하인리히 뵐의 풍자단편소설 <성탄시기 뿐만 아니라> 연구
Untersuchung zur Satire Nicht nur zur Weihnachtszeit Heinrich Bölls
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초록
Die gesamtgesellschaftliche Restauration nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland führte zu jener Prosperität, die man Wirtschaftswunder nannte. Böll war jedoch davon überzeugt, dass in dieser Restaurationszeit alte bürgerliche Wertvorstellungen wie “Familienegoismus und Besitzstreben” wiederhergestellt und alle Hoffnungen auf einen sozialen Neubeginn zerstört wurden. Diese bürgerlichen Wertvorstellungen stellte er in seiner Satire Nicht nur zur Weihnachtszeit dar, die im Jahr 1952 erschien. Das Hauptmotiv der Satire ist das zu allen Jahreszeiten gefeierte Weihnachtsfest, an dem die Hauptperson Tante Milla krankhaft festhält. Hierbei spielt die Person des Onkels des Erzählers eine fundamentale Rolle. Er sorgt nach dem Krieg dafür, dass seine Frau Milla nicht auf ihren gewohnten Baumschmuck verzichten muss. Er, der Geschäftsmann, weiß genau, wie die kapitalistische Konsumgesellschaft funktioniert. Deswegen stellt er die notwendigen materiellen Grundlagen bereit, damit das System funktioniert, wie das Wirtschaftswunder. Onkel Franz hält die Teilnahme der Kinder an der Zeremonie der Tante für anständinges Handeln. Diese Anständigkeit ist jedoch nur noch eine Kruste, unter der die Charakterstärke seiner Familie aufgezehrt wird. Dieser “Psychoterror” der Tante Milla hat also Folgen für die Familie. Die Überwindung des Zwangs, am Leben der Tante teilzunehmen, wird erreicht durch das Ausbrechen aus der bisher hochgehaltenen Bürgerlichkeit und das Eintreten in eine neuartige Lebensform. In dieser Satire entlarvt Böll noch “eine tiefer sitzende Zeitkrankheit”, die nicht zufällig eine Familie heimsucht, sondern die sich als todbringende Gefahr auf eine ganze Sippe zubewegt.
Abstract
Die gesamtgesellschaftliche Restauration nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland führte zu jener Prosperität, die man Wirtschaftswunder nannte. Böll war jedoch davon überzeugt, dass in dieser Restaurationszeit alte bürgerliche Wertvorstellungen wie “Familienegoismus und Besitzstreben” wiederhergestellt und alle Hoffnungen auf einen sozialen Neubeginn zerstört wurden. Diese bürgerlichen Wertvorstellungen stellte er in seiner Satire Nicht nur zur Weihnachtszeit dar, die im Jahr 1952 erschien. Das Hauptmotiv der Satire ist das zu allen Jahreszeiten gefeierte Weihnachtsfest, an dem die Hauptperson Tante Milla krankhaft festhält. Hierbei spielt die Person des Onkels des Erzählers eine fundamentale Rolle. Er sorgt nach dem Krieg dafür, dass seine Frau Milla nicht auf ihren gewohnten Baumschmuck verzichten muss. Er, der Geschäftsmann, weiß genau, wie die kapitalistische Konsumgesellschaft funktioniert. Deswegen stellt er die notwendigen materiellen Grundlagen bereit, damit das System funktioniert, wie das Wirtschaftswunder. Onkel Franz hält die Teilnahme der Kinder an der Zeremonie der Tante für anständinges Handeln. Diese Anständigkeit ist jedoch nur noch eine Kruste, unter der die Charakterstärke seiner Familie aufgezehrt wird. Dieser “Psychoterror” der Tante Milla hat also Folgen für die Familie. Die Überwindung des Zwangs, am Leben der Tante teilzunehmen, wird erreicht durch das Ausbrechen aus der bisher hochgehaltenen Bürgerlichkeit und das Eintreten in eine neuartige Lebensform. In dieser Satire entlarvt Böll noch “eine tiefer sitzende Zeitkrankheit”, die nicht zufällig eine Familie heimsucht, sondern die sich als todbringende Gefahr auf eine ganze Sippe zubewegt.
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