텍스트유형에 따른 독어 수여자 수동태 사용에 대한 연구
Untersuchungen zu textsortenspezifischer Verwendung von deutschen Rezipientenpassiv
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초록
In diesem Beitrag wird versucht, das deutsche Rezipientenpassiv anhand von mündlichen sowie schriftlichen Texttypen zu untersuchen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, zu überprüfen, inwieweit das Rezipientenpassiv, das im Großen und Ganzen der gesprochen Sprache des Deutschen angehört, Eingang ins Schriftdeutsch gefunden hat. Das Untersuchungsmaterial bilden die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, stenografische Berichte des Deutschen Bundestages und das Dortmunder Chat-Korpus. Das Rezipientenpassiv wird als eine Art Passiv angesehen, in dem das dativische Objekt des Aktivsatzes in die Subjektposition gehoben wird und die finite Information an den Verben wie kriegen, bekommen, erhalten markiert wird. Für die Bildung eines Rezipientenpassives gilt die Voraussetzung, dass in der Semantik des Vollverbs eine Rezipienten-Rolle sowie eine Agens-Rolle vorliegen. Ferner kann man feststellen, dass fast ausschließlich eine Thema-Rolle vorhanden ist. Am Untersuchungsmaterial lässt sich feststellen, dass das Chat-Korpus sowie die stenografischen Berichte des Bundestages zwar Konstruktionen des Rezipientenpassivs enthalten, diese aber nur sehr sporadisch sind, während im Gesetzestext überhaupt kein Rezipientenpassiv vorkommt. Dieses Ergebnis entspricht nicht in vollem Umfang der eingangs gehegten Erwartung, dass das mündlich ausgeprägte Korpus einen relativ höheren Anteil an Rezipientenpassiv- Konstruktionen aufweist. Dies lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, dass der Umfang der Korpora nicht umfangreich genug ist. Dennoch zeigt sich, dass im Chat-Korpus das Rezipientenpassiv im Vergleich zu anderen von Schriftlichkeit geprägten Textarten relativ häufig auftritt und dass das Rezipientenpassiv bereits Einzug ins Schriftdeutsch gehalten hat.
Abstract
In diesem Beitrag wird versucht, das deutsche Rezipientenpassiv anhand von mündlichen sowie schriftlichen Texttypen zu untersuchen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, zu überprüfen, inwieweit das Rezipientenpassiv, das im Großen und Ganzen der gesprochen Sprache des Deutschen angehört, Eingang ins Schriftdeutsch gefunden hat. Das Untersuchungsmaterial bilden die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, stenografische Berichte des Deutschen Bundestages und das Dortmunder Chat-Korpus. Das Rezipientenpassiv wird als eine Art Passiv angesehen, in dem das dativische Objekt des Aktivsatzes in die Subjektposition gehoben wird und die finite Information an den Verben wie kriegen, bekommen, erhalten markiert wird. Für die Bildung eines Rezipientenpassives gilt die Voraussetzung, dass in der Semantik des Vollverbs eine Rezipienten-Rolle sowie eine Agens-Rolle vorliegen. Ferner kann man feststellen, dass fast ausschließlich eine Thema-Rolle vorhanden ist. Am Untersuchungsmaterial lässt sich feststellen, dass das Chat-Korpus sowie die stenografischen Berichte des Bundestages zwar Konstruktionen des Rezipientenpassivs enthalten, diese aber nur sehr sporadisch sind, während im Gesetzestext überhaupt kein Rezipientenpassiv vorkommt. Dieses Ergebnis entspricht nicht in vollem Umfang der eingangs gehegten Erwartung, dass das mündlich ausgeprägte Korpus einen relativ höheren Anteil an Rezipientenpassiv- Konstruktionen aufweist. Dies lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, dass der Umfang der Korpora nicht umfangreich genug ist. Dennoch zeigt sich, dass im Chat-Korpus das Rezipientenpassiv im Vergleich zu anderen von Schriftlichkeit geprägten Textarten relativ häufig auftritt und dass das Rezipientenpassiv bereits Einzug ins Schriftdeutsch gehalten hat.
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