독일 학문텍스트에서의 수동태사용에 대한 연구
Eine Untersuchung zum Passivgebrauchin deutschen Wissenschaftstexten
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Eine Untersuchung zum Passivgebrauch in deutschen Wissenschaftstexten Das Hauptziel dieser Arbeit liegt darin, aufgrund der wissenschaftsspezifischen Textkonstruktionsprinzipien den Gebrauch des Passivs in deutschen Wissenschaftstexten zu erörtern. Das Passiv ist keine semantische Umkehrform des Aktivs und hat eine eigene Rolle in seiner Struktur und Funktion. Der Passivgebrauch in einem Text ist deshalb eine absichtliche Auswahl zur Durchführung textsortenspezifischer Handlungen. In Wissenschaftstexten werden zur Durchführung wissenschaftsspezifischer Sprachhandlungen besondere Sprachmittel, d.h. textsortenspezifische Stile ausgewählt und verwendet. Die Beverzugung des Passivs in Wissenschaftstexten ist Ausdruck dafür, dass es für diese Textsorten besonders geeignet ist. Mit Hilfe des Passivs ist es möglich, die intersubjektiv gültige Wahrheit der Wissenschaft von Raum, Zeit und handelnden Personen unabhängig voneinander sachlich darzustellen, die Überprüfbarkeit der wissenschaftlichen Hypothesen und Theorien sprachlich eindeutig und klar auszudrücken, einen logisch klar gegliederten und lückenlos verständlichen Satz zu konstruieren sowie die komplexen Sachverhalte des wissenschaftlichen Bereichs sprachökonomisch zu beschreiben.
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