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독일 김나지움 문학교육에서의 정전 문제

Kanonfrage des Literaturunterrichts im deutschen Gymnasium

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Kanonfrage im deutschen gymnasialen Literaturunterricht. Im 1. Kapitel geht es von zwei Fragestellungen aus: erstens, ob der konventionelle Begriff ‘Bildungskanon’ des deutschen Bildungsbürgertums mit der zeitgenössischen Aktualität Schritt halten kann. Zweitens, wie der herkömmliche Literaturunterricht bis jetzt ausgeübt worden ist. Diese kritischen Betrachtungen können vor allem damit begründet werden, dass der Schulkanon nicht zuletzt nach dem Postulat ‘typisch deutsch’ praktiziert worden ist. Aber in unserem medialen und multikulturellen Zeitalter funktioniert der traditionelle Nationalkanon weder als “kulturelles Kapital” noch als Kriterium der Subjektivisierung der Schülerinnen und Schüler. Das Kanon-Wissen dient bloßeiner potentiellen Selbstfindung, deren Umsetzung die Sache des einzelnen Individuums ist. Im 2. Kapitel werden die oben beschriebenen Thesen weiter vertieft. Nach den Ansätzen des konservativen Didaktikers H. Müller-Michaels kann die Kategorie “Denkbilder” für die Besprechung emotionaler Dispositionen und ethischer Wertentscheidungen in sozialen Konflikten angewandt werden. In diesem Sinne ist sie die “charismatische Ideologie”(P.Bourdieu) der bürgerlichen Gesellschaft. Aber das heutige Verständnis des literarischen Kanons sollte mit dem Anspruch verbunden werden, für alle gesellschaftlichen Schichten kulturell gültig zu sein. Im Literaturunterricht muss vielmehr der Differenzierungsprozess berücksichtigt werden, der die verschiedenen Aspekte z.B. soziale Identität, persönliche Emotionalität, diverse Sinnkonzepte usw. evoziert. Das ist der entscheidendeGrund, warum die Kategorie “Denkbilder” nicht zur Bestimmung von pädagogischem Lernziel taugt. Begriffe wie Literarische Bildung und literarischer Kanon können dann ihre volle Bedeutung bewahren, solange ihre Verwendung die ganze Breite und Vielfalt der Kultur zeitgemäß umfasst.

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Kanonfrage im deutschen gymnasialen Literaturunterricht. Im 1. Kapitel geht es von zwei Fragestellungen aus: erstens, ob der konventionelle Begriff ‘Bildungskanon’ des deutschen Bildungsbürgertums mit der zeitgenössischen Aktualität Schritt halten kann. Zweitens, wie der herkömmliche Literaturunterricht bis jetzt ausgeübt worden ist. Diese kritischen Betrachtungen können vor allem damit begründet werden, dass der Schulkanon nicht zuletzt nach dem Postulat ‘typisch deutsch’ praktiziert worden ist. Aber in unserem medialen und multikulturellen Zeitalter funktioniert der traditionelle Nationalkanon weder als “kulturelles Kapital” noch als Kriterium der Subjektivisierung der Schülerinnen und Schüler. Das Kanon-Wissen dient bloßeiner potentiellen Selbstfindung, deren Umsetzung die Sache des einzelnen Individuums ist. Im 2. Kapitel werden die oben beschriebenen Thesen weiter vertieft. Nach den Ansätzen des konservativen Didaktikers H. Müller-Michaels kann die Kategorie “Denkbilder” für die Besprechung emotionaler Dispositionen und ethischer Wertentscheidungen in sozialen Konflikten angewandt werden. In diesem Sinne ist sie die “charismatische Ideologie”(P.Bourdieu) der bürgerlichen Gesellschaft. Aber das heutige Verständnis des literarischen Kanons sollte mit dem Anspruch verbunden werden, für alle gesellschaftlichen Schichten kulturell gültig zu sein. Im Literaturunterricht muss vielmehr der Differenzierungsprozess berücksichtigt werden, der die verschiedenen Aspekte z.B. soziale Identität, persönliche Emotionalität, diverse Sinnkonzepte usw. evoziert. Das ist der entscheidendeGrund, warum die Kategorie “Denkbilder” nicht zur Bestimmung von pädagogischem Lernziel taugt. Begriffe wie Literarische Bildung und literarischer Kanon können dann ihre volle Bedeutung bewahren, solange ihre Verwendung die ganze Breite und Vielfalt der Kultur zeitgemäß umfasst.

참고문헌 (20)

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