독어독문학과 마음의 복합학 Consilient Studies
“Consilience Studies” als ein Beitrag zur Germanistik
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초록
Bereits vor 20 bis 30 Jahren wurde die Sprachwissenschaft als Disziplin in der Germanistik eingeführt. Von diesem neuen Gebiet erhoffte man sich neue wissenschaftliche Methoden im Einklang mit der auf literarische Texte fokussierten Germanistik. In der Praxis aber scheinen Sprach- und Literaturwissenschaft zwei unabhängige 'Kulturen' ausgebildet zu haben, die eine gegenseitige Einflussnahme verweigern. Der Kern dieser problematischen Beziehung liegt darin, dass beide Disziplinen jeweils einen völlig unterschiedlichen Ausgangspunkt haben, Die Literaturforschung orientierte sich in den letzten dreißig Jahren an einem kulturellen Konstruktivismus, und vernachlässigte dabei dei die immanente Natur des Menschen. Die moderne Linguistik nach Chomsky dagegen zeigt der Basis der menschlichen Natur die theoretischen Grundlagen auf und lehnt den linguistischen Relativismus grundlegend ab. Im jungen 21. Jahrhundert finden demzufolge auch naturwissenschaftliche Methoden ihren Weg in die Literatur. Auf eine solche stützt sich gerade die ‘darwinistische Literaturkritik’ als neue Strömung mit der Devise “Die Natur des Menschen ist belebt” darauf und lehnt sich zudem gegen den postmodernen Kulturalismus des letzten Jahrhunderts auf. Auch in der Linguistik wurde seit Chomsky bereits versucht, die menschliche Sprachfähigkeit aus evolutionären Aspekten heraus zu betrachten. Die Geburt der Biolinguistik scheint greifbar nahe zu sein. Die "darwinistische Literaturkritik" in der Literatur und die "Biolinguistik" in der Linguistik verweisen übereinstimmend auf die intellektuellen Strömungen des 21. Jahrhunderts wie die "Consilient Studies" und sind dabei mehr als nur eine Forschungsrichtung der Geisteswissenschaften. Sie geben auch positive Ansatzpunkte zur Belebung der Kommunikation zwischen der Literatur- und Sprachwissenschaft. Dieser Beitrag verfolgt das Ziel, die "darwinistische Literaturforschung" und die "Biolinguistik" kritisch zu beleuchten und zu erörtern, inwieweit die "Consilient Studies" sich als neue Forschungsrichtung der Geisteswissenschaften beweisen können und wie sie in der Wirklichkeit unserer Germanistik aufgenommen werden sollten.
Abstract
Bereits vor 20 bis 30 Jahren wurde die Sprachwissenschaft als Disziplin in der Germanistik eingeführt. Von diesem neuen Gebiet erhoffte man sich neue wissenschaftliche Methoden im Einklang mit der auf literarische Texte fokussierten Germanistik. In der Praxis aber scheinen Sprach- und Literaturwissenschaft zwei unabhängige 'Kulturen' ausgebildet zu haben, die eine gegenseitige Einflussnahme verweigern. Der Kern dieser problematischen Beziehung liegt darin, dass beide Disziplinen jeweils einen völlig unterschiedlichen Ausgangspunkt haben, Die Literaturforschung orientierte sich in den letzten dreißig Jahren an einem kulturellen Konstruktivismus, und vernachlässigte dabei dei die immanente Natur des Menschen. Die moderne Linguistik nach Chomsky dagegen zeigt der Basis der menschlichen Natur die theoretischen Grundlagen auf und lehnt den linguistischen Relativismus grundlegend ab. Im jungen 21. Jahrhundert finden demzufolge auch naturwissenschaftliche Methoden ihren Weg in die Literatur. Auf eine solche stützt sich gerade die ‘darwinistische Literaturkritik’ als neue Strömung mit der Devise “Die Natur des Menschen ist belebt” darauf und lehnt sich zudem gegen den postmodernen Kulturalismus des letzten Jahrhunderts auf. Auch in der Linguistik wurde seit Chomsky bereits versucht, die menschliche Sprachfähigkeit aus evolutionären Aspekten heraus zu betrachten. Die Geburt der Biolinguistik scheint greifbar nahe zu sein. Die "darwinistische Literaturkritik" in der Literatur und die "Biolinguistik" in der Linguistik verweisen übereinstimmend auf die intellektuellen Strömungen des 21. Jahrhunderts wie die "Consilient Studies" und sind dabei mehr als nur eine Forschungsrichtung der Geisteswissenschaften. Sie geben auch positive Ansatzpunkte zur Belebung der Kommunikation zwischen der Literatur- und Sprachwissenschaft. Dieser Beitrag verfolgt das Ziel, die "darwinistische Literaturforschung" und die "Biolinguistik" kritisch zu beleuchten und zu erörtern, inwieweit die "Consilient Studies" sich als neue Forschungsrichtung der Geisteswissenschaften beweisen können und wie sie in der Wirklichkeit unserer Germanistik aufgenommen werden sollten.
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