문학사서술과 “성(性)의 질서” - 낭만주의 여성작가를 중심으로
Kanonbildung und die Geschlechtsdifferenz in der Deutschen Literaturgeschichte
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초록
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Kanonbildung durch die Literaturgeschichtsschreibung in der Vergangenheit und in der notwendig kanonbildenden Praxis der Gegenwart am Beispiel der Autorinnen der Romantik. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert war Literatur als ästhetische Produktion ein autonomes Feld kultureller Tätigkeit, aber die Autonomie galt nur für Männer als Kultur- und Literaturproduzenten. Die in der Romantik propagierte Geschlechterdifferenz hat nachhaltig gewirkt und die Schrift- stellerinnen der Romantik auf einen Kanon von Musen reduziert. Die “Frauen der Romantik” oder die schreibenden Frauen der Romantik wurden als vorbildliche und interessante Frauen mythisiert, während die Männer “die Kunstrichter” über die literarische Tätigkeit der Frauen waren. Die feste “Ordnung der Geschlechter” ging in die um 1840 beginnende National- literaturgeschichtsschreibung ein. Infolgedessen herrscht die Mythisierung der romantischen Autorin als liebende Frau im wissenschaftlich-männlichen Literaturkanon das 19. Jahrhundert vor. Eine ernsthafte Beschäftigung mit deren Werken findet nicht statt. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde die Forderung erhoben, sich mit der kulturellen und historischen Rolle der romantischen Autorinnen zu beschäftigen und die Biographien einzelner Frauen und Frauengeschichten zu schreiben. Die ersten philologischen und literaturhistorischen Arbeiten zu Frauen als Persönlichkeit und als Autorin sind diesem neuen Interesse an Frauen geschuldet. Erst mit der Frauenbewegung (Feminismus) wurde die Neu- bewertung als Autorin, eine gewisse Kanonisierung und die lebhafte Rezeption romantischer Autorinnen eingeleitet. In der gegenwärtigen Praxis der Kanon- bildung gibt es einerseits kritische Stimmen über den ästhetischen Wert der Texte der Autorinnen besonders in der Hochschul-Germanistik, andererseits fördern die meisten Verlage und die Medien die Kanonisierung einiger Elite- Frauen als Autorinnen der Romantik. Auch in der aktuellen genderorientierten Kanonforschung wird betont, dass die Studien zu bisher nicht-kanonisierten (und zu den wenigen kanonisierten) Autorinnen Neuland erschließen können, zumal es in der heutigen funktional ausdifferenzierten Gesellschaft keinen absoluten, universal gültigen Standard in Bezug auf den ästhetischen Wert gibt.
Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Kanonbildung durch die Literaturgeschichtsschreibung in der Vergangenheit und in der notwendig kanonbildenden Praxis der Gegenwart am Beispiel der Autorinnen der Romantik. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert war Literatur als ästhetische Produktion ein autonomes Feld kultureller Tätigkeit, aber die Autonomie galt nur für Männer als Kultur- und Literaturproduzenten. Die in der Romantik propagierte Geschlechterdifferenz hat nachhaltig gewirkt und die Schrift- stellerinnen der Romantik auf einen Kanon von Musen reduziert. Die “Frauen der Romantik” oder die schreibenden Frauen der Romantik wurden als vorbildliche und interessante Frauen mythisiert, während die Männer “die Kunstrichter” über die literarische Tätigkeit der Frauen waren. Die feste “Ordnung der Geschlechter” ging in die um 1840 beginnende National- literaturgeschichtsschreibung ein. Infolgedessen herrscht die Mythisierung der romantischen Autorin als liebende Frau im wissenschaftlich-männlichen Literaturkanon das 19. Jahrhundert vor. Eine ernsthafte Beschäftigung mit deren Werken findet nicht statt. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde die Forderung erhoben, sich mit der kulturellen und historischen Rolle der romantischen Autorinnen zu beschäftigen und die Biographien einzelner Frauen und Frauengeschichten zu schreiben. Die ersten philologischen und literaturhistorischen Arbeiten zu Frauen als Persönlichkeit und als Autorin sind diesem neuen Interesse an Frauen geschuldet. Erst mit der Frauenbewegung (Feminismus) wurde die Neu- bewertung als Autorin, eine gewisse Kanonisierung und die lebhafte Rezeption romantischer Autorinnen eingeleitet. In der gegenwärtigen Praxis der Kanon- bildung gibt es einerseits kritische Stimmen über den ästhetischen Wert der Texte der Autorinnen besonders in der Hochschul-Germanistik, andererseits fördern die meisten Verlage und die Medien die Kanonisierung einiger Elite- Frauen als Autorinnen der Romantik. Auch in der aktuellen genderorientierten Kanonforschung wird betont, dass die Studien zu bisher nicht-kanonisierten (und zu den wenigen kanonisierten) Autorinnen Neuland erschließen können, zumal es in der heutigen funktional ausdifferenzierten Gesellschaft keinen absoluten, universal gültigen Standard in Bezug auf den ästhetischen Wert gibt.
참고문헌 (16)
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