연출된 주관성 - 「여행풍경」에 나타난 하이네의 자기 연관적 글쓰기
Inszenierte Subjektivitaet- Eine Studie zu Heines ichbezogener Schreibart in den Reisebildern
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초록
Heines Schreiben scheint fast immer um sich selbst zu kreisen: sei es in seinen Gedichten, sei es in seinen Versepen, sei es in seiner Prosa. Die vorliegende Studie geht den Eigentümlichkeiten der ich-orientierten Schreibart Heines nach. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Reisebilder-Texte. Um gleich den Kern- und Schlusspunkt zu nennen: Die auffällige Ich-Bezogenheit in seinen Reisebildern gehört zu Heines raffiniert-artistischen Schreibstrategien, mit denen er durch vordergründige Subjektivität und den Ich-Blick die historische und gesellschaftliche Realität seiner Zeit vermittelt darstellt. Das reisende Ich, das trotz aller Affinität keineswegs mit dem Autor selbst identisch ist, erzählt von sich, von seinen Erfahrungen und Eindrücken, von seinen Gefühlen und Gedanken. Gerade im schwankenden Blick des Ich-Erzählers sind jedoch gleichzeitig die Bilder der Restaurationszeit aufgezeichnet. So sind die Reisebilder als Selbst- und Zeitbilder in einem zu betrachten. Der als künstliche Figur eingesetzte Ich-Erzähler ermöglicht eine zweischneidig- ambivalente Perspektivierung. Vor dem unruhigen Blick des zerrissenen, gespaltenen Ichs bleibt nichts heil und ganz. Verschiedene, nicht selten gegensätzliche Meinungen über bestimmte Gegenstände folgen einander, sich gegenseitig in Frage stellend. Die ich-bezogene Schreibart Heines schließt Selbstreflexion und Ironie nicht aus. Das alles in skeptisches Licht stellende Ich stellt auch sich selbst ständig in Frage. Die Ironie, die in der Heine-Forschung nicht zufällig als Kernpunkt der Modernität von Heines Prosa betrachtet wird, trifft auch auf sich selbst. Der eigene Glaube an die voranschreitende Geschichte, an die Vernunft wird selbstreflexiv-ironisch relativiert. Die Modernität der Prosa Heines liegt darin, dass die Subjektivität geradezu inszeniert ist, dass der subjektive Blick auf sich und die Zeit nicht beschränkt ist auf die subjektivistische Wahrnehmung und Darstellung, sondern die persönlich-individuelle Ebene mit der gesellschaftlich-geschichtlichen Ebene verknüpft und verschränkt. Heine, der selbsternannte „letzte Fabelkönig der Romantik“, eröffnet die neue Zeit der modernen Prosa, die weit über die Sphäre der Romantik hinausgeht.
Abstract
Heines Schreiben scheint fast immer um sich selbst zu kreisen: sei es in seinen Gedichten, sei es in seinen Versepen, sei es in seiner Prosa. Die vorliegende Studie geht den Eigentümlichkeiten der ich-orientierten Schreibart Heines nach. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Reisebilder-Texte. Um gleich den Kern- und Schlusspunkt zu nennen: Die auffällige Ich-Bezogenheit in seinen Reisebildern gehört zu Heines raffiniert-artistischen Schreibstrategien, mit denen er durch vordergründige Subjektivität und den Ich-Blick die historische und gesellschaftliche Realität seiner Zeit vermittelt darstellt. Das reisende Ich, das trotz aller Affinität keineswegs mit dem Autor selbst identisch ist, erzählt von sich, von seinen Erfahrungen und Eindrücken, von seinen Gefühlen und Gedanken. Gerade im schwankenden Blick des Ich-Erzählers sind jedoch gleichzeitig die Bilder der Restaurationszeit aufgezeichnet. So sind die Reisebilder als Selbst- und Zeitbilder in einem zu betrachten. Der als künstliche Figur eingesetzte Ich-Erzähler ermöglicht eine zweischneidig- ambivalente Perspektivierung. Vor dem unruhigen Blick des zerrissenen, gespaltenen Ichs bleibt nichts heil und ganz. Verschiedene, nicht selten gegensätzliche Meinungen über bestimmte Gegenstände folgen einander, sich gegenseitig in Frage stellend. Die ich-bezogene Schreibart Heines schließt Selbstreflexion und Ironie nicht aus. Das alles in skeptisches Licht stellende Ich stellt auch sich selbst ständig in Frage. Die Ironie, die in der Heine-Forschung nicht zufällig als Kernpunkt der Modernität von Heines Prosa betrachtet wird, trifft auch auf sich selbst. Der eigene Glaube an die voranschreitende Geschichte, an die Vernunft wird selbstreflexiv-ironisch relativiert. Die Modernität der Prosa Heines liegt darin, dass die Subjektivität geradezu inszeniert ist, dass der subjektive Blick auf sich und die Zeit nicht beschränkt ist auf die subjektivistische Wahrnehmung und Darstellung, sondern die persönlich-individuelle Ebene mit der gesellschaftlich-geschichtlichen Ebene verknüpft und verschränkt. Heine, der selbsternannte „letzte Fabelkönig der Romantik“, eröffnet die neue Zeit der modernen Prosa, die weit über die Sphäre der Romantik hinausgeht.
참고문헌 (12)
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