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엘프리데 옐리네크의 텔레비전 시청과 글쓰기 -이리스 라디쉬의 논평과 페터 한트케와의 글쓰기 비교를 중심으로

Das Fernsehen Elfriede Jelineks und ihr Schreiben - im Hinblick auf die Bemerkung von Iris Radisch und den Vergleich mit dem Schreiben von Peter Handke

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주제분류독일어와문학

초록

Diese Arbeit behandelt das alltägliche Fernsehen Jelineks und die Merkmale ihres Schreibens. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit bezieht sich auf die Bemerkung Radischs, in der sie die Verleihung des Nobelpreises für Literatur von Jelinek stark kritisiert. Vor allem richtet sich die Kritik Radischs darauf, dass Jelinek an der Wirklichkeit nicht unmittelbar teilnimmt, sondern sie sich nur der Wirklichkeit durch das Fernsehen annähert. Daher zeige sich in ihrem gesamten Werk – so Radisch –, dass die reale Wirklichkeit durch die Sprache der Fernsehwelt ersetzt werde. Jelinek widerlegte aber bald die Ansicht der Literaturkritikerin durch ein Interview mit André Müller. Die Autorin sagte, dass Radisch die Wirklichkeit ignoriere, die von den Massenmedien beherrscht wird und dass sie selbst von ihnen beeinflusst wird. Diese Auseinandersetzung mit dem Fernsehen präsentiert wieder einmal den Konflikt zwischen der konventionellen Literatur als Hochkultur und den Massenmedien als Massenkultur in der Literatur. Jelinek entwickelt aber längst ihre eigene Sprache, indem sie die Fernsehwelt als Zuschauerin beobachtet und analysiert. Deshalb kann man in ihrem Werk oft die Trivialität entdecken, welche sowohl Radisch als auch der deutschsprachige Literaturbetrieb ablehnen. Die Autorin zielt vielmehr daraufhin, die herrschende Ideologie in der Wirklichkeit zu problematisieren, die durch den trivialen Charakter der Fernsehwelt die Massen manipuliert und kontrolliert. Dieses Schreiben kann mit dem Schreiben Handkes verglichen werden. Handke stellt bisher „das reine Schreiben“ heraus, das sich nur mit der Sprache auseinandersetzt, und so die eigene Sprache schafft, ohne die politische Wirklichkeit im Werk widerzuspiegeln. Jelinek hält schon eine solche Schreibweise für die „Erstlingshandlung“, die große Literatur zu produzieren versucht. Die beiden unterschiedlichen Richtungen dieses Schreibens werden durch die Kriegszeit unmittelbar geprägt, was durch die Massenmedien gezeigt wird. Handke schrieb einen Reisebericht Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien(1996) während des Jugoslawienkrieges, der mit seinem kritischen Bewusstsein über die Massenmedien verknüpft wird, in dem die Kriegswirklichkeit entstellt wird. Wegen seiner eigenen Privatsprache scheint er aber diese Wirklichkeit verbergen zu wollen. Jelinek hingegen stellt den Irakkrieg durch mediale Sprache im Bambiland(2004) dar. Indem sie diese Sprache im Werk unmittelbar zum Ausdruck bringt, zeigt sie die versteckte Macht der Massenmedien, welche die Kriegswirklichkeit wie ein Unterhaltungsprogramm im Fernsehen inszenieren und dadurch den Zuschauer manipulieren. Mit diesen Unterschieden zeigt das Werk Jelineks mehr politisches Gewicht als Handkes, indem sie die Wirklichkeit durch das Fernsehen im Text unmittelbar präsentiert und dadurch eine reale Wirklichkeit schafft. Deswegen ist Radischs Bemerkung, Jelinek nehme an der Wirklichkeit nicht teil, kritisch zu hinterfragen.

Abstract

Diese Arbeit behandelt das alltägliche Fernsehen Jelineks und die Merkmale ihres Schreibens. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit bezieht sich auf die Bemerkung Radischs, in der sie die Verleihung des Nobelpreises für Literatur von Jelinek stark kritisiert. Vor allem richtet sich die Kritik Radischs darauf, dass Jelinek an der Wirklichkeit nicht unmittelbar teilnimmt, sondern sie sich nur der Wirklichkeit durch das Fernsehen annähert. Daher zeige sich in ihrem gesamten Werk – so Radisch –, dass die reale Wirklichkeit durch die Sprache der Fernsehwelt ersetzt werde. Jelinek widerlegte aber bald die Ansicht der Literaturkritikerin durch ein Interview mit André Müller. Die Autorin sagte, dass Radisch die Wirklichkeit ignoriere, die von den Massenmedien beherrscht wird und dass sie selbst von ihnen beeinflusst wird. Diese Auseinandersetzung mit dem Fernsehen präsentiert wieder einmal den Konflikt zwischen der konventionellen Literatur als Hochkultur und den Massenmedien als Massenkultur in der Literatur. Jelinek entwickelt aber längst ihre eigene Sprache, indem sie die Fernsehwelt als Zuschauerin beobachtet und analysiert. Deshalb kann man in ihrem Werk oft die Trivialität entdecken, welche sowohl Radisch als auch der deutschsprachige Literaturbetrieb ablehnen. Die Autorin zielt vielmehr daraufhin, die herrschende Ideologie in der Wirklichkeit zu problematisieren, die durch den trivialen Charakter der Fernsehwelt die Massen manipuliert und kontrolliert. Dieses Schreiben kann mit dem Schreiben Handkes verglichen werden. Handke stellt bisher „das reine Schreiben“ heraus, das sich nur mit der Sprache auseinandersetzt, und so die eigene Sprache schafft, ohne die politische Wirklichkeit im Werk widerzuspiegeln. Jelinek hält schon eine solche Schreibweise für die „Erstlingshandlung“, die große Literatur zu produzieren versucht. Die beiden unterschiedlichen Richtungen dieses Schreibens werden durch die Kriegszeit unmittelbar geprägt, was durch die Massenmedien gezeigt wird. Handke schrieb einen Reisebericht Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien(1996) während des Jugoslawienkrieges, der mit seinem kritischen Bewusstsein über die Massenmedien verknüpft wird, in dem die Kriegswirklichkeit entstellt wird. Wegen seiner eigenen Privatsprache scheint er aber diese Wirklichkeit verbergen zu wollen. Jelinek hingegen stellt den Irakkrieg durch mediale Sprache im Bambiland(2004) dar. Indem sie diese Sprache im Werk unmittelbar zum Ausdruck bringt, zeigt sie die versteckte Macht der Massenmedien, welche die Kriegswirklichkeit wie ein Unterhaltungsprogramm im Fernsehen inszenieren und dadurch den Zuschauer manipulieren. Mit diesen Unterschieden zeigt das Werk Jelineks mehr politisches Gewicht als Handkes, indem sie die Wirklichkeit durch das Fernsehen im Text unmittelbar präsentiert und dadurch eine reale Wirklichkeit schafft. Deswegen ist Radischs Bemerkung, Jelinek nehme an der Wirklichkeit nicht teil, kritisch zu hinterfragen.

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