하인리히 뵐의 『무르케 박사의 침묵 수집』에 나타난 종교와 양심의 문제
Die Problematik von Religion und Gewissen in der Satire Doktor Murkes gesammeltes Schweigen Heinrich Bölls.
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초록
Böll hatte reiche Erfahrungen mit dem Rundfunkhaus in den fünziger Jahren, weil dort seine zahlreichen Hörspiele gespielt wurden. Aus diesen Erlebnissen entstand seine Funksatire Doktor Murkes gesammeltes Schweigen im Jahre 1955. In dieser Funksatire stellt er die Probleme des Mediums Rundfunk, die Diskussion um die Kunst, die religiöse Problematik und die Bezüge zur Zeitgeschichte dar. Die besondere Bissigkeit liegt aber in der Schilderung von Bur-Malottke. Bur-Malottke war erklärter Nazi bis 1945 und zudem überzeugter Katholik in den ersten Nachkriegsjahren. Im Nachhinein bedauerte er seinen religiösen Eifer. Deshalb hatte er das Bedürfnis, das Wort “Gott”, das wiederholt in seinen beiden Reden vorkommt, durch die Formel “jenes höhere Wesen, das wir verehren”, zu ersetzen. Murke, einem intelligenten jungen Angestellten der Abteilung “Kulturwort” im Rundfunkhaus wird der Auftrag erteilt, die Korrektur zweier auf Band gesprochener Vorträge Bur-Malottkes zu leiten. Murke widersetzt sich jedoch Bur-Malottke. Er lässt ihn die Worte “jenes höhere Wesen, das wir verehren” durch sämtliche Fälle deklinieren, damit diese Phrase an Stelle des Wortes “Gott” in Bur Malottkes Vortragstext eingefügt werden kann. Murkes Einfälle verschaffen ihm selbst und seinen Kollegen Befriedigung. Überdies sammelt Murke Schweigen als Protest gegen den hochgestochen Quatsch, der unter der Bezeichnung Kultur und Kunst im Funkhaus dargestellt wird. Allerdings liegt die religiöse Problematik, die in anderen Werken Bölls immer wieder vorkommt, noch schwerwiegender als die Kunstproblematik in dieser Satire. Murke heftet das kitschige Herz-Jesu-Bildchen, das seine Mutter ihm geschickt hat, an die Tür des Hilfsregisseurs. Der Hilfsregisseur, der das Herz-Jesu-Bildchen an der Tür gefunden hat, und der Techniker, der Murke bei der Korrektur der Vorträge Bur-Malottkes geholfen hat, fügen Bur-Malottkes Wort “Gott” an Stelle des Schweigens eines Atheisten ein. Dadurch ersteht das Wort “Gott” auf, das Bur-Malottke weggeworfen hat. In diesem Sinne endet Böll mit dem Thema “Religion und Gewissen”, das ihm lieb war, in der Satire Dokor Murkes gesammeltes Schweigen wie auch in den anderen Werken.
Abstract
Böll hatte reiche Erfahrungen mit dem Rundfunkhaus in den fünziger Jahren, weil dort seine zahlreichen Hörspiele gespielt wurden. Aus diesen Erlebnissen entstand seine Funksatire Doktor Murkes gesammeltes Schweigen im Jahre 1955. In dieser Funksatire stellt er die Probleme des Mediums Rundfunk, die Diskussion um die Kunst, die religiöse Problematik und die Bezüge zur Zeitgeschichte dar. Die besondere Bissigkeit liegt aber in der Schilderung von Bur-Malottke. Bur-Malottke war erklärter Nazi bis 1945 und zudem überzeugter Katholik in den ersten Nachkriegsjahren. Im Nachhinein bedauerte er seinen religiösen Eifer. Deshalb hatte er das Bedürfnis, das Wort “Gott”, das wiederholt in seinen beiden Reden vorkommt, durch die Formel “jenes höhere Wesen, das wir verehren”, zu ersetzen. Murke, einem intelligenten jungen Angestellten der Abteilung “Kulturwort” im Rundfunkhaus wird der Auftrag erteilt, die Korrektur zweier auf Band gesprochener Vorträge Bur-Malottkes zu leiten. Murke widersetzt sich jedoch Bur-Malottke. Er lässt ihn die Worte “jenes höhere Wesen, das wir verehren” durch sämtliche Fälle deklinieren, damit diese Phrase an Stelle des Wortes “Gott” in Bur Malottkes Vortragstext eingefügt werden kann. Murkes Einfälle verschaffen ihm selbst und seinen Kollegen Befriedigung. Überdies sammelt Murke Schweigen als Protest gegen den hochgestochen Quatsch, der unter der Bezeichnung Kultur und Kunst im Funkhaus dargestellt wird. Allerdings liegt die religiöse Problematik, die in anderen Werken Bölls immer wieder vorkommt, noch schwerwiegender als die Kunstproblematik in dieser Satire. Murke heftet das kitschige Herz-Jesu-Bildchen, das seine Mutter ihm geschickt hat, an die Tür des Hilfsregisseurs. Der Hilfsregisseur, der das Herz-Jesu-Bildchen an der Tür gefunden hat, und der Techniker, der Murke bei der Korrektur der Vorträge Bur-Malottkes geholfen hat, fügen Bur-Malottkes Wort “Gott” an Stelle des Schweigens eines Atheisten ein. Dadurch ersteht das Wort “Gott” auf, das Bur-Malottke weggeworfen hat. In diesem Sinne endet Böll mit dem Thema “Religion und Gewissen”, das ihm lieb war, in der Satire Dokor Murkes gesammeltes Schweigen wie auch in den anderen Werken.
참고문헌 (17)
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- Reid, R. H., "Heinrich Böll" (1990), München
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