베른하르트 슐링크의 소설 『책 읽어주는 남자』의 법적 담론 연구
Eine Studie zum rechtlichen Diskurs im Roman <Der Vorleser> von Bernhard Schlink
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초록
Die vorliegende Arbeit versteht den Roman <Der Vorleser> von Bernhard Schlink als Reflexion über den rechtlichen Diskurs. Im allgemeinen wird das Recht als absolut betrachtet und keine Ausnahme erlaubt. Doch im Bezug auf den Dekonstruktivismus kann diese Ansicht in Frage gestellt werden. Im Dekonstruktivismus wird die spezielle Interpretation über einen Text als provisorisch betrachtet. Um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, stellt Bernhard Schlink im Roman <Der Vorleser> den literarischen dem rechtlichen Diskurs gegenüber. Der Roman <Der Vorleser> verkörpert die Frage des rechtlichen Diskurses über die persönliche bzw. kollektive Schuld in der NS-Zeit. In diesem Roman geht es um die Schuld, den Prozess und das gerichtliche Urteil über die Verbrechen von Hanna in der NS-Zeit. Dabei handelt es sich um die Gerechtigkeit des gerichtlichen Verfahrens. Die Verbrechen von Hanna sollen ohne Zweifel bestraft werden. Aber angesichts dessen, dass sie ihre Taten ohne Bewusstsein beging, behandelt Schlink das gerichtliche Prozess und Urteil von Hanna im literarischen Diskurs. In diesem Roman spielt das Schreiben von Michael und Hanna eine grosse Rolle. Das Schreiben gilt für Michael als literarische Praktik, um die eigene Vergangenheit zu gestehen und mit der Geschichte zukommunizieren. Für Hanna ist das Schreiben als literarischer Diskurs zu sehen. Mit dem Schreiben überwindet sie den Analphabetismus, wodurch sie für ihre Vergangenheit und die Schuld in der NS-Zeit mit dem Selbstmord ihre Verantwortung übernehmen kann. Anders als das Schreiben gilt das Vorlesen im rechtlichen Diskurs als autoritär und einseitig. Mit der Einseitigkeit des rechtlichen Diskurses, das in dem Analphabetismus von Hanna, dem kollektiven Urteil über die Nazi-Verbrechen, dem Prozess als Urteil, dem Vergessen über die Vergangenheit konkret dargestellt wird, wurde Hanna verurtelt und bestraft. Mit dem gerichtlichen Urteil verliert Hanna die eigentliche Gelegenheit, sich selbst zu bestrafen und zu büssen. Im Gegensatz zum rechtlichen Diskurs wird der literarische Diskurs in der Überwindung des Analphabetismus von Hanna, dem persönlichen Urtel über ihre Nazi Verbrechen, dem Prozess als Vorgang statt Entscheidung und der Erinnerung an die Vergangenheit dargestellt. Mit dieser Gegenüberstellung versucht der Roman Der Vorleser über den rechtlichen Diskurs zu reflektieren.
Abstract
Die vorliegende Arbeit versteht den Roman <Der Vorleser> von Bernhard Schlink als Reflexion über den rechtlichen Diskurs. Im allgemeinen wird das Recht als absolut betrachtet und keine Ausnahme erlaubt. Doch im Bezug auf den Dekonstruktivismus kann diese Ansicht in Frage gestellt werden. Im Dekonstruktivismus wird die spezielle Interpretation über einen Text als provisorisch betrachtet. Um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, stellt Bernhard Schlink im Roman <Der Vorleser> den literarischen dem rechtlichen Diskurs gegenüber. Der Roman <Der Vorleser> verkörpert die Frage des rechtlichen Diskurses über die persönliche bzw. kollektive Schuld in der NS-Zeit. In diesem Roman geht es um die Schuld, den Prozess und das gerichtliche Urteil über die Verbrechen von Hanna in der NS-Zeit. Dabei handelt es sich um die Gerechtigkeit des gerichtlichen Verfahrens. Die Verbrechen von Hanna sollen ohne Zweifel bestraft werden. Aber angesichts dessen, dass sie ihre Taten ohne Bewusstsein beging, behandelt Schlink das gerichtliche Prozess und Urteil von Hanna im literarischen Diskurs. In diesem Roman spielt das Schreiben von Michael und Hanna eine grosse Rolle. Das Schreiben gilt für Michael als literarische Praktik, um die eigene Vergangenheit zu gestehen und mit der Geschichte zukommunizieren. Für Hanna ist das Schreiben als literarischer Diskurs zu sehen. Mit dem Schreiben überwindet sie den Analphabetismus, wodurch sie für ihre Vergangenheit und die Schuld in der NS-Zeit mit dem Selbstmord ihre Verantwortung übernehmen kann. Anders als das Schreiben gilt das Vorlesen im rechtlichen Diskurs als autoritär und einseitig. Mit der Einseitigkeit des rechtlichen Diskurses, das in dem Analphabetismus von Hanna, dem kollektiven Urteil über die Nazi-Verbrechen, dem Prozess als Urteil, dem Vergessen über die Vergangenheit konkret dargestellt wird, wurde Hanna verurtelt und bestraft. Mit dem gerichtlichen Urteil verliert Hanna die eigentliche Gelegenheit, sich selbst zu bestrafen und zu büssen. Im Gegensatz zum rechtlichen Diskurs wird der literarische Diskurs in der Überwindung des Analphabetismus von Hanna, dem persönlichen Urtel über ihre Nazi Verbrechen, dem Prozess als Vorgang statt Entscheidung und der Erinnerung an die Vergangenheit dargestellt. Mit dieser Gegenüberstellung versucht der Roman Der Vorleser über den rechtlichen Diskurs zu reflektieren.
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