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현대 연극텍스트의 퍼포먼스성 - 엘프리데 옐리넥의 『질병 혹은 현대여성들』을 중심으로

Zur Performativität des postdramatischen Theatertextes - In Bezug auf das Werk E. Jelineks Krankheit oder Moderne Frauen

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주제분류독일어와문학

초록

E. Jelinek gehört in der deutschen Frauenliteatur der 80er Jahre zu einer der wenigen radikalen feministischen Autorinnen. Jelinek gilt dennoch unter ihnen als Ausnahmefigur, weil sich ihre Werke durch Inhalt und Darstellungsweise von der übrigen radikalen Frauenliteratur unterscheiden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Klärung des eigentümlichen feministischen Standpunktes von E. Jelinek, wobei ihr Theaterstück Krankheit oder Moderne Frauen im Mittelpunkt steht. Anhand dieses Stückes wird diese Arbeit versucht, die Eigentümlichkeit des feministischen Standpunktes von Jelinek in bezug auf den Diskurs der postdramatischen Theatertheorie zu erläutern und die Aktualität des feministischen Problembewußtsein Jelineks zu zeigen. Die Ausführungen sind in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Kapitel wird der paradigmatische Wechsel der modernen Theatertheorie anhand der Termini Perfomanz und Repräsentation innerhab der Debatten um die ästhetische Funktion des Theaters aufgezeigt. Dabei werden die auf der semiotischen Theorie begründeten Ansichten von E. Fischer-Lichte und Lehmann in Betracht gezogen. Im zweiten Kapitel wird versucht, die wesentliche Züge der von Jelinek als Schauplatz und Spiegel konzipierten postmodernen Theaterbühne zu charaktersieren. Dabei wird die performative Repräsentation des Körpers hervorgehoben. Die bisherige Theaterästhetik hat sich auf die Scheinwelt der Repräsentation konzentriert. Dagegen fungiert das postdramatische Theater als sinnlicher Erfahungsraum des Publikums, wobei die Hervorhebung des Körpers in enger Beziehung zum Sprachspiel und zur Aufwertung des Signifikanten steht. Die Bühne ist nicht mehr ein Raum der Illusion, sondern ein Raum der Äußerung der verkörperten Bühnenfiguren. Im dritten Kapitel wird versucht, das feminisische Thema des Theatertextes Jelineks Krankheit oder Moderne Frauen zu erläutern. Jelinek verknüpft das Verhältnis von Text und Schauplatz mit dem Thema der Unmöglichkeit für Frauen, in den Besitz eines Bildes von sich selbst zu gelangen. Im Vergleich zu Männern bleiben Frauen als Angeschaute in der symbolischen Welt immer abhängig von Fremdbildern. Es zeigt sich in diesem Theaterstück das Unvermögen der Frauen, in den heutigen gesellschaftlichen Strukturen ihre eigene Gestalt zu besitzen. Daraus folgt die Frage Jelineks, wie ein eigenes Bild der Frauen jenseits männlicher Projektionen aussehen könnte.

Abstract

E. Jelinek gehört in der deutschen Frauenliteatur der 80er Jahre zu einer der wenigen radikalen feministischen Autorinnen. Jelinek gilt dennoch unter ihnen als Ausnahmefigur, weil sich ihre Werke durch Inhalt und Darstellungsweise von der übrigen radikalen Frauenliteratur unterscheiden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Klärung des eigentümlichen feministischen Standpunktes von E. Jelinek, wobei ihr Theaterstück Krankheit oder Moderne Frauen im Mittelpunkt steht. Anhand dieses Stückes wird diese Arbeit versucht, die Eigentümlichkeit des feministischen Standpunktes von Jelinek in bezug auf den Diskurs der postdramatischen Theatertheorie zu erläutern und die Aktualität des feministischen Problembewußtsein Jelineks zu zeigen. Die Ausführungen sind in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Kapitel wird der paradigmatische Wechsel der modernen Theatertheorie anhand der Termini Perfomanz und Repräsentation innerhab der Debatten um die ästhetische Funktion des Theaters aufgezeigt. Dabei werden die auf der semiotischen Theorie begründeten Ansichten von E. Fischer-Lichte und Lehmann in Betracht gezogen. Im zweiten Kapitel wird versucht, die wesentliche Züge der von Jelinek als Schauplatz und Spiegel konzipierten postmodernen Theaterbühne zu charaktersieren. Dabei wird die performative Repräsentation des Körpers hervorgehoben. Die bisherige Theaterästhetik hat sich auf die Scheinwelt der Repräsentation konzentriert. Dagegen fungiert das postdramatische Theater als sinnlicher Erfahungsraum des Publikums, wobei die Hervorhebung des Körpers in enger Beziehung zum Sprachspiel und zur Aufwertung des Signifikanten steht. Die Bühne ist nicht mehr ein Raum der Illusion, sondern ein Raum der Äußerung der verkörperten Bühnenfiguren. Im dritten Kapitel wird versucht, das feminisische Thema des Theatertextes Jelineks Krankheit oder Moderne Frauen zu erläutern. Jelinek verknüpft das Verhältnis von Text und Schauplatz mit dem Thema der Unmöglichkeit für Frauen, in den Besitz eines Bildes von sich selbst zu gelangen. Im Vergleich zu Männern bleiben Frauen als Angeschaute in der symbolischen Welt immer abhängig von Fremdbildern. Es zeigt sich in diesem Theaterstück das Unvermögen der Frauen, in den heutigen gesellschaftlichen Strukturen ihre eigene Gestalt zu besitzen. Daraus folgt die Frage Jelineks, wie ein eigenes Bild der Frauen jenseits männlicher Projektionen aussehen könnte.

참고문헌 (17)

  1. Jelinek, Elfriede, "Theaterstücke" (2004), Hamburg
  2. Arnold, H.L., "Elfriede Jelinek", Text+Kritik, 117 (1999)
  3. Baisch, Katharina, "Gender Revisited" (2002), Stuttgart
  4. Barthes, Roland, "Das Reich des Zeichen", pp.1981, Frankfurt
  5. Fischer-Lichte, Erika, "Ästhetik des Performativen", pp.2004, Frankfurt
  6. Flusser, Vilėm, "Für eine Philosophie der Fotographie", pp.1999, Frankfurt
  7. Grubitzsch, Helga, "Frauen-Literatur-Revolution" (1992), Pfaffenweiler
  8. Janz Marlies, "Elfriede Jelinek" (1995), Stuttgart
  9. Landes, Brigitte, "stets das Ihre Elfriede Jelinek" (2006), Theater der Zeit Arbeitsbuch
  10. Lehmann, Hans-Thies, "Postdramatisches Theater", pp.1999, Frankfurt
  11. Lindhoff, Lena, "Einführung in die feministische Liteaturtheorie" (1995), Stuttgart
  12. Lücke, Bärbel, "Elfriede Jelinek" (2008), Paderborn
  13. Meyer, Anja, "Elfriede Jelinek in der Geschlechterpresse" (1994), Hildesheim
  14. Moebius, Stephan, "Kultur. Theorien der Gegenwart" (2006), Wiesbaden
  15. Presber, Gabriele, "Elfriede Jelinek. In: Frauenleben, Frauenpolitik. Rückschläge und Utopien" (1992), Tübingen
  16. Schössler, Franziska, "Elfriede Jelineks Demontage des (männlichen) Theaterbetriebs", Deutschunterricht, 4 (2006)
  17. Zittel, Claus, "Positionen der Jelinek-Forschung" (2008)

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