이라크 전쟁에 관한 담론의 문학적 형상화 - 엘프리데 옐리넥의 희곡 『밤비 란트』와 『바벨』을 중심으로
Die literarische Gestaltung von Diskursen über den Irakkrieg - Zu Elfriede Jelineks Theaterstücken Bambiland und Babel
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초록
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von zwei Theaterstücken Jelineks ihr politisches Engagement in der Literatur zu veranschaulichen. Bambiland (2003) und Babel (2004) entstanden unmittelbar als Reaktionen auf den Irakkrieg. Jelinek selber nannte Bambiland ein "Amalgam aus Medienberichten zum Irak". Das Stück berichtet kontemporär vom Krieg. In Babel hingegen wird über den Krieg reflektiert. Es werden unter anderem der Folterskandal im Abu-Ghraib-Gefängnis,der Todespilot Mohammed Atta und die Leichenschändung in Falludscha thematisiert. Jelinek kritisiert nicht nur den Krieg, der bekanntlich aus wirtschaftlichen Interessen von den USA begonnen wurde und viele Opfer und Grausamkeiten mit sich brachte, sondern auch die Massenmedien, die eigentlich Mittäter sind, weil sie diese Greueltaten ohne Hemmungen auf der ganzen Welt verbreiten und dadurch die Menschenwürde der Opfer verletzen. Als Kriegsgegnerin ergreift Jelinek keine Partei. Die islamischen Gotteskrieger werden auch aufs Korn genommen. Bambiland und Babel unterscheiden sich vom traditionellem Theater vor allem dadurch, dass es keine Handlung im eigentlichen Sinne gibt. Jelineks Theatertexte sind kollagenartige Sprachflächen ohne Akt- und Szenenteilung. Es sind keine Figuren, sondern nur Stimmen wahrzunehmen. Der Sprecherwechsel ist nicht leicht erkennbar. Es mangelt nicht an Wortspielen und Witzen. Dabei tauchen oft Zitate und Verweise auf andere Texte auf, wenn auch nicht immer deutlich markiert. Als Vorlagen dienen z.B. Nachrichten, die Bibel, die Perser von Aischylos, die Metamorphosen von Ovid, die Griechische Mythologie und der Psychoanalytiker Otto Gross. Die Zitate sind aus ihren ursprünglichen Kontexten herausgerissen und erscheinen in anderen Sinnzusammenhängen. Jelineks sprachliche Verfahrensweise löst oft komische Wirkungen aus und ermöglicht auf diese Weise dem Leser eine kritische Distanz.
Abstract
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von zwei Theaterstücken Jelineks ihr politisches Engagement in der Literatur zu veranschaulichen. Bambiland (2003) und Babel (2004) entstanden unmittelbar als Reaktionen auf den Irakkrieg. Jelinek selber nannte Bambiland ein "Amalgam aus Medienberichten zum Irak". Das Stück berichtet kontemporär vom Krieg. In Babel hingegen wird über den Krieg reflektiert. Es werden unter anderem der Folterskandal im Abu-Ghraib-Gefängnis,der Todespilot Mohammed Atta und die Leichenschändung in Falludscha thematisiert. Jelinek kritisiert nicht nur den Krieg, der bekanntlich aus wirtschaftlichen Interessen von den USA begonnen wurde und viele Opfer und Grausamkeiten mit sich brachte, sondern auch die Massenmedien, die eigentlich Mittäter sind, weil sie diese Greueltaten ohne Hemmungen auf der ganzen Welt verbreiten und dadurch die Menschenwürde der Opfer verletzen. Als Kriegsgegnerin ergreift Jelinek keine Partei. Die islamischen Gotteskrieger werden auch aufs Korn genommen. Bambiland und Babel unterscheiden sich vom traditionellem Theater vor allem dadurch, dass es keine Handlung im eigentlichen Sinne gibt. Jelineks Theatertexte sind kollagenartige Sprachflächen ohne Akt- und Szenenteilung. Es sind keine Figuren, sondern nur Stimmen wahrzunehmen. Der Sprecherwechsel ist nicht leicht erkennbar. Es mangelt nicht an Wortspielen und Witzen. Dabei tauchen oft Zitate und Verweise auf andere Texte auf, wenn auch nicht immer deutlich markiert. Als Vorlagen dienen z.B. Nachrichten, die Bibel, die Perser von Aischylos, die Metamorphosen von Ovid, die Griechische Mythologie und der Psychoanalytiker Otto Gross. Die Zitate sind aus ihren ursprünglichen Kontexten herausgerissen und erscheinen in anderen Sinnzusammenhängen. Jelineks sprachliche Verfahrensweise löst oft komische Wirkungen aus und ermöglicht auf diese Weise dem Leser eine kritische Distanz.
참고문헌 (18)
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