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폭력과 타자의 윤리학 - 브링크만의 『고지라』와 슐링크의 『책 읽어주는 남자』를 중심으로

Die Gewalt und die Ethik des Anderen - Anhand von Brinkmanns Godzilla und Schlinks Der Vorleser

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주제분류기타인문학

초록

In der vorliegenden Arbeit werde ich Godzilla von Rolf Dieter Brinkmann und Der Vorleser von Bernhard Schlink im Hinblick auf den Themenkomplex des Anderen und der Gewalt behandeln. Zur Textanalyse dienen vor allem die Ethik des Anderen von Levinas und Butler als theoretische Grundlage. In der traditionellen Philosophie betrachtet man den Anderen aus der Perspektive des Ich und verleibt ihn dieser Perspektive ein. Indem das Ich den Anderen restlos versteht und sich ihn aneignet, wird diesem die Andersheit genommen. Der Versuch des Ich, sich des Anderen zu bemachtigen und ihn zu besitzen, beeintrachtigt die friedliche Beziehung zwischen dem Anderen und dem Ich. Um dieser Gewalt des Ich als des Gleichen entgegenzuwirken, stellt Levinas den Begriff des Anderen vor, der vom Ich nicht ganzlich erkannt und daher als unendliches und tranzendentes Sein konzipiert wird. Das Andere wird besonders im Gesicht des Anderen offenbart, aus dem das Ich die ethische Forderung “Du sollst nicht toten” herausliest. Der Andere, der auch als der soziale Schwache, der Arme und der Fremde auftritt, fordert das Ich auch dazu auf, ihm Hilfe zu leisten. Auf der Grundlage der Ethik des Anderen kann man auch Godzilla von Brinkmann betrachten. Dieser Gedichtband besteht aus Texten und Fotos. Außer dieser Intermedialitat ist es vor allem auffallig, dass die Frauen mit Bikini auf diesen Fotos ohne Kopf auftreten. Die medial vermittelten Frauenbilder erregen sexuelle Bedurfnisse des mannlichen Ich, das die Frauen zum bloßen Gegenstand seines Begehrens erniedrigt. Dabei enthullt der Verlust des Frauenkopfes die mannliche Gewalt, die die Individualitat der Frauen ausmerzt und sie auf ihre sexuellen Organe reduziert. Schlinks Roman Der Vorleser wird anhand der Anerkennungstheorie und der Kritik der ethischen Gewalt von Butler interpretiert. Man glaubt, dass die Frage der Identitat, “Wer bin Ich”, von dem Ich selbst ausgeht und die Autobiographie als ihr Produkt hervorbringt. Jedoch vertritt Caballero die Meinung, dass die Narration des Ich nur aus dem Verhaltnis zum Anderen moglich ist. Also wird der Andere, genau gesagt, die Anerkennung des Ich durch den Anderen, zum Ausgangspunkt der Narration des Ich. Butler entwickelt diese Anerkennungstheorie von Caballero und betont, dass es unvermeidlich ist, dass in diese Narration fiktive Geschichte eingeht. Außerdem wird die Narration des Ich unvollkommen, so dass der Andere unendlich die Frage stellen muss, wer ich bin. Wer dem Anderen keine Frage stellt, wer er ist, und ihn bloß moralisch verurteilen will, fugt ihm nach der Meinung von Butler ethische Gewalt zu. Wer hingegen einraumt, dass sein Wissen uber den Anderen beschrankt und unvollkommen ist, kann sich dem Anderen gegenuber tolerant verhalten. In Schlinks Der Vorleser handelt es sich auch um das Verhaltnis von ethischem Urteil und Verstehen. Obwohl Michael Hanna als Gehilfin der Nazis moralisch verurteilen soll, gerat er in einen inneren Konflikt, insofern er sie nicht nur liebt, sondern auch ihre besondere Situation als Analphabetin kennt. Seine Kommilitonen und das Gericht stellen jedoch keine Frage an Hanna, um sie und ihre besondere Situation zu verstehen. Stattdessen wollen sie ihren Fall im Rahmen der Allgemeinheit behandeln und dessen Besonderheit nicht berucksichtigen. Diese Kritik spiegelt die Haltung der 68er Generation wider, die bloß von hoher Warte aus die anderen Menschen beurteilen bzw. moralisch verurteilen will, ohne dabei Verstehensfragen zu stellen. Diese arrogante Haltung kann man als ethische Gewalt im Sinne von Butler.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit werde ich Godzilla von Rolf Dieter Brinkmann und Der Vorleser von Bernhard Schlink im Hinblick auf den Themenkomplex des Anderen und der Gewalt behandeln. Zur Textanalyse dienen vor allem die Ethik des Anderen von Levinas und Butler als theoretische Grundlage. In der traditionellen Philosophie betrachtet man den Anderen aus der Perspektive des Ich und verleibt ihn dieser Perspektive ein. Indem das Ich den Anderen restlos versteht und sich ihn aneignet, wird diesem die Andersheit genommen. Der Versuch des Ich, sich des Anderen zu bemachtigen und ihn zu besitzen, beeintrachtigt die friedliche Beziehung zwischen dem Anderen und dem Ich. Um dieser Gewalt des Ich als des Gleichen entgegenzuwirken, stellt Levinas den Begriff des Anderen vor, der vom Ich nicht ganzlich erkannt und daher als unendliches und tranzendentes Sein konzipiert wird. Das Andere wird besonders im Gesicht des Anderen offenbart, aus dem das Ich die ethische Forderung “Du sollst nicht toten” herausliest. Der Andere, der auch als der soziale Schwache, der Arme und der Fremde auftritt, fordert das Ich auch dazu auf, ihm Hilfe zu leisten. Auf der Grundlage der Ethik des Anderen kann man auch Godzilla von Brinkmann betrachten. Dieser Gedichtband besteht aus Texten und Fotos. Außer dieser Intermedialitat ist es vor allem auffallig, dass die Frauen mit Bikini auf diesen Fotos ohne Kopf auftreten. Die medial vermittelten Frauenbilder erregen sexuelle Bedurfnisse des mannlichen Ich, das die Frauen zum bloßen Gegenstand seines Begehrens erniedrigt. Dabei enthullt der Verlust des Frauenkopfes die mannliche Gewalt, die die Individualitat der Frauen ausmerzt und sie auf ihre sexuellen Organe reduziert. Schlinks Roman Der Vorleser wird anhand der Anerkennungstheorie und der Kritik der ethischen Gewalt von Butler interpretiert. Man glaubt, dass die Frage der Identitat, “Wer bin Ich”, von dem Ich selbst ausgeht und die Autobiographie als ihr Produkt hervorbringt. Jedoch vertritt Caballero die Meinung, dass die Narration des Ich nur aus dem Verhaltnis zum Anderen moglich ist. Also wird der Andere, genau gesagt, die Anerkennung des Ich durch den Anderen, zum Ausgangspunkt der Narration des Ich. Butler entwickelt diese Anerkennungstheorie von Caballero und betont, dass es unvermeidlich ist, dass in diese Narration fiktive Geschichte eingeht. Außerdem wird die Narration des Ich unvollkommen, so dass der Andere unendlich die Frage stellen muss, wer ich bin. Wer dem Anderen keine Frage stellt, wer er ist, und ihn bloß moralisch verurteilen will, fugt ihm nach der Meinung von Butler ethische Gewalt zu. Wer hingegen einraumt, dass sein Wissen uber den Anderen beschrankt und unvollkommen ist, kann sich dem Anderen gegenuber tolerant verhalten. In Schlinks Der Vorleser handelt es sich auch um das Verhaltnis von ethischem Urteil und Verstehen. Obwohl Michael Hanna als Gehilfin der Nazis moralisch verurteilen soll, gerat er in einen inneren Konflikt, insofern er sie nicht nur liebt, sondern auch ihre besondere Situation als Analphabetin kennt. Seine Kommilitonen und das Gericht stellen jedoch keine Frage an Hanna, um sie und ihre besondere Situation zu verstehen. Stattdessen wollen sie ihren Fall im Rahmen der Allgemeinheit behandeln und dessen Besonderheit nicht berucksichtigen. Diese Kritik spiegelt die Haltung der 68er Generation wider, die bloß von hoher Warte aus die anderen Menschen beurteilen bzw. moralisch verurteilen will, ohne dabei Verstehensfragen zu stellen. Diese arrogante Haltung kann man als ethische Gewalt im Sinne von Butler.

참고문헌 (22)

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