공허한 활력과 경제부흥만을 추구한 전후 독일사회에 대한 하인리히 뵐의 풍자
Heinrich Bölls Satire über die leere Aktivität und den Wirtschaftsaufschwung der deutschen Nachkriegsgesellschaft
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초록
Bölls Protagonisten in den Werken Geschäft ist Geschäft, Nicht nur Weihnachtszeit und Mein Onkel Fred arbeiten freiberuflich. Im Gegensatz zu diesen Protagonisten stehen die Mittelpunktfiguren in den Werken Doktor Murkes gesammeltes Schweigen, Der Wegwerfer und Es wird etwas geschehen, die ab ungefähr 1953 erschienen, in einem Angestelltenverhältnis. Diese Arbeit untersucht je ein Werk der oben Genannten. Das sind Mein Onkel Fred und Es wird etwas geschehen. Der Onkel Fred des Sprechers in Mein Onkel Fred ist ein Erfolgsmensch als Blummenhändler in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Er handelt mit Schönem und bringt die Trümmerwelt zum Blühen. Er verwechselt jedoch Primäres mit Sekundärem. Denn er lehnt die Erörterung des Zweiten Weltkriegs, in dem er selbst Soldat war, mit der Begründing ab, es lohne sich nicht. Zuerst hätte er mit seinem 14 jährigen Neffen über den Krieg sprechen sollen. “Die Zeit ist also falsch für das Blühen, und umgekehrt, das Blühen ist ein falsches Zeichen der Zeit.” Noch wichtiger ist er nur ein prächtiger Ernährer und kein rechter Vater oder verantwortungsvoller Erzieher für seinen Neffen. Böll gibt der Verwechselungsformel Ästhetik statt Ethik Rückhalt in einer Metapher, die Onkel Fred als beschädigten Helden darstellt. Es wird etwas geschehen handelt über die Kategorie Berufssatire hinaus und wird zunehmend Systemsatire. Böll stellt das Verbum geschehen zentral in das Leitsungsspektrum des Sprechers, der es immer wieder abwandelt. Der Sprecher stellt paradigmatisch in zwei polaren Sätze dar: “Es hätte etwas geschehen müssen” und “Das hätte nicht geschehen dürfen.” Das Handeln ohne Zweck in Wunsidels Fabrik, das sinnlos und lächerlich wird, hätte nicht geschehen dürfen. Was hätte geschehen müssen, ist eine Neuerung, die Wunsidels Leute zweckmäßige und sinnvolle Arbeit machen lässt. Nach dem Tod Wunsidels bleibt alles jedoch beim Alten in der Fabrik. Das gilt auch für den Sprecher. Denn er ist wieder Angestellter in einer Beerdigunsfirma, obwohl er nach seinem Hang zu Nachdenklichkeit seinen Beruf gewechselt hat. Deswegen bleibt er ein mechanischer Mensch wie bei Wunsidel. Durch diese zwei Satire warnt Böll vor dem explosiven wirtschaftlichen Aufschwung der fünfziger Jahre in der Bundesrepublik, weil diese Gesellschaft die Leute zur Ware macht. Die Leute machen entfremdete Arbeit und konsumieren. Sie vergessen die Vergangehheit und die Geschichte sowie die Mitbürger. Zusammengefasst fordert Böll auf, sich an den Krieg zu erinnern, die Trümmer wieder aufzubauen sowie Rücksicht auf die Armen zu nehmen.
Abstract
Bölls Protagonisten in den Werken Geschäft ist Geschäft, Nicht nur Weihnachtszeit und Mein Onkel Fred arbeiten freiberuflich. Im Gegensatz zu diesen Protagonisten stehen die Mittelpunktfiguren in den Werken Doktor Murkes gesammeltes Schweigen, Der Wegwerfer und Es wird etwas geschehen, die ab ungefähr 1953 erschienen, in einem Angestelltenverhältnis. Diese Arbeit untersucht je ein Werk der oben Genannten. Das sind Mein Onkel Fred und Es wird etwas geschehen. Der Onkel Fred des Sprechers in Mein Onkel Fred ist ein Erfolgsmensch als Blummenhändler in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Er handelt mit Schönem und bringt die Trümmerwelt zum Blühen. Er verwechselt jedoch Primäres mit Sekundärem. Denn er lehnt die Erörterung des Zweiten Weltkriegs, in dem er selbst Soldat war, mit der Begründing ab, es lohne sich nicht. Zuerst hätte er mit seinem 14 jährigen Neffen über den Krieg sprechen sollen. “Die Zeit ist also falsch für das Blühen, und umgekehrt, das Blühen ist ein falsches Zeichen der Zeit.” Noch wichtiger ist er nur ein prächtiger Ernährer und kein rechter Vater oder verantwortungsvoller Erzieher für seinen Neffen. Böll gibt der Verwechselungsformel Ästhetik statt Ethik Rückhalt in einer Metapher, die Onkel Fred als beschädigten Helden darstellt. Es wird etwas geschehen handelt über die Kategorie Berufssatire hinaus und wird zunehmend Systemsatire. Böll stellt das Verbum geschehen zentral in das Leitsungsspektrum des Sprechers, der es immer wieder abwandelt. Der Sprecher stellt paradigmatisch in zwei polaren Sätze dar: “Es hätte etwas geschehen müssen” und “Das hätte nicht geschehen dürfen.” Das Handeln ohne Zweck in Wunsidels Fabrik, das sinnlos und lächerlich wird, hätte nicht geschehen dürfen. Was hätte geschehen müssen, ist eine Neuerung, die Wunsidels Leute zweckmäßige und sinnvolle Arbeit machen lässt. Nach dem Tod Wunsidels bleibt alles jedoch beim Alten in der Fabrik. Das gilt auch für den Sprecher. Denn er ist wieder Angestellter in einer Beerdigunsfirma, obwohl er nach seinem Hang zu Nachdenklichkeit seinen Beruf gewechselt hat. Deswegen bleibt er ein mechanischer Mensch wie bei Wunsidel. Durch diese zwei Satire warnt Böll vor dem explosiven wirtschaftlichen Aufschwung der fünfziger Jahre in der Bundesrepublik, weil diese Gesellschaft die Leute zur Ware macht. Die Leute machen entfremdete Arbeit und konsumieren. Sie vergessen die Vergangehheit und die Geschichte sowie die Mitbürger. Zusammengefasst fordert Böll auf, sich an den Krieg zu erinnern, die Trümmer wieder aufzubauen sowie Rücksicht auf die Armen zu nehmen.
참고문헌 (12)
- Böll, Heinrich, "Werke. Romane und Erzählungen, Bd. I-III" (1987)
- Böll, Heinrich, "Essayistische Schriften und Reden, Bd. 1-2" (1979)
- Böll, Heinrich, "Essayistische Schriften und Reden, Bd. 3" (1980)
- Böll, Heinrich, "Interviews 1, 1961-1978" (1978)
- 사지원, "하인리히 뵐이 추구하는 생태적 대안사회", 카프카 연구, (29), pp.143~163 (2013), 한국카프카학회
- 정인모, "하인리히 뵐의 문학세계" (2007), 부산대학교출판부
- "Zonenausschß der CDU für die britischeZone" (1947)[URL]
- Egger, Fritz, "Es wird etwas geschehen interpretiert von Fritz Egger", pp.~94-101. (1965)
- Friedrichsmeyer, Erhard, "Die satirische Kurzprosa Heinrich Bölls" (1981), The University of North Carolina Press
- Lengning, Werner, "Der Schriftsteller Heinrich Böll" (1972)
- Reid, R. H., "Heinrich Böll" (1990)
- Sowinski, Berhard, "Heinrich Böll" (1988), Satirsche Erzählungen
