『책읽어주는 남자』에 나타난 나치 시대사의 형상화 문제점
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초록
Bei dem Roman „Der Vorleser“ handelt es sich um die Beziehung eines 15 Jahre alten Jungen zu einer 36 Jahre alten Frau sowie deren Folgen. Dabei setzt sich der Autor mit dem Holocaust im Dritten Reich und mit der Frage auseinander, wie mit den Tätern umgegangen werden sollte. Der Konflikt und die Distanz zwischen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration werden dabei beleuchtet. Für den Generationenkonflikt stehen symbolisch die beiden Figuren, Hanna und Michael. In diesem Aufsatz werden zwei Ansätze, zum einen der Erzählform und zum anderen der Analphabetismus Hannas in Bezug auf die Thematik betrachtet. Der 15 jährige Protagonist Michael erzählt von seiner zufälligen Bekanntschaft mit der wesentlich reiferen Hanna Schmitz und ihrer gemeinsamen heimlichen Beziehung. Die Sichtweise des Ich-Erzählers ist auf die Erlebnisweise des handelnden Ichs beschränkt. Daher ist der Leser nur durch die Erinnerungen, Reflexionen und Kommentare des Erzählers geführt und findet die emotionale Nähe bei der Verbrecherin am Ende. Der Autor verbindet Hannas Kriminalität und generelle Brutalität mit ihrem Analphabetismus. Während der Haft entwickelt sie ein Schuldbewusstsein. Sie hat lesen und schreiben gelernt und ist so an Hintergrundinformationen über den Holocaust gelangt. So ist Hannas Analphabetismus als Grund für ihr mangelndes moralisches Verantwortungsbewusstsein aufgebaut. Aber Analphabetismus kann nicht als Erklärung für das Begehen von Verbrechen dienen. Hanna fehlen Schuldeinsicht, Reue und Sühnebereitschaft. Ihre Blindheit gegenüber menschlichem Leid und den moralischen Dimensionen ihres eigenen Handelns kann nicht mit ihrem Analphabetismus gerechtfertigt werden. Der Autor hat durch die Thematik des Analphabetismus Hannas Schuld an ihren Verbrechen relativiert. Durch die Schreibhaltung des Ich-Erzählers und Hannas Analphabetismus wird die deutsche Vergangenheit nicht richtig beleuchtet. Das Bild einer Täterin ist auch als ein Opfer verstanden und bemitleidet worden.
Abstract
Bei dem Roman „Der Vorleser“ handelt es sich um die Beziehung eines 15 Jahre alten Jungen zu einer 36 Jahre alten Frau sowie deren Folgen. Dabei setzt sich der Autor mit dem Holocaust im Dritten Reich und mit der Frage auseinander, wie mit den Tätern umgegangen werden sollte. Der Konflikt und die Distanz zwischen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration werden dabei beleuchtet. Für den Generationenkonflikt stehen symbolisch die beiden Figuren, Hanna und Michael. In diesem Aufsatz werden zwei Ansätze, zum einen der Erzählform und zum anderen der Analphabetismus Hannas in Bezug auf die Thematik betrachtet. Der 15 jährige Protagonist Michael erzählt von seiner zufälligen Bekanntschaft mit der wesentlich reiferen Hanna Schmitz und ihrer gemeinsamen heimlichen Beziehung. Die Sichtweise des Ich-Erzählers ist auf die Erlebnisweise des handelnden Ichs beschränkt. Daher ist der Leser nur durch die Erinnerungen, Reflexionen und Kommentare des Erzählers geführt und findet die emotionale Nähe bei der Verbrecherin am Ende. Der Autor verbindet Hannas Kriminalität und generelle Brutalität mit ihrem Analphabetismus. Während der Haft entwickelt sie ein Schuldbewusstsein. Sie hat lesen und schreiben gelernt und ist so an Hintergrundinformationen über den Holocaust gelangt. So ist Hannas Analphabetismus als Grund für ihr mangelndes moralisches Verantwortungsbewusstsein aufgebaut. Aber Analphabetismus kann nicht als Erklärung für das Begehen von Verbrechen dienen. Hanna fehlen Schuldeinsicht, Reue und Sühnebereitschaft. Ihre Blindheit gegenüber menschlichem Leid und den moralischen Dimensionen ihres eigenen Handelns kann nicht mit ihrem Analphabetismus gerechtfertigt werden. Der Autor hat durch die Thematik des Analphabetismus Hannas Schuld an ihren Verbrechen relativiert. Durch die Schreibhaltung des Ich-Erzählers und Hannas Analphabetismus wird die deutsche Vergangenheit nicht richtig beleuchtet. Das Bild einer Täterin ist auch als ein Opfer verstanden und bemitleidet worden.
참고문헌 (13)
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- Erläuterungen, "Bernhard Schlink. Der Vorleser" (2005), Reclam
- Hilgers, Micha, "Scham, Gesichter eines Affeks", ~ (1997)
- Köster, Juliane, "Nachgeborene durch Liebe an sich binden", Süddeutsche Zeitung, 27 (2002)
- Köster, Juliane, "Der Vorleser. Oldenbourg Interpretationen", ~ (2000)
- Reisner, Hanns-Peter, "Der Vorleser. Lektürenhilfen", ~ (2005)
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- "Scham- und Schuldkultur"[URL]
