라이너 말코프스키 시의 ‘신 주관성’에 대한 현상학적 고찰
Neue Subjektivität in R. Malkowskis Gedichten, aus Sicht von E. Husserls Phänomenologie
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초록
Rainer Malkowski wird mit seinen Gedichten in der deutschen Literaturkritik und –geschichte als ein Dichter der Neuen Subjektivität kategorisiert. Er stellt Alltagsmomente ungeschminkt dar, die ihm subjektivistisch wertvolle Lebenserlebnisse und –erkenntnisse vermitteln. Die vorliegende Studie untersucht die dargestellte lyrische Welt des Autors aus Sicht von E. Husserls Phänomenologie. Der Begriffspaar der Phänomenologie Noema/Noesis wird zur Analyse der lyrischen Sprache als Hilfsmittel herangezogen.. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen. 1. Das lyrische Ich distanziert sich von der aufgeklärten Welt und wendet sich lieber dem Chaotischen der Innenwelt als seinem Zu-Hause-Sein zu. 2. Es befasst sich thematisch mit existenziellen Fragen wie der Zeit, dem Tod und dem Leben. 3. Die schlichten Eindrucksbilder der Alltagsgegenstände, die dem lyrischen Subjekt durch sinnliche Wahrnehmungen der Natur wie Sehen, Hören oder Tasten vermittelt werden, geben dem lyrischen Ich wieder das Vertrauen auf die Vereinigungsmöglichkeit mit der Welt und somit ein Sicherheitsgefühl. 4. Die subjektiven Erfahrungen des lyrischen Ichs werden durchs Sichtbarwerden der umgebenden Materie zunächst als Phantasiebilder blossgestellt, um erst nachträglich durchs Mitsichtbarwerden der Leere der Materie eine noch verstärkte Sehnsucht nach einer eben erfahrenen Einheit mit der Welt zu erwecken. So ist die Neue Subjektivität von Malkowskis Gedichten als Summe von besonders komplexen subjektiven Wahrnehmungsvorgängen des lyrischen Ich zu interpretieren, in denen die noematischen Idealgegenstände, die keine Entsprechungen in der Welt haben, durch Mitwirkung ihrer korrelativen noesischen Momente stark emotional erfahren sowie zugleich kritisch reflektiert werden.
Abstract
Rainer Malkowski wird mit seinen Gedichten in der deutschen Literaturkritik und –geschichte als ein Dichter der Neuen Subjektivität kategorisiert. Er stellt Alltagsmomente ungeschminkt dar, die ihm subjektivistisch wertvolle Lebenserlebnisse und –erkenntnisse vermitteln. Die vorliegende Studie untersucht die dargestellte lyrische Welt des Autors aus Sicht von E. Husserls Phänomenologie. Der Begriffspaar der Phänomenologie Noema/Noesis wird zur Analyse der lyrischen Sprache als Hilfsmittel herangezogen.. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen. 1. Das lyrische Ich distanziert sich von der aufgeklärten Welt und wendet sich lieber dem Chaotischen der Innenwelt als seinem Zu-Hause-Sein zu. 2. Es befasst sich thematisch mit existenziellen Fragen wie der Zeit, dem Tod und dem Leben. 3. Die schlichten Eindrucksbilder der Alltagsgegenstände, die dem lyrischen Subjekt durch sinnliche Wahrnehmungen der Natur wie Sehen, Hören oder Tasten vermittelt werden, geben dem lyrischen Ich wieder das Vertrauen auf die Vereinigungsmöglichkeit mit der Welt und somit ein Sicherheitsgefühl. 4. Die subjektiven Erfahrungen des lyrischen Ichs werden durchs Sichtbarwerden der umgebenden Materie zunächst als Phantasiebilder blossgestellt, um erst nachträglich durchs Mitsichtbarwerden der Leere der Materie eine noch verstärkte Sehnsucht nach einer eben erfahrenen Einheit mit der Welt zu erwecken. So ist die Neue Subjektivität von Malkowskis Gedichten als Summe von besonders komplexen subjektiven Wahrnehmungsvorgängen des lyrischen Ich zu interpretieren, in denen die noematischen Idealgegenstände, die keine Entsprechungen in der Welt haben, durch Mitwirkung ihrer korrelativen noesischen Momente stark emotional erfahren sowie zugleich kritisch reflektiert werden.
참고문헌 (24)
- Malkowski, Rainer, "Die Gedichte. Mit einem Nachwort von Nico Bleutge" (2009), Wallstein Verlag
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- Vom Rätsel ein Stück, "Die Gedichte", pp.173~256 (1980)
- Zu Gast, "Die Gedichte", pp.257~333 (1983)
- Was auch immer geschieht, "Die Gedichte", pp.335~402 (1986)
- Das Meer steht auf, "Die Gedichte", pp.403~476 (1989)
- Ein Tag für Impressionisten und andere Gedichte, "Die Gedichte", pp.477~562 (1994)
- Hunger und Durst, "Die Gedichte", pp.q563~640 (1997)
- Die Herkunft der Uhr, "Die Gedichte", pp.641~717 (2004)
- 에드문트 후설, "순수현상학과 현상학적 철학의 이념들 1" (2009), 한길사
- 에드문트 후설, "유럽학문의 위기와 선험적 현상학" (1997), 한길사
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- "S-Bahn-Surfing oder oder stilles Betrachten? in: die horen 183/ 3" (1996)[URL]
- "Kein Panther kennt Rilke. Urheber des Schweigens. Rainer Malkowskis letzter Gedichtband, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 35" (2005)[URL]
- "Kritik in Kürze. “‘Was für ein Morgen’, Gedichte von Rainer Malkowski. in: Die Zeit 12" (1976)[URL]
- Kneer, Christof, "Rainer Malkowski. Neue Objektivität in der Lyrik. Monographie zu Leben und Werk Rainer Malkowskis" (1997), Lang
- Schnell, Ralf, "Geschichte der deutschsprachigen Literatur seit 1945" (1993), Metzler
