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번역본 분석과 번역비평

Übersetzungskritik - Übersetzungswissenschaftliche Analyse eines literarischen Textes

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주제분류독일어와문학

초록

Mit Übersetzungen hat man ständig zu tun, nur sehr selten stößt man aber auf etwas wie eine Übersetzungskritik. Gewiss kann man manchmal in der Presse, und zwar in Besprechungen zu Literaturübersetzungen, eine Anmerkung zur Arbeit des Übersetzers lesen, aber das erschöpft sich meistens in einem pauschalen Urteil: Die jeweilige Übersetzung wird als lesbar, kongenial, den Tonfall des Originals wahrend, holprig, hölzern, stilistisch unausgeglichen etc. bezeichnet. Was diesen pauschalen Urteilen vorausging, war in den meisten Fällen sicher keine im strengen Sinn kritische Evaluierung der Übersetzungsarbeit an sich, weil eine Übersetzung als Übersetzung nur im Vergleich mit dem Original kritisch analysiert und beurteilt werden kann. Legt man einen wissenschaftlichen Maßstab an, kann man in jenen Fällen also nur von einer Zielsprachen-Textkritik sprechen. Eine solche kann selbstverständlich auch ein Teil oder eine Vorstufe der eigentlichen Übersetzungskritik sein. In der vorliegenden Arbeit bemühen wir uns, einen wissenschaftlichen Maßstab, der auf sprachwissenschaftlichen Theorien basiert, für eine Übersetzungskritik aufzustellen. Vom Standpunkt der Übersetzungswissenschaft aus betrachtet, ist es schwierig, eine literarische Übersetzung kritisch zu analysieren und zu beurteilen, weil es noch an geeigneten Methoden und Kriterien fehlt. Wir haben darum eine Liste von neun Kriterien aufgestellt, um damit Übersetzungen ausgewählter Passagen aus Max Frischs Roman “Homo Faber” kritisch analysieren und beurteilen können: 1) Dynamische Äquivalenz, 2) Thema-Rhema-Gliederung, 3) Tempusgebrauch, 4) kulturelle Verschiedenheit, 5) pragmatische Elemente, 6) Wort-Paradigmen, 7) Übersetzernisch (Translationese), 8) grammatische Fehler. Nach der kritischen Analyse werden die Resultate in Zahlen dargestellt.

Abstract

Mit Übersetzungen hat man ständig zu tun, nur sehr selten stößt man aber auf etwas wie eine Übersetzungskritik. Gewiss kann man manchmal in der Presse, und zwar in Besprechungen zu Literaturübersetzungen, eine Anmerkung zur Arbeit des Übersetzers lesen, aber das erschöpft sich meistens in einem pauschalen Urteil: Die jeweilige Übersetzung wird als lesbar, kongenial, den Tonfall des Originals wahrend, holprig, hölzern, stilistisch unausgeglichen etc. bezeichnet. Was diesen pauschalen Urteilen vorausging, war in den meisten Fällen sicher keine im strengen Sinn kritische Evaluierung der Übersetzungsarbeit an sich, weil eine Übersetzung als Übersetzung nur im Vergleich mit dem Original kritisch analysiert und beurteilt werden kann. Legt man einen wissenschaftlichen Maßstab an, kann man in jenen Fällen also nur von einer Zielsprachen-Textkritik sprechen. Eine solche kann selbstverständlich auch ein Teil oder eine Vorstufe der eigentlichen Übersetzungskritik sein. In der vorliegenden Arbeit bemühen wir uns, einen wissenschaftlichen Maßstab, der auf sprachwissenschaftlichen Theorien basiert, für eine Übersetzungskritik aufzustellen. Vom Standpunkt der Übersetzungswissenschaft aus betrachtet, ist es schwierig, eine literarische Übersetzung kritisch zu analysieren und zu beurteilen, weil es noch an geeigneten Methoden und Kriterien fehlt. Wir haben darum eine Liste von neun Kriterien aufgestellt, um damit Übersetzungen ausgewählter Passagen aus Max Frischs Roman “Homo Faber” kritisch analysieren und beurteilen können: 1) Dynamische Äquivalenz, 2) Thema-Rhema-Gliederung, 3) Tempusgebrauch, 4) kulturelle Verschiedenheit, 5) pragmatische Elemente, 6) Wort-Paradigmen, 7) Übersetzernisch (Translationese), 8) grammatische Fehler. Nach der kritischen Analyse werden die Resultate in Zahlen dargestellt.

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