문자의 변신과 제의적 글쓰기 - 다와다 요코의 『변신』에 나타난 문자와 글쓰기 연구
Die Verwandlung der Buchstaben und das rituelle Schreiben - Eine Studie zur Schrift und zum Schreiben in Verwandlungen von Yoko Tawada
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초록
본 논문에서는 다와다 요코의 『변신』에 나타나는 문자라는 주제에 초점을 맞추어 작가의 시학으로서 제의적 글쓰기가 갖는 의미를 밝혀내고자 한다. 다와다 요코는 문자텍스트의 공간성에 주목하며, 검은 글자 외에 사잇공간으로서의 하얀 화면을 강조한다. 이러한 하얀 화면은 삭제되었거나 억압된 생각이 묻혀 있는 묘지와도 같은데, 다와다 요코는 그곳에서 떠돌아다니는 유령들을 불러내는 초혼의 글쓰기를 한다. 또한 다와다 요코에게 글쓰기는 종이나 화면에 쓰는 신체 외적인 글쓰기 외에 신체 내적인 글쓰기를 의미하기도 한다. 무의식 차원에서 나타나 신체에 각인되는 문자들은 결코 완전히 해독할 수 없는 흔적과도 같다. 원시사회의 성인식에서 외부로부터 문자가 신체에 각인되었다면, 여기서는 신체 내부에 무의식의 문자가 새겨진다. 이런 점에서 이것은 현적으로 재해석된 제의적 글쓰기라고 할 수 있을 것이다. 의식적인 생각을 기록하며 의미를 포착한다고 여겨지는 표음문자는 무의식적인 이미지를 상징하는 표의문자를 억압한다. 이에 반해 다와다 요코는 알파벳 자모를 음성으로부터 해방시켜 그것의 형상성을 강조함으로써 음성중심주의 내지 로고스중심주의를 비판한다. 이로써 알파벳 자모는 최종적인 기의에 얽매이지 않고 자유롭게 변신하며 새로운 의미를 만들어낼 수 있다. 이처럼 무의식 차원에서 이루어지는 꿈의 글쓰기는 세계를 해명하기보다는 오히려 비밀을 만들어내는 신비스러운 제의적 글쓰기이다.
Abstract
In der Poetikvorlesung Verwandlungen beschäftigt sich Yoko Tawada mit Stimme, Schrift und Gesicht. In der vorliegenden Arbeit gehe ich auf das Thema ‘Schrift’ ein, wobei ich vor allem die Poetik Tawadas als rituelles Schreiben herausstellen will. Die bisherige Forschung hat den Fokus auf die Schriftbildichkeit bei Yoko Tawada gelegt und betont, dass der der phonetischen Schrift inhärente ideographische Charakter als ihr Ursprung im Verborgenen lag. Trotz des richtigen Verweises darauf hat sie einige wichtige Punkte übersehen, auf die ich in dieser Arbeit aufmerksam machen will. Zuerst muss man auf den raumgebundenen Aspekt des schriftlichen Textes aufmerksam werden. Tawada sagt, dass man Buchstaben setzt, indem man schreibt. Dies bedeutet, dass man durch das Schreiben den Text räumlich organisiert, indem man z.B. den Titel ganz nach oben stellt und groß und fett schreibt, die Fußnoten ganz unten mit Zitat setzt, so dass man die Bedeutungen jedes Teils in räumlicher Konstellation feststellen kann. Aus dieser Perspektive kann man außer den schwarzen Schriftzeichen auch den weißen Bildschirm wahrnehmen. Tawada vergleicht diesen Bildschirm mit einem Friedhof, auf dem die verdrängten Gedanken begraben liegen und als Gespenster auf ihren Abruf warten. Indem sie diese Gespenster heraufbeschwört, gewinnt ihr Schreiben einen rituellen Charakter. Für Tawada ist das Schreiben nicht nur Schreiben auf dem Papier oder dem Bildschirm, sondern auch Schreiben auf der Haut. Auf der Ebene des Unbewussten werden jedoch Buchstaben in unseren Körper eingeschrieben. Während man in Initiationsritualen der primitiven Gesellschaften anhand folterähnlicher Methoden Zeichen in den Körper eingeschrieben hat, geschieht das unbewusste Schreiben im Körper. Dadurch kommt diesem unbewussten Schreiben ein moderner ritueller Charakter zu. Die phonetische Schrift als Aufzeichnung der Stimme verbirgt das Ideogramm als ihren Ursprung. Tawada will die Buchstaben, die der Stimme unterworfen sind, von dieser befreien und durch ihre für das Anagramm charakteristische zufällige Kombination in Phantasietiere verwandeln. Indem sie Kritik am Phonozentrismus übt und das endgültige Signifikat als Illusion entlarvt, bejaht sie die Verwandelbarkeit der Buchstaben. In diesem Zusammenhang erhellt ihr rituelles Schreiben nicht die Welt, sondern erzeugt Geheimnisse.
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