, "“Bewußtseinsstraflinge, handschellengeeint”. Paul Nizon und der moderne Begriff der Revolte", 175~190
  10. Kilchmann, Marin, "Paul Nizon", ~ (1985)
  11. Krockauer, Doris, "Paul Nizon. Auf der Jagd nach dem eigenen Ich", ~ (2003)
  12. Nizon, Paul, "Canto", ~ (1963)
  13. Oehler, Dolf, "Autobiographische deutsche Paris-Literatur im 20. Jahrhundert von Rilke und Kafka zu Wei? Nizon und Handke, Rom-Paris-London. Erfahrung und Selbsterfahrung deutscher Schriftsteller und K?stler in den fremden Met", ~
  14. Samuel, G?ter, "Vom Stadtbild zur Zeichenst?te. Moderne Schriftwege mit R?ksicht auf die Ewige Stadt, Die Unwirklichkeit der St?te. Gro?tadtdarstellungen zwischen Moderne und Postmoderne", 153~172 (1988)
  15. Scherpe, Klaus. R, "Nonstop nach Nowhere City? Wandlungen der Symbolisierung, Wahrnehmung und Semiotik der Stadt in der Literatur der Moderne", 129~152
  16. Scherpe, Klaus R, "Die Unwirklichkeit der St?te", ~ (1988)
  17. Schumacher, Horst, "Die Verlockung zum Untertauchen", 218~226
  18. Voss, Dietmar, "Die R?kseite der Flanerie, Versuch ?er ein Schl?selph?omen der Moderne", 37~60

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (10건)