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Literarturkanons in der funktional ausdifferenzierten Gesellschaft
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초록
Die vorliegende Arbeit beabsichtigt, die Evolutionsgeschichte der literarischen Kanonisierung in der funktional ausdifferenzierten Gesellschaft aus system- theoretischer Perspektive unter die Lupe zu nehmen(Kapital II) und die Funktion der Literaturkanons mit Hilfe von kultursoziologischen Ansätzen zu analysieren(Kapital III). Insofern unter Kanonisierung ein Typ der sozialen Operationen im Literatursystem verstanden wird, hat diese Kanonisierung die Funktion, das Literatursystem mit anderen Sozialsystemen zu verbinden. Kanons sind über Kommunikatinon über literarische Texte rekonstruierbar. Im selbstreferenziellen Literatursystem besteht eine weitere Funktion dieser Kanonisierung darin, Differenz zu bearbeiten und zu bewerten, weil die Grundstruktur von Kanonisierung als Unterscheidung bestimmt werden kann. Diese Funktionsbestimmung kann die Kanonpluralität, also das Neben- und Gegeneinander verschiedener Kanons erklären. Darüber hinaus kann man feststellen, dass es nicht allein um die kanonisierten literarischen Texte geht, sondern auch ihre Wertvorstellungen, die sie repräsentieren sollen. In diesem Sinne tragen die Kanons sowohl zur Selbstdarstellung und Identitätsstiftung einer Gruppe oder Gesellschaft bei, als auch sie dienen der Legitimation der Gruppe gegen andere. Schließlich liefern Kanons Handlungsorientierung. Um diese Funktionen der Literaturkanons kultursoziologisch zur Schau zu stellen, wird in dieser Arbeit der Begriff “Distinktion” von Pierre Bourdieu und die Wertewandel-These von Gerhard Schulze eingeführt, ins Detail gegangen und auf den Bereich Literaturkanons in Anwendung gebracht.
Abstract
Die vorliegende Arbeit beabsichtigt, die Evolutionsgeschichte der literarischen Kanonisierung in der funktional ausdifferenzierten Gesellschaft aus system- theoretischer Perspektive unter die Lupe zu nehmen(Kapital II) und die Funktion der Literaturkanons mit Hilfe von kultursoziologischen Ansätzen zu analysieren(Kapital III). Insofern unter Kanonisierung ein Typ der sozialen Operationen im Literatursystem verstanden wird, hat diese Kanonisierung die Funktion, das Literatursystem mit anderen Sozialsystemen zu verbinden. Kanons sind über Kommunikatinon über literarische Texte rekonstruierbar. Im selbstreferenziellen Literatursystem besteht eine weitere Funktion dieser Kanonisierung darin, Differenz zu bearbeiten und zu bewerten, weil die Grundstruktur von Kanonisierung als Unterscheidung bestimmt werden kann. Diese Funktionsbestimmung kann die Kanonpluralität, also das Neben- und Gegeneinander verschiedener Kanons erklären. Darüber hinaus kann man feststellen, dass es nicht allein um die kanonisierten literarischen Texte geht, sondern auch ihre Wertvorstellungen, die sie repräsentieren sollen. In diesem Sinne tragen die Kanons sowohl zur Selbstdarstellung und Identitätsstiftung einer Gruppe oder Gesellschaft bei, als auch sie dienen der Legitimation der Gruppe gegen andere. Schließlich liefern Kanons Handlungsorientierung. Um diese Funktionen der Literaturkanons kultursoziologisch zur Schau zu stellen, wird in dieser Arbeit der Begriff “Distinktion” von Pierre Bourdieu und die Wertewandel-These von Gerhard Schulze eingeführt, ins Detail gegangen und auf den Bereich Literaturkanons in Anwendung gebracht.
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