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보이지 않는 도시의 서술 가능성 -크라카우어와 모던 도시

Darstellbarkeit der unsichtbaren Stadt-S. Kracauer und die moderne Stadt

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초록

Schon in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts redete A. Döblin von der Unsichtbarkeit der Stadt. Auch S. Kracauer beteiligte sich an der zeitgenössischen Reflexion über die Darstellbarkeit der Großstadtwirklichkeit. Seinen Stadt-Texten liegt die Auffassung zugrunde, dass die Großstadt als Archiv des Vergessenen und Unbewußten zu deuten ist. In der vorliegenden Arbeit sollen Kracauers Stadt-Texte unter den drei Aspekten untersucht werden. Erstens gelten Kracauers Raumbilder als Hieroglypen, die das verborgene Sein der Gesellschaft offenbaren sollen. Aus dieser Perspektive werden die Texte wie Aus dem Fenster gehen, Die Unterführung und Über Arbeitsnachweise analysiert. Unter dem zweiten Aspekt bietet sich die moderne Großstadt als Krisenlandschaft und gleichzeitig als Chiffre der Utopie. Diese antinomische Stadtlandschaft läßt sich aus Kracauers Erwartung vom utopischen Weltzustand erklären. In dem kleinen Prosastück Ansichtspostkarte geht es um den überirdischen Glanz der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, der in Wirklichkeit ein Reflex der Lichtreklame ist, aber zum Zeichen eines Neuen zu werden vermag. Drittens erlebt der Flaneur eine Pariser Strasse als Erinnerungsraum, in dem das Vergessene, das Unterdrückte wiederkehrt. Das sürrealistisch anmutende Kurzprosa Erinnerung an eine Pariser Strasse schildert eine zufällige Begegnung mit dem jungen Mann, der an die melancholische Figur von Dürers Melancholia I erinnert. Diese Begegnung erweist sich im näheren Hinsehen als Selbstbegegnung des Flaneurs mit seinem andern Ich, das an dem melancholischen Zustand leidet.

Abstract

Schon in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts redete A. Döblin von der Unsichtbarkeit der Stadt. Auch S. Kracauer beteiligte sich an der zeitgenössischen Reflexion über die Darstellbarkeit der Großstadtwirklichkeit. Seinen Stadt-Texten liegt die Auffassung zugrunde, dass die Großstadt als Archiv des Vergessenen und Unbewußten zu deuten ist. In der vorliegenden Arbeit sollen Kracauers Stadt-Texte unter den drei Aspekten untersucht werden. Erstens gelten Kracauers Raumbilder als Hieroglypen, die das verborgene Sein der Gesellschaft offenbaren sollen. Aus dieser Perspektive werden die Texte wie Aus dem Fenster gehen, Die Unterführung und Über Arbeitsnachweise analysiert. Unter dem zweiten Aspekt bietet sich die moderne Großstadt als Krisenlandschaft und gleichzeitig als Chiffre der Utopie. Diese antinomische Stadtlandschaft läßt sich aus Kracauers Erwartung vom utopischen Weltzustand erklären. In dem kleinen Prosastück Ansichtspostkarte geht es um den überirdischen Glanz der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, der in Wirklichkeit ein Reflex der Lichtreklame ist, aber zum Zeichen eines Neuen zu werden vermag. Drittens erlebt der Flaneur eine Pariser Strasse als Erinnerungsraum, in dem das Vergessene, das Unterdrückte wiederkehrt. Das sürrealistisch anmutende Kurzprosa Erinnerung an eine Pariser Strasse schildert eine zufällige Begegnung mit dem jungen Mann, der an die melancholische Figur von Dürers Melancholia I erinnert. Diese Begegnung erweist sich im näheren Hinsehen als Selbstbegegnung des Flaneurs mit seinem andern Ich, das an dem melancholischen Zustand leidet.

참고문헌 (21)

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