‘사이렌의 침묵’과 오디세이 - 탈(脫)신화화된 서사와 『계몽의 변증법』
,Das Schweigen der Sirenen‘ und Odyssee –Die entmythisierte Narrativität und ,Dialektik der Aufklärung'
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초록
Die These, dass auch noch in der ,entzauberten‘ Moderne Subjektdiskurse in mythischen Konfigurationen inszeniert und durchgespiegelt werden, wird hier an einigen Beispielen diskutiert: an literarischen Texten (Life of Pi, Heart of Darkness, The Narrative of Arthur Gordon Pym, Le Sphinx des glaces) wie auch an der Dialektik der Aufklärung. Poe, Verne und Conrad erzählten Eroberungsgeschichten, in denen koloniale Landnahme und Geschlechtermythologie durch eine Fülle von Bildern und Symbolen miteinander verschränkt sind. Die Helden bilden und härten sich im Kampf mit einer Umgebung, die faszinierend und abschreckend zugleich ist. Die Einbeziehung von der These Horkheimers und Adornos erfolgt aus der Überlegung heraus, dass Kritische Theorie und Cultural Studies kulturelle Deutungsmuster darstellen, auf die literarische Texte - bewußt oder unbewußt- immer wieder rekurrieren. Als „Urtexte der Zivilisation“ (Horkheimer/Adorno) können Mythen nicht übertroffen, sondern immer neu ausgelegt werden. Die „Arbeit am Mythos“ (Blumberg) ist Hermeneutik und Mimesis, das heißt Wiederholung und Nachahmung. Die Texte z. Z. erliegen der „Faszination des Mythos“ (Schlesier) und reinszenieren Mythen mehr oder minder emphatisch und affirmativ. Ungeachtet aller Trivialisierung und Kommerzialisierung des Mythos in der Zeit sind die Mythen immer noch unangefochten das große Reservoir, aus dem alle diejenigen schöpfen, die nach Sinn suchen und Sinnangebote machen wollen.
Abstract
Die These, dass auch noch in der ,entzauberten‘ Moderne Subjektdiskurse in mythischen Konfigurationen inszeniert und durchgespiegelt werden, wird hier an einigen Beispielen diskutiert: an literarischen Texten (Life of Pi, Heart of Darkness, The Narrative of Arthur Gordon Pym, Le Sphinx des glaces) wie auch an der Dialektik der Aufklärung. Poe, Verne und Conrad erzählten Eroberungsgeschichten, in denen koloniale Landnahme und Geschlechtermythologie durch eine Fülle von Bildern und Symbolen miteinander verschränkt sind. Die Helden bilden und härten sich im Kampf mit einer Umgebung, die faszinierend und abschreckend zugleich ist. Die Einbeziehung von der These Horkheimers und Adornos erfolgt aus der Überlegung heraus, dass Kritische Theorie und Cultural Studies kulturelle Deutungsmuster darstellen, auf die literarische Texte - bewußt oder unbewußt- immer wieder rekurrieren. Als „Urtexte der Zivilisation“ (Horkheimer/Adorno) können Mythen nicht übertroffen, sondern immer neu ausgelegt werden. Die „Arbeit am Mythos“ (Blumberg) ist Hermeneutik und Mimesis, das heißt Wiederholung und Nachahmung. Die Texte z. Z. erliegen der „Faszination des Mythos“ (Schlesier) und reinszenieren Mythen mehr oder minder emphatisch und affirmativ. Ungeachtet aller Trivialisierung und Kommerzialisierung des Mythos in der Zeit sind die Mythen immer noch unangefochten das große Reservoir, aus dem alle diejenigen schöpfen, die nach Sinn suchen und Sinnangebote machen wollen.
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