문학적 기념비로서 하인리히 뵐의 『부대로부터의 이탈』
Heinrich Bölls Entfernung von der Truppe als literarisches Denkmal
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초록
Böll suchte nach einer Erzählform, die sich scheinbar leichtfüßig in die Unbeschwertheit der Sechziger Jahre einfügte, die indessen das Gedenken an die Toten und Versehrten des Zweiten Weltkriegs nicht weniger pflegte, als wenn er traditionell erzählt hätte. Die erste praktische Umsetzung dieses neuen programmatischen Ansatzes ist die Erzählung Entfernung von der Truppe, in der Böll ganz auf das Stilmittel der Abstraktion setzt. Entsprechend dieser Erzählstrategie ist diese Erzählung arm an vordergründiger Handlung, lädt sich nach und nach druch Erinnerungen und Reflexionen des Erzählers in unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen mit Inhalt auf und vermittelt auf diese Weise das Bild eines durch Kriegsfolgen vielfältig lädierten Mannes, der sich von der Truppe entfernt hat. Der Protagonist Wilhelm Schmölder erinnert an die nicht schuldlos eingetretene Kriegskatastrophe, die Anfang der Sechziger Jahre im ökonomisch erfolgreichen Westdeutschland ausgeblendet wurde. Unter dem Eindruck einer erneut akuten Bedrohungslage erzählt Böll durch seine Figur vom eigenen Kriegstrauma, veranschaulicht jedoch seelische wie körperliche Gebrechen satirisch. Atomare Bewaffnung und die allgemeine Aufrüstung der ideologisch kontroversen Blocksysteme in Ost und West bilden den historischen Hintergrund für Bölls Furcht vor einem neuerlichen Krieg mit nie da gewesenem Vernichtungspotenzial. Böll zählt darauf, dass der politische Hintersinn seiner Erzählung durch die Verbindung der unterhaltsam hingestreuten Erzählelemente vom Leser entdeckt werde, in der Hoffnung, dass durch solche kleine Subversionen eine antimilitaristische “Zukunft heraufbeschworen werden” könne. In diesem Sinne ist die Erzählung als literarisches Denkmal für die zahlreichen zivilen Opfer angelegt, die im öffentlichen Gedenken nicht bedacht werden.
Abstract
Böll suchte nach einer Erzählform, die sich scheinbar leichtfüßig in die Unbeschwertheit der Sechziger Jahre einfügte, die indessen das Gedenken an die Toten und Versehrten des Zweiten Weltkriegs nicht weniger pflegte, als wenn er traditionell erzählt hätte. Die erste praktische Umsetzung dieses neuen programmatischen Ansatzes ist die Erzählung Entfernung von der Truppe, in der Böll ganz auf das Stilmittel der Abstraktion setzt. Entsprechend dieser Erzählstrategie ist diese Erzählung arm an vordergründiger Handlung, lädt sich nach und nach druch Erinnerungen und Reflexionen des Erzählers in unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen mit Inhalt auf und vermittelt auf diese Weise das Bild eines durch Kriegsfolgen vielfältig lädierten Mannes, der sich von der Truppe entfernt hat. Der Protagonist Wilhelm Schmölder erinnert an die nicht schuldlos eingetretene Kriegskatastrophe, die Anfang der Sechziger Jahre im ökonomisch erfolgreichen Westdeutschland ausgeblendet wurde. Unter dem Eindruck einer erneut akuten Bedrohungslage erzählt Böll durch seine Figur vom eigenen Kriegstrauma, veranschaulicht jedoch seelische wie körperliche Gebrechen satirisch. Atomare Bewaffnung und die allgemeine Aufrüstung der ideologisch kontroversen Blocksysteme in Ost und West bilden den historischen Hintergrund für Bölls Furcht vor einem neuerlichen Krieg mit nie da gewesenem Vernichtungspotenzial. Böll zählt darauf, dass der politische Hintersinn seiner Erzählung durch die Verbindung der unterhaltsam hingestreuten Erzählelemente vom Leser entdeckt werde, in der Hoffnung, dass durch solche kleine Subversionen eine antimilitaristische “Zukunft heraufbeschworen werden” könne. In diesem Sinne ist die Erzählung als literarisches Denkmal für die zahlreichen zivilen Opfer angelegt, die im öffentlichen Gedenken nicht bedacht werden.
참고문헌 (19)
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