상호문화적 공손 연구의 가능성에 대하여
Zur interkulturellen Höflichkeitsforschung
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, eine interkulturell orientiere Höflichkeitsforschung zu konzipieren und in den derzeitigen Höflichkeitsdiskurs einzuführen. Dieser Ansatz versteht sich nicht als eine völlig neue Konzeption für die Erfassung und Beschreibung der verschiedenen Höflichkeitsphänomene in den verschiedenen Kulturen, sondern mit ihm wird versucht, den derzeitigen Höflichkeitsdiskurs um die höflichkeitsrelevanten kulturspezifischen Werte und Normen zu ergänzen und zu bereichern. Hierbei will dieser Ansatz sich bei der Diskussion über den Universalismus oder Pankulturalismus der Höflichkeitstheorie auf der einen und den Relativismus auf der anderen Seite, wie sie von Brown/Levinson (1987) ausgelöst wurde, nicht direkt an einer bestimmten Seite anknüpfen, sondern er setzt sich zum Ziel, die Schwächen dieser Theorie, die Aspekte der zahlreichen kulturspezifischen Höflichkeitsphänomene verschiedener Kulturen im großen und ganzen ignoriert zu haben, nach und nach zu beseitigen. Zu diesem Zweck wurde exemplarisch eine interpersonale Kontaktszene, in der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen aufeinandertreffen, daraufhin analysiert, wie die Teilnehmer wegen der fremdartigen Verhalten des fremdkulturellen Partners Unannehmlichkeiten oder sogar auch Beziehungsstörungen erleben, so dass ihnen erst die kulturellen Unterschiede bewusst werden und sie dann für deren Gefahren sensibilisiert werden. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen vor allem die Aspekte der Gesichtsbedrohung und -schützstrategien im Sinne von Brown/Levinson (1987). Es wird gezeigt, wie das höfliche Verhalten von sozio-kulturellen Normen und Gewohnheiten mitbestimmt wird und dass die auf dem individuellen Gesicht aufbauende Höflichkeitstheorie auf die westlichen Kulturen eingeschränkt angewendet werden muss. Selbstverständlich bedarf es diesbezüglich weiterer Untersuchungen. Es gilt z.B. zu untersuchen, welche Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Kommunikationsstilen, die den kulturspezifischen Normen und Werten entspringen, und den geltenden kulturspezifischen Höflichkeitsnormen bestehen.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, eine interkulturell orientiere Höflichkeitsforschung zu konzipieren und in den derzeitigen Höflichkeitsdiskurs einzuführen. Dieser Ansatz versteht sich nicht als eine völlig neue Konzeption für die Erfassung und Beschreibung der verschiedenen Höflichkeitsphänomene in den verschiedenen Kulturen, sondern mit ihm wird versucht, den derzeitigen Höflichkeitsdiskurs um die höflichkeitsrelevanten kulturspezifischen Werte und Normen zu ergänzen und zu bereichern. Hierbei will dieser Ansatz sich bei der Diskussion über den Universalismus oder Pankulturalismus der Höflichkeitstheorie auf der einen und den Relativismus auf der anderen Seite, wie sie von Brown/Levinson (1987) ausgelöst wurde, nicht direkt an einer bestimmten Seite anknüpfen, sondern er setzt sich zum Ziel, die Schwächen dieser Theorie, die Aspekte der zahlreichen kulturspezifischen Höflichkeitsphänomene verschiedener Kulturen im großen und ganzen ignoriert zu haben, nach und nach zu beseitigen. Zu diesem Zweck wurde exemplarisch eine interpersonale Kontaktszene, in der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen aufeinandertreffen, daraufhin analysiert, wie die Teilnehmer wegen der fremdartigen Verhalten des fremdkulturellen Partners Unannehmlichkeiten oder sogar auch Beziehungsstörungen erleben, so dass ihnen erst die kulturellen Unterschiede bewusst werden und sie dann für deren Gefahren sensibilisiert werden. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen vor allem die Aspekte der Gesichtsbedrohung und -schützstrategien im Sinne von Brown/Levinson (1987). Es wird gezeigt, wie das höfliche Verhalten von sozio-kulturellen Normen und Gewohnheiten mitbestimmt wird und dass die auf dem individuellen Gesicht aufbauende Höflichkeitstheorie auf die westlichen Kulturen eingeschränkt angewendet werden muss. Selbstverständlich bedarf es diesbezüglich weiterer Untersuchungen. Es gilt z.B. zu untersuchen, welche Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Kommunikationsstilen, die den kulturspezifischen Normen und Werten entspringen, und den geltenden kulturspezifischen Höflichkeitsnormen bestehen.
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