『빨간모자』패러디에 나타난 성역할 연구
Geschlechterrollen in Rotkäppchen-Parodien
0
조회
0
다운로드
2
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Das Grimmsche Rotkäppchen (1812) genießt einen weltweiten Ruhm. Die Brüder Grimm waren allerdings nicht die ersten Sammler der überlieferten Rotkäppchen-Geschichte. Als Textgrundlagen des Grimmschen Märchens dienten sowohl das Märchen Le Petit Chaperon rouge (1697) von Charles Perrault als auch das Drama Leben und Tod des kleinen Rotkäppchens (1800) von Ludwig Tieck. Seitdem wurde die Geschichte vom Rotkäppchen in unzähligen Varianten und in verschiedenen Sprachen weitererzählt. Auch heute lässt das Interesse nicht nach. Das Rotkäppchen gehört zu den am häufigsten bearbeiteten und parodierten Märchen. In Korea wird Rotkäppchen als eines der bekanntesten deutschsprachigen Märchen rezipiert, zahlreiche Bearbeitungen und Parodien bleiben aber unbekannt. In der vorliegenden Arbeit werden am Beispiel der ausgewählten Rotkäppchen-Parodien die Geschlechterrollen untersucht. Konkret geht es um folgende Werke: Rotkäppchen (1850) von Alexander von Ungern-Sternberg, The Little Girl and the Wolf (1943) von James Thurber, Little Polly Riding Hood (1955) von Catherine Storr, Rotschöpfchen und der Wolf (1974) von Iring Fetscher, Rotkäppchen (1979) von Tomi Ungerer, Kuttel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen vom Rotkäppchen und zeichnet ihnen sogar was dazu (1982) von Joachim Ringelnatz, Rotkäppchen und Herr Wolf (1985) von Kurt Bartsch, Rothütchen (2005) von Geoffroy de Pennart, Rotkäppchens List (2005) von Ulrike Persch und die Computeranimation Hoodwinked (2005). Diese Rotkäppchen-Versionen werden in Hinblick auf die Beziehung zwischen dem Rotkäppchen und dem Wolf sortiert und mit den Märchen von Perrault und den Brüdern Grimm verglichen. Die strikte Gegenüberstellung des bösen, gefährlichen Wolfs und des naiven, passiven Rotkäppchens ist in den Parodien tendenziell aufgehoben. Das Rotkäppchen wird in der Regel immer schlauer und überlistet sogar den Wolf. Die Großmutter übernimmt ebenso eine aktiv handelnde Funktion. Die Rolle des Jägers als Retter ist daher überflüssig. Der Wolf kommt nicht mehr so gefährlich wie bei Perrault und Grimms vor. Parodie hat ein komisches Potential und ihre Bedeutung nur im Verhältnis zur Vorlage. Das Erziehungsideal, das die Märchen von Perrault und Grimms progagieren, entspricht nicht mehr der heutigen Realität, wird daher in den neu geschriebenen Geschichten vom Rotkäppchen verzerrt wiedergegeben. Diese Verzerrung löst eine komische Funktion aus.
Abstract
Das Grimmsche Rotkäppchen (1812) genießt einen weltweiten Ruhm. Die Brüder Grimm waren allerdings nicht die ersten Sammler der überlieferten Rotkäppchen-Geschichte. Als Textgrundlagen des Grimmschen Märchens dienten sowohl das Märchen Le Petit Chaperon rouge (1697) von Charles Perrault als auch das Drama Leben und Tod des kleinen Rotkäppchens (1800) von Ludwig Tieck. Seitdem wurde die Geschichte vom Rotkäppchen in unzähligen Varianten und in verschiedenen Sprachen weitererzählt. Auch heute lässt das Interesse nicht nach. Das Rotkäppchen gehört zu den am häufigsten bearbeiteten und parodierten Märchen. In Korea wird Rotkäppchen als eines der bekanntesten deutschsprachigen Märchen rezipiert, zahlreiche Bearbeitungen und Parodien bleiben aber unbekannt. In der vorliegenden Arbeit werden am Beispiel der ausgewählten Rotkäppchen-Parodien die Geschlechterrollen untersucht. Konkret geht es um folgende Werke: Rotkäppchen (1850) von Alexander von Ungern-Sternberg, The Little Girl and the Wolf (1943) von James Thurber, Little Polly Riding Hood (1955) von Catherine Storr, Rotschöpfchen und der Wolf (1974) von Iring Fetscher, Rotkäppchen (1979) von Tomi Ungerer, Kuttel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen vom Rotkäppchen und zeichnet ihnen sogar was dazu (1982) von Joachim Ringelnatz, Rotkäppchen und Herr Wolf (1985) von Kurt Bartsch, Rothütchen (2005) von Geoffroy de Pennart, Rotkäppchens List (2005) von Ulrike Persch und die Computeranimation Hoodwinked (2005). Diese Rotkäppchen-Versionen werden in Hinblick auf die Beziehung zwischen dem Rotkäppchen und dem Wolf sortiert und mit den Märchen von Perrault und den Brüdern Grimm verglichen. Die strikte Gegenüberstellung des bösen, gefährlichen Wolfs und des naiven, passiven Rotkäppchens ist in den Parodien tendenziell aufgehoben. Das Rotkäppchen wird in der Regel immer schlauer und überlistet sogar den Wolf. Die Großmutter übernimmt ebenso eine aktiv handelnde Funktion. Die Rolle des Jägers als Retter ist daher überflüssig. Der Wolf kommt nicht mehr so gefährlich wie bei Perrault und Grimms vor. Parodie hat ein komisches Potential und ihre Bedeutung nur im Verhältnis zur Vorlage. Das Erziehungsideal, das die Märchen von Perrault und Grimms progagieren, entspricht nicht mehr der heutigen Realität, wird daher in den neu geschriebenen Geschichten vom Rotkäppchen verzerrt wiedergegeben. Diese Verzerrung löst eine komische Funktion aus.
참고문헌 (32)
- Bartsch, Kurt, "Rotkäppchen und Herr Wolf, In Weihnacht ist und Wotan reitet", pp.14~16 (1985), Rotbuch
- Fetscher, Iring, "Rotschöpfchen und der Wolf, In Fetscher, Iring: Wer hat Dornröschen wachgeküsst?", pp.28~32 (1974), Frankfurt a. M.
- Grimm, Jacob, "Rotkäppchen, In Kinder-und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand, Bd. 1: Märchen Nr. 1-86", pp.156~160 (1984), Reclam
- Pennart, Geoffroy de, "Rothütchen. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel" (2005), Moritz
- Perrault, Charles, "Sämtliche Märchen" (1986), Reclam
- Persch, Ulrike, "): Rotkäppchens List" (2005), Kinderbuchverlag Wolff
- Ringelnatz, Joachim, "Kuttel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen vom Rotkäppchen und zeichnet ihnen sogar was dazu, In Das Gesamtwerk in sieben Bändern, Bd. 4: Erzählungen", pp.298~300 (1982), Henssel
- Storr, Catherine, "Little Polly Riding Hood, in: Storr, Catherine: Clever Polly and the Studpid Wolf" (1955), Jane Nissen Books
- Thurber, James, "The Little Girl and the Wolf, In Thurber, James: Fables for Our Time and Famous Poems Illustrated", pp.5~ (1943), Blue Ribbon Books
- Tieck, Ludwig, "Leben und Tod des kleinen Rotkäppchens. Eine Tragödie. 1800, In Tieck, Ludwig, Schriften, Bd. 2", pp.327~362 (1800), Reimer
- Ungern-Sternberg, Alexander von, ": Rotkäppchens Lust und Leid. Biographie eines europäischen Märchens, neu durchgesehene und erweiterte Ausgabe, Frankfurt a, In Rotkäppchens Lust und Leid. Biographie eines europäischen Märchens, neu durchgesehene und erweiterte Ausgabe", pp.117~125 (1985), Ullstein
- Ungerer, Tomi, "Rotkäppchen. Überdacht und wiedergekäut von Tomi Ungerer, verdeutscht von Hans Wollschläger, In Ungerers Märchenbuch", pp.85~92 (1979), Diogenes
- Märchenperlen. Rotkäppchen, "Regie von Klaus Gietinger", Deutschland, 2005
- Die Rotkäppchen-Verschwörung, "Originaltitel: Hoodwinked, USA 2005, directed by Cory Edwards, Todd Edwards, Tony Leech", ~ (2006)
- SimsalaGrimm, "Staffel 2, Folge 2: Rotkäppchen, Regie von Gerhard Hahn und Chris Doyle, Deutschland", ~ (1999)
- Fabritius, Bernd, "Rotkäppchen, was trägst du unter der Schürze?, In Geschlechterbilder im Märchen" (2010), Tectum
- Feldmann, Christian, "Von Aschenputtel bis Rotkäppchen" (2009), Gütersloher Verlagshaus
- Freund, Winfried, "): Die literarische Parodie" (1981), Metzler
- Fromm, Erich, "Märchen, Mythen und Träume, Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache" (2007), Rowohlt
- Kawan, Christine Shojaei, "Rotkäppchen, In Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Bd. 11", pp.854~868 (2004), de Gruyter
- Lüthi, Max, "Märchen" (2004), Metzler
- Messner, Rudolf, "Das “Mädchen und der Wolf”. Über die zivilisatorischeMetamorphose des Grimmschen Märchens vom Rotkäppchen, In Märchen und Medien", pp.24~45 (2007), Schneider
- Monk, Craig, "Parody as an Interpretative Response to Grimm’s Kinder-und Hausmärchen" (1998), Dept. of German, University of Otago
- Müller, Beate, "Komische Intertextualität, In Die literarische Parodie" (1994), WVT
- Ritz, Hans, "Die Geschichte vom Rotkäppchen, In Ursprünge, Analysen, Parodien eines Märchens" (2006), Muriverlag
- Rumpf, Marianne, "Rotkäppchen, In Eine vergleichende Märchenuntersuchung" (1989), Lang
- Scherf, Walter, "Das Märchenlexikon, In Zweiter Band" (1995), Beck
- Uther, Hans-Jörg, "Rotkäppchen, In Handbuch zu den “Kinder und Hausmärchen” der Brüder Grimm. Entstehung-Wirkung-Interpretation", pp.63~69 (2008), de Gruyter
- Wehse, Rainer, "Parodie, In Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Bd. 10", pp.576~587 (2002), de Gruyter
- Wünsch, Frank, "Die Parodie, In Zu Definition und Typologie" (1999), Kovač
- Zimen, Erik, "Der Wolf, Verhalten, Ökologie und Mythos" (1990), München
- Zipes, Jack, "Rotkäppchens Lust und Leid, In Biographie eines europäischen Märchens, neu durchgesehene und erweiterte Ausgabe" (1985), Ullstein
