본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

독일가톨릭교회의 성도덕과 도그마에 대한 하인리히 뵐의 저항

Heinrich Bölls Verweigerung der Dogmen und sexuellen Moral der katholischen Kirche in Deutschland

0

조회

0

다운로드

2

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

In seinen verschiedenen Werken kritisiert Böll die Haltung im Umgang mit dem Thema Sexualität, in der die sexuelle Moral mit Moral identifiziert und Sex außerhalb der Ehe und “jenseits des Fortpflanzungsaspekts (...) nur als Sünde (...) oder unmoralisch zur Kenntnis (...)” genommen wird. Bölls Erzählung Im Tal der donnernden Hufe, die im Jahr 1957 entstand, spiegelt die aufbrechende sexuelle Problematik bei jungen Menschen im Entwicklungsalter wider. Der Vierzehnjährige möchte beichten, kann sich aber nicht entschließen, wie und was er beichten soll. Das Begehren durch die erwachende Sexualität quält ihn, weil auch noch im Erwachsenenalter durch seine Erziehung Sexualität mit Sünde verbunden ist. Der Heranwachsende muss aber mit diesen Erfahrungen selber fertig werden, weil das katholische Milieu bewirkt, dass ein unbefangenes Verhältnis zum Sexuellen nicht entstehen kann. Der menschliche Körper ist jedoch ein Geschenk Gottes und Eros und Sexualität Schöpfungsgaben, an denen der Mensch sich erfreuen darf. Deswegen wendet sich Böll gegen die Abwertung des Sexuellen und gegen dessen Kulpabilisierung. Auch entlarvt Böll die falsche Lehre der Kirche und den falschen Gehorsam der Menschen. In Hausfriedensbruch (1969) nimmt Böll die katholische Ehelehre als Hauptmotiv des Werkes - zu jener Zeit, als durch das Zweite Vatikanische Konzil Bewegung in das Gespräch über die Mischehenfrage kam. Nach diesem Werk sind Menschen durch Konvention und Konfession zusammengeführt worden. Die Hauptfigur Merkens behauptet, “was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.” Er zweifelt auch daran, dass die kirchliche Trauung eine Verbindung durch Gott ist. Nach katholischem Kirchenrecht verwaltet die Kirche also nicht das 독일가톨릭교회의 성도덕과 도그마에 대한 하인리히 뵐의 저항 61 Sakrament der Ehe. Sie wirkt lediglich bei dem durch Konsenserklärung entstehenden Ehebund, der sakramentale Bedeutung hat, mit. In diesem Kontext sieht Böll die katholische Kirche als eine der “Domestizierungsinstitutionen” innerhalb der Gesellschaft an. Er wünscht sich also sehr, dass das, worunter viele Menschen leiden und was für viele ein erheblicher Gewissenskonflikt ist, in späteren Jahren kaum mehr eine Rolle spielen wird.

Abstract

In seinen verschiedenen Werken kritisiert Böll die Haltung im Umgang mit dem Thema Sexualität, in der die sexuelle Moral mit Moral identifiziert und Sex außerhalb der Ehe und “jenseits des Fortpflanzungsaspekts (...) nur als Sünde (...) oder unmoralisch zur Kenntnis (...)” genommen wird. Bölls Erzählung Im Tal der donnernden Hufe, die im Jahr 1957 entstand, spiegelt die aufbrechende sexuelle Problematik bei jungen Menschen im Entwicklungsalter wider. Der Vierzehnjährige möchte beichten, kann sich aber nicht entschließen, wie und was er beichten soll. Das Begehren durch die erwachende Sexualität quält ihn, weil auch noch im Erwachsenenalter durch seine Erziehung Sexualität mit Sünde verbunden ist. Der Heranwachsende muss aber mit diesen Erfahrungen selber fertig werden, weil das katholische Milieu bewirkt, dass ein unbefangenes Verhältnis zum Sexuellen nicht entstehen kann. Der menschliche Körper ist jedoch ein Geschenk Gottes und Eros und Sexualität Schöpfungsgaben, an denen der Mensch sich erfreuen darf. Deswegen wendet sich Böll gegen die Abwertung des Sexuellen und gegen dessen Kulpabilisierung. Auch entlarvt Böll die falsche Lehre der Kirche und den falschen Gehorsam der Menschen. In Hausfriedensbruch (1969) nimmt Böll die katholische Ehelehre als Hauptmotiv des Werkes - zu jener Zeit, als durch das Zweite Vatikanische Konzil Bewegung in das Gespräch über die Mischehenfrage kam. Nach diesem Werk sind Menschen durch Konvention und Konfession zusammengeführt worden. Die Hauptfigur Merkens behauptet, “was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.” Er zweifelt auch daran, dass die kirchliche Trauung eine Verbindung durch Gott ist. Nach katholischem Kirchenrecht verwaltet die Kirche also nicht das 독일가톨릭교회의 성도덕과 도그마에 대한 하인리히 뵐의 저항 61 Sakrament der Ehe. Sie wirkt lediglich bei dem durch Konsenserklärung entstehenden Ehebund, der sakramentale Bedeutung hat, mit. In diesem Kontext sieht Böll die katholische Kirche als eine der “Domestizierungsinstitutionen” innerhalb der Gesellschaft an. Er wünscht sich also sehr, dass das, worunter viele Menschen leiden und was für viele ein erheblicher Gewissenskonflikt ist, in späteren Jahren kaum mehr eine Rolle spielen wird.

참고문헌 (17)

  1. Böll, Heinrich, "Werke. Romane und Erzählungen" (1987)
  2. Böll, Heinrich, "Essayistische Schriften und Reden, Bd. 1-3" (1979)
  3. Böll, Heinrich, "Hörspiel, Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte 1(=H1)" (1952)
  4. Böll, Heinrich, "Drei Tage im März. Ein Gespräch zwischen Heinrich Böll und Christian Linder" (1975)
  5. Böll, Heinrich, "Essener Jugend 9" (1959)
  6. Böll, Heinrich, "Böll, Heinrich: Schriften" (1978)
  7. Böll, Heinrich, "Interviews 1" (1978)
  8. Böll, Heinrich, "Karlheiz Deschner: Was halten sie vom Christentum?" (1957)
  9. Böll, Heinrich, "Weil die Stadt so fremd geworden ist. Bornheim-Merten. Ders: Die Schriftsteller und die Christen (=SC), Abschrift im Heinrich-Böll-Archiv der Stadt Köln" (1995)
  10. 사순옥, "하인리히 뵐의 소설『지난 시절의 빵』 다시 읽기 - 성장소설의 관점에서", 외국어로서의 독일어, (18), pp.283~306 (2006), 한국독일어교육학회
  11. "제2차 바티칸 공의회 문헌", pp.2012, 한국천주교회의
  12. 힐쉬베르거 요한네스, "서양철학사" (1999), 이문출판사
  13. Balzer, Bernd, "Das literarische Werk" (1997)
  14. Beth, Hanno, "Heinrich Böll" (1975)
  15. Hohoff, Curt, "Marcel Reich-Ranicki: In sachen Böll" (1977)
  16. Jürgenbehring, Heinrich, "Liebe, Religion und Institution. Ethische und religiöse Themen bei Heinrich Böll" (1994)
  17. Schlotmann, Karsten, "Recht und Gerechtigkeit im Werk Heinrich Bölls" (2008)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (14건)