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학술 텍스트에서 사용된 ‘무생물 주어 + sich lassen 구문’의 의미 연구- ‘Können + PP werden’ 수동 구문과의 비교를 중심으로

Eine Studie über ‘lassen sich’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt in wissenschaftlichen Texten – Bedeutungsklärung im Vergleich zu ‘können PP werden’-Passiv-Konstruktionen

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주제분류독일어와문학

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In der Forschung gelten ‘sich lassen’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt als eine Art Passiv-Paraphrase, die sich ohne wesentliche Bedeutungsunterschiede in eine ‘können ge-X-t werden’-Konstruktion umwandeln lässt. In der vorliegenden Studie wird diese Sicht in Frage gestellt und versucht zu zeigen, in welcher Hinsicht sich ‘sich lassen’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt von ‘können ge-X-t werden’-Konstruktionen unterscheiden. Hierbei wurden die betreffenden Konstruktionen anders als in vorausgegangenen Studien, in denen einzelne Sätze ohne konkreten Bezug zum Kontext analysiert und verglichen wurden, in Bezug auf ihren konkreten Verwendungskontext in Verbindung mit der vom Verfasser ausgeführten Handlung analysiert. Da diese Konstruktionen typisch für die wissenschaftliche Kommunikation sind, wurden zwei wissenschaftliche Texte zur Analyse unter die Lupe genommen. Gezeigt wurde hierbei, dass ‘können ge-X-t werden’- Konstruktionen überwiegend im Zusammenhang mit den Handlungen des Textverfassers „Behauptung/ Aufforderung“ und darauf folgend „Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten“ vorkommen. Im Hinblick auf die Argumentationsstruktur ist das Agens des Vollverbs im Kontext identifizierbar, auch wenn es nicht realisiert ist. ‘Sich lassen’- Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt werden hingegen überwiegend bezogen auf analysierende Handlungen in einem erklärenden Handlungskontext des Textverfassers verwendet, wobei das Agens des Vollverbs generisch verstanden wird. Basierend auf diesen Beobachtungen können ‘sich lassen’- Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt als Ausdruck dessen interpretiert werden, dass für die Durchführbarkeit der mit dem Vollverb ausgedrückten Handlung Eigenschaften des Patiens (d.h. des unbelebten Subjekts) entscheidend sind, unabhängig davon, wer die Handlung ausführt. In Bezug auf wissenschaftliche Texte bedeutet dies, dass ‘sich lassen’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt dem Textverfasser ein wichtiges Instrument anbieten, mit dem er die Ergebnisse von bestimmten wissenschaftlichen Handlungen, z.B. einer Analyse, objektiv darstellen kann, in dem Sinne, dass z.B. eine Analyse zu bestimmten Ergebnissen führt, aber nicht auf Grund der Subjektivität des Textverfassers, sondern auf Grund von Eigenschaften des Analyse- gegenstandes. Diese Konnotation wäre aber z.B. in einem behauptenden Kontext im Hinblick auf das Aufzeigen bestimmter Handlungsmöglichkeiten bzw. das Auffordern zu bestimmten Handlungen nicht angemessen, da man nicht zu behaupten braucht, wenn etwas aufgrund seiner Eigenschaft selbstverständlich zu bestimmten Ergebnissen führen würde. Somit konnte in der vorliegenden Studie deutlich gezeigt werden, dass ‘können ge-X-t werden’-Konstruktionen und ‘sich lassen’-Konstruktionen in ihrer Verwendung Unterschiede aufweisen, und der Textverfasser die beiden Konstruktionen im Hinblick auf die Wirkung seiner Handlung gezielt einsetzt.

Abstract

In der Forschung gelten ‘sich lassen’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt als eine Art Passiv-Paraphrase, die sich ohne wesentliche Bedeutungsunterschiede in eine ‘können ge-X-t werden’-Konstruktion umwandeln lässt. In der vorliegenden Studie wird diese Sicht in Frage gestellt und versucht zu zeigen, in welcher Hinsicht sich ‘sich lassen’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt von ‘können ge-X-t werden’-Konstruktionen unterscheiden. Hierbei wurden die betreffenden Konstruktionen anders als in vorausgegangenen Studien, in denen einzelne Sätze ohne konkreten Bezug zum Kontext analysiert und verglichen wurden, in Bezug auf ihren konkreten Verwendungskontext in Verbindung mit der vom Verfasser ausgeführten Handlung analysiert. Da diese Konstruktionen typisch für die wissenschaftliche Kommunikation sind, wurden zwei wissenschaftliche Texte zur Analyse unter die Lupe genommen. Gezeigt wurde hierbei, dass ‘können ge-X-t werden’- Konstruktionen überwiegend im Zusammenhang mit den Handlungen des Textverfassers „Behauptung/ Aufforderung“ und darauf folgend „Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten“ vorkommen. Im Hinblick auf die Argumentationsstruktur ist das Agens des Vollverbs im Kontext identifizierbar, auch wenn es nicht realisiert ist. ‘Sich lassen’- Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt werden hingegen überwiegend bezogen auf analysierende Handlungen in einem erklärenden Handlungskontext des Textverfassers verwendet, wobei das Agens des Vollverbs generisch verstanden wird. Basierend auf diesen Beobachtungen können ‘sich lassen’- Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt als Ausdruck dessen interpretiert werden, dass für die Durchführbarkeit der mit dem Vollverb ausgedrückten Handlung Eigenschaften des Patiens (d.h. des unbelebten Subjekts) entscheidend sind, unabhängig davon, wer die Handlung ausführt. In Bezug auf wissenschaftliche Texte bedeutet dies, dass ‘sich lassen’-Konstruktionen mit unbelebtem Subjekt dem Textverfasser ein wichtiges Instrument anbieten, mit dem er die Ergebnisse von bestimmten wissenschaftlichen Handlungen, z.B. einer Analyse, objektiv darstellen kann, in dem Sinne, dass z.B. eine Analyse zu bestimmten Ergebnissen führt, aber nicht auf Grund der Subjektivität des Textverfassers, sondern auf Grund von Eigenschaften des Analyse- gegenstandes. Diese Konnotation wäre aber z.B. in einem behauptenden Kontext im Hinblick auf das Aufzeigen bestimmter Handlungsmöglichkeiten bzw. das Auffordern zu bestimmten Handlungen nicht angemessen, da man nicht zu behaupten braucht, wenn etwas aufgrund seiner Eigenschaft selbstverständlich zu bestimmten Ergebnissen führen würde. Somit konnte in der vorliegenden Studie deutlich gezeigt werden, dass ‘können ge-X-t werden’-Konstruktionen und ‘sich lassen’-Konstruktionen in ihrer Verwendung Unterschiede aufweisen, und der Textverfasser die beiden Konstruktionen im Hinblick auf die Wirkung seiner Handlung gezielt einsetzt.

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