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매체와 젠더질서 - 바흐만의 소설『말리나』를 중심으로 -

Medien und Genderordnung - Am Beispiel Malina von Ingeborg Bachmann

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주제분류독일어와문학

초록

Im Buch Malina zeigt Ingeborg Bachmann eine Strategie zur Suche nach neuer Weiblichkeit auf. Dadurch, dass Bachmann die Medien methaphorisch darstellt, vermittelt sie aus feministischer Sicht zwei bedeutende Aspekte. Erstens kritisiert Bachmann, dass die Medien im patriarchalischen Diskurs von männlicher Macht kontrolliert werden, indem sie darlegt, dass die Medien "gegendert" würden. Nach Bachmann ist die Sprache das Medium, das die Macht des Patriarchats stärkt. Der Vater in Malina raubt der weiblichen Ich-Figur die Sprache. Ivan und Malina hingegen domestizieren die weibliche Ich-Figur mit Hilfe der gegebenen patriarchalischen Sprache, um jede Art der kreativen Selbstäußerung vom weiblichen Ich fernzuhalten. Des Weiteren wird durch Bachmann deutlich: - wenn die Welt des Bewusstseins durch die Sprache "gegendert" wird, wird auch das Unterbewusstsein durch die Außenwelt "gegendert". Selbst die Ungargasse, welche für die weibliche Ich-Figur den am ruhigsten und friedvollsten Privat-Raum darstellt, erweist sich als ein von Männern beherrschter Raum. Die Strasse, das Haus und selbst das Schlafzimmer kontrollieren in subtiler Weise das weibliche Ich, indem diese heimlichen Privat-Räume der Frauen die Regelung der öffenlichen Räume gemäß der Geschlechterordnung nachahmen. Frauen sollen den Hausherren ihre Privaträume stets öffnen, während die Männer gegenüber den Frauen das Betreten männlicher Räume zum Tabu erklären. Darüber hinaus beschäftigt sich Bachmann mit dem Telefon, das die Entwicklung der Technik symbolisiert. Das Telefon zeigt sich in Malina als monologisches Medium, welches nur das patriarchalische Geschlechterverhältnis stark fördert. Dabei symbolisiert das Telefon die politische Macht der Männer, die diese, als Besitzer des Mediums, in den Händen halten. Ivan spricht mit der Ich-Figur am Telefon immer nur monologisch, während Malina in der letzten Szene am Telefon so weit geht, dass sie das Wesen des weiblichen Ichs verneint. Die Medien sind nach Bachmann keineswegs wertneutral, wie der Technikdeterminismus behauptet. Entgegen der Aussage des Technikdeterminismus, die technische Entwicklung der Medien bestimme die Menschen, stellt Bachmann die These auf, die Medien würden durch patriarchalische Diskurse eine männerdominierte Genderordnung reproduzieren. Als zweiten Aspekt versucht Bachmann durch die Metapher der Medien, das Modell neuer Weiblichkeit darzustellen. Das weibliche Ich drückt durch die Metapher der Medien die Hoffnung aus, dass Frauen eines Tages auch in ihrem künstlerischen Schaffenfrei sein werden, ohne sich an von Männern aufgestellten Normen orientieren zu müssen. Jedoch führt ihre Hoffnung nicht zu einem erfolgreichen Ergebnis. Die Medien, wie die Sprache, der Raum, das Telefon und die Briefe, symbolisieren nur die begrenzte Situation der Frauen, ohne den Frauen eine Hilfe bei der Emanzipation zu sein. Trotzdem führt Bachmann durch die Metapher der Medien im doppeldeutigen Sinn den Leser zu der neuen Erkenntnis, dass Medien das Geschlechterverhältnis widerspiegeln. Bachman stellt dar, dass die weibliche Sprache sich in ganz anderer Weise von der gegebenen männerzentrischen Sprache unterscheidet. Die Sprache des weiblichen Ich erscheint gerade in Form der Entfremdung, da nur in dieser Form die patriarchalische Sprache relativiert werden kann. Gerade die zusammenhangslos erscheinenden Briefe des weiblichen Ich relativieren die auf Logos konzentrierte Männersprache. Das Ich dekonstruiert den patriarchalischen Raum, indem sie die Wand einreißt. Und schliesslich beklagt sie diesen Tod als Mord. Dieser Tod symbolisiert die Wahl des weiblichen Ichs, mit welcher sie sich wünscht, als neues kulturelles Wesen wieder zur Welt zu kommen, statt sich mit der gegebenen Sprache ausdrücken zu müssen. In diesem Sinne kann dieser Tod als letzte Opposition interpretiert werden, in der das weibliche Ich die patriarchalische Sprache von sich weist.

Abstract

Im Buch Malina zeigt Ingeborg Bachmann eine Strategie zur Suche nach neuer Weiblichkeit auf. Dadurch, dass Bachmann die Medien methaphorisch darstellt, vermittelt sie aus feministischer Sicht zwei bedeutende Aspekte. Erstens kritisiert Bachmann, dass die Medien im patriarchalischen Diskurs von männlicher Macht kontrolliert werden, indem sie darlegt, dass die Medien "gegendert" würden. Nach Bachmann ist die Sprache das Medium, das die Macht des Patriarchats stärkt. Der Vater in Malina raubt der weiblichen Ich-Figur die Sprache. Ivan und Malina hingegen domestizieren die weibliche Ich-Figur mit Hilfe der gegebenen patriarchalischen Sprache, um jede Art der kreativen Selbstäußerung vom weiblichen Ich fernzuhalten. Des Weiteren wird durch Bachmann deutlich: - wenn die Welt des Bewusstseins durch die Sprache "gegendert" wird, wird auch das Unterbewusstsein durch die Außenwelt "gegendert". Selbst die Ungargasse, welche für die weibliche Ich-Figur den am ruhigsten und friedvollsten Privat-Raum darstellt, erweist sich als ein von Männern beherrschter Raum. Die Strasse, das Haus und selbst das Schlafzimmer kontrollieren in subtiler Weise das weibliche Ich, indem diese heimlichen Privat-Räume der Frauen die Regelung der öffenlichen Räume gemäß der Geschlechterordnung nachahmen. Frauen sollen den Hausherren ihre Privaträume stets öffnen, während die Männer gegenüber den Frauen das Betreten männlicher Räume zum Tabu erklären. Darüber hinaus beschäftigt sich Bachmann mit dem Telefon, das die Entwicklung der Technik symbolisiert. Das Telefon zeigt sich in Malina als monologisches Medium, welches nur das patriarchalische Geschlechterverhältnis stark fördert. Dabei symbolisiert das Telefon die politische Macht der Männer, die diese, als Besitzer des Mediums, in den Händen halten. Ivan spricht mit der Ich-Figur am Telefon immer nur monologisch, während Malina in der letzten Szene am Telefon so weit geht, dass sie das Wesen des weiblichen Ichs verneint. Die Medien sind nach Bachmann keineswegs wertneutral, wie der Technikdeterminismus behauptet. Entgegen der Aussage des Technikdeterminismus, die technische Entwicklung der Medien bestimme die Menschen, stellt Bachmann die These auf, die Medien würden durch patriarchalische Diskurse eine männerdominierte Genderordnung reproduzieren. Als zweiten Aspekt versucht Bachmann durch die Metapher der Medien, das Modell neuer Weiblichkeit darzustellen. Das weibliche Ich drückt durch die Metapher der Medien die Hoffnung aus, dass Frauen eines Tages auch in ihrem künstlerischen Schaffenfrei sein werden, ohne sich an von Männern aufgestellten Normen orientieren zu müssen. Jedoch führt ihre Hoffnung nicht zu einem erfolgreichen Ergebnis. Die Medien, wie die Sprache, der Raum, das Telefon und die Briefe, symbolisieren nur die begrenzte Situation der Frauen, ohne den Frauen eine Hilfe bei der Emanzipation zu sein. Trotzdem führt Bachmann durch die Metapher der Medien im doppeldeutigen Sinn den Leser zu der neuen Erkenntnis, dass Medien das Geschlechterverhältnis widerspiegeln. Bachman stellt dar, dass die weibliche Sprache sich in ganz anderer Weise von der gegebenen männerzentrischen Sprache unterscheidet. Die Sprache des weiblichen Ich erscheint gerade in Form der Entfremdung, da nur in dieser Form die patriarchalische Sprache relativiert werden kann. Gerade die zusammenhangslos erscheinenden Briefe des weiblichen Ich relativieren die auf Logos konzentrierte Männersprache. Das Ich dekonstruiert den patriarchalischen Raum, indem sie die Wand einreißt. Und schliesslich beklagt sie diesen Tod als Mord. Dieser Tod symbolisiert die Wahl des weiblichen Ichs, mit welcher sie sich wünscht, als neues kulturelles Wesen wieder zur Welt zu kommen, statt sich mit der gegebenen Sprache ausdrücken zu müssen. In diesem Sinne kann dieser Tod als letzte Opposition interpretiert werden, in der das weibliche Ich die patriarchalische Sprache von sich weist.

참고문헌 (23)

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  21. 잉에보르크 바하만, "말리나" (1992), 대성
  22. 장순란, "후기구조주의와 잉에보르크 바흐만의 『말리나』 - 해체적 글쓰기의 이론과 실제", 독일문학, 44(3), pp.192~215 (2003), 한국독어독문학회
  23. 줄리아 우드, "젠더에 갇힌 삶" (2006), 커뮤니케이션 북스

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