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소통과 사유의 무능으로서의 ‘악의 평범성’ - 베른하르트 슐링크의 『책 읽어주는 남자』를 중심으로

‘Banalität des Bösen’ als Unfähigkeit zur Kommunikation und zum Denken - in Bezug auf Bernhard Schlinks Der Vorleser

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초록

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt prägte den Begriff der Banalität des Bösen in ihrem Werk Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen(1964). Adolf Eichmann, Logistiker der nazistischen Judenvernichtung, in Jerusalem vor Gericht gestellt, wurde von Arendt nicht als Psychopath und Monster, sondern als ganz normaler, karrierebewusster Bürokrat begriffen. Weil Eichmanns Handlungen nach Arendts Auffassung aus keinerlei tieferen Beweggründen entsprangen, belegte sie dieses Phänomen mit dem Begriff der Banalität des Bösen. In Schlinks Roman Der Vorleser wird das Böse in vergleichbarer Banalität vorgeführt. Hanna Schmitz ist gleichzeitig so banal wie schrecklich böse. Sie stand in einer normverletzenden sexuellen Beziehung mit dem pubertierenden Michael und sie war eine KZ-Wächterin, die wegen des Mordes an jüdische KZ-Häftlingen angeklagt wurde. Aber sie reflektiert weder die eindeutige Unmenschlichkeit ihres Tuns, noch beruft sie sich auf ihr Gewissen. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die Bezeichnung Banalität des Bösen keine Verharmlosung des Bösen ist und vor allem als Versuch verstanden werden kann, das Böse als durch den Menschen Hervorgebrachtes zu betrachten. Daher klammert sie die Frage nach der individuellen Verantwortung keineswegs aus. Eichmann und Hanna waren nicht dazu fähig, sich in den Standpunkt eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Ihre Gedankenlosigkeit und mangelnder Bezug zur Wirklichkeit sind die Ursache für ihre Verbrechen und verbinden ihres alltäglichen Leben mit dem Bösen. Michael und andere Nebenfiguren im Roman, die teilnahmslos und rücksichtslos gegenüber anderen Personen werden, zeigen auch die Banalität des Bösen in seinem Alltagsgesicht. Das Böse präsentiert sich hier wie ein immer Vorhandenes, ohne pathetischen Reiz. In diesem Sinne könnte die Banalität des Bösen, vor der die Kommunikation versagt und an der das Denken scheitert, die ganze Welt überwuchern.

Abstract

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt prägte den Begriff der Banalität des Bösen in ihrem Werk Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen(1964). Adolf Eichmann, Logistiker der nazistischen Judenvernichtung, in Jerusalem vor Gericht gestellt, wurde von Arendt nicht als Psychopath und Monster, sondern als ganz normaler, karrierebewusster Bürokrat begriffen. Weil Eichmanns Handlungen nach Arendts Auffassung aus keinerlei tieferen Beweggründen entsprangen, belegte sie dieses Phänomen mit dem Begriff der Banalität des Bösen. In Schlinks Roman Der Vorleser wird das Böse in vergleichbarer Banalität vorgeführt. Hanna Schmitz ist gleichzeitig so banal wie schrecklich böse. Sie stand in einer normverletzenden sexuellen Beziehung mit dem pubertierenden Michael und sie war eine KZ-Wächterin, die wegen des Mordes an jüdische KZ-Häftlingen angeklagt wurde. Aber sie reflektiert weder die eindeutige Unmenschlichkeit ihres Tuns, noch beruft sie sich auf ihr Gewissen. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die Bezeichnung Banalität des Bösen keine Verharmlosung des Bösen ist und vor allem als Versuch verstanden werden kann, das Böse als durch den Menschen Hervorgebrachtes zu betrachten. Daher klammert sie die Frage nach der individuellen Verantwortung keineswegs aus. Eichmann und Hanna waren nicht dazu fähig, sich in den Standpunkt eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Ihre Gedankenlosigkeit und mangelnder Bezug zur Wirklichkeit sind die Ursache für ihre Verbrechen und verbinden ihres alltäglichen Leben mit dem Bösen. Michael und andere Nebenfiguren im Roman, die teilnahmslos und rücksichtslos gegenüber anderen Personen werden, zeigen auch die Banalität des Bösen in seinem Alltagsgesicht. Das Böse präsentiert sich hier wie ein immer Vorhandenes, ohne pathetischen Reiz. In diesem Sinne könnte die Banalität des Bösen, vor der die Kommunikation versagt und an der das Denken scheitert, die ganze Welt überwuchern.

참고문헌 (12)

  1. 베른하르트 슐링크, "더 리더, 책읽어주는 남자" (2004), 도서출판 이레
  2. Schlink, Berhard, "Der Vorleser" (1997)
  3. 김선욱, "근본악과 평범한 악 개념 : 악 개념의 정치철학적 지평", 사회와 철학, (13), pp.31~50 (2007), 한국사회와철학연구회
  4. 김선욱, "한나 아렌트에 있어서 말과 판단의 보편성 문제 - ??예루살렘의 아이히만??을 중심으로 -", 철학연구, 99, pp.59~78 (2006), 대한철학회
  5. 예루살렘의 아이히만. 악의 평범성에 대한 보고서, "한나 아렌트", 한길사, ~ (2006)
  6. Dreike, Beate M, "Was wäre denn Gerechtigkeit? Zur Rechtsskepsis in Bernhard Schlinks Der Vorleser", pp.55~ (2002), German Life and Letters
  7. Egbers, "Michaela: Interpretationen Deutsch: Bernhard Schlink", Der Vorleser, Stark Verlagsges, ~ (2010)
  8. Feuchert, von Sascha, "Lars: Bernhard Schrink" (2007), Der Vorleser
  9. Löhndorf, "Marion: Banalität des Bösen, Bernhardt Schlinks Roman “Der Vorleser”", Neue Züricher Zeitung, ~
  10. Heigenmoser, Manfred, "Der Vorleser" (2005)
  11. Henke, Klaus-Dietmar, "Das Böse - Nur Banal?", Der Spiegel, 36 (2001)
  12. Schröter, Esther, "Zur Banalität des Bösen bei Hannah Arendt, in: Sic et Non", Zeitschrift für Philosophie und Kultur, 12 (2010), Im Netz,

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