수사학적 법이론의 관점에서 본 법적 논증의 구조
Die Struktur der juristischen Argumentation aus der Sicht der rhetorischen Rechtstheorie
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Bisherige wissenschaftliche Diskussionen um die juristische Argumentation in Korea werden einerseits aus Interesse an der allgemeinen Vorstellung von juristischen Argumentationslehren im Ausland, andererseits zum Zweck der Gewährleistung der Normativität der juristischen Argumentation auf Grund der bisherigen Forschungsergebnisse durchgeführt, die die praktische Philosophie seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jh. erworben hat. Deren Haupterkenntnisinteresse war die Suche nach der Art und Weise, wie die Legitimität der juristischen Entscheidung oder der Gesetzesinterpretation/-anwendung zu gewährleisten ist. Zwar ist die Notwendigkeit derartiger normativistischer Forschungen anzuerkennen, das Problem, dass die bisherigen Diskussionen um die juristische Argumentation nicht mit der Argumentationspraxis im koreanischen Gericht verbunden bleiben, ist jedoch nicht zu übersehen. In diesen Situationen kann man daher der Stimme Recht geben, dass die Argumentationsforschung in eine realistischere Richtung durchgeführt werden soll, als bisher. Vor der Auferlegung von normativen Kriterien wird also vorausgesetzt, die Begriffe zu erwerben, anhand derer die Mechanismen, mit denen die Argumentation in der Wirklichkeit durchgeführt wird, ermittelt werden können. Als eine notwendige Vorstufe zum Erwerb dieser Begriffe befasst sich dieser Beitrag mit der rhetorischen juristischen Argumentationstheorie, die auf Grund der herkömmlichen Rhetorik-Lehre die Struktur der juristischen Argumentation in der Praxis in realistischer Weise zu ermitteln versucht. Rhetorische juristische Argumentationstheorien sind nach dem Schwerpunkt einzuteilen, den man einerseits zwischen Rechtsherstellung und Rechtsdarstellung setzt, andererseits zwischen der normativistischen Annäherung und der analytisch/deskriptiven Annäherung. Dieser Beitrag konzentriert sich auf den Ansatz, der die Rechtsdarstellung aus der analytisch-deskriptiven Sicht betrachtet. Zum besseren Verständnis des Diskussionszustandes wird zuerst nach den Kriterien “Rechtsherstellung/ Rechtsdarstellung” und “normativistische Annäherung/analytisch-deskriptive Annäherung” eine Einteilung von herkömmlichen juristischen Argumentations―theorien versucht, dann anhand der Grundbegriffe der Rhetorik die Analyse der juristischen Argumentationsstruktur vorgenommen. Vor allem werden auf Grund der Analyse eines realen richterlichen Entscheidungs- texts: ⓐ die Einsatzmodi des “Enthymems” als eine entscheidende rhetorische Schlussweise, ⓑ die Art und Weise, wie die von der Rhetorik als ein Grundmittel der Überzeugung verstandene “Subsumtion” in der juristischen Argumentation eingesetzt wird, somit ⓒ die auf diesen Mitteln aufgebaute Gesamtgestalt der juristischen Argumentation ermittelt. Es wird dann auf Grund der aristotelischen praktischen Philosophie klar gemacht, dass die juristische Argumentation einen gesamtpersönlichen Prozess betreffe, in dem Logos, Ethos und Pathos zusammen eingesetzt werden. Abgeschlossen wird dieser Beitrag mit ergänzenden Bemerkungen bez. des Verständnisses der juristischen Rhetorik.
Abstract
Bisherige wissenschaftliche Diskussionen um die juristische Argumentation in Korea werden einerseits aus Interesse an der allgemeinen Vorstellung von juristischen Argumentationslehren im Ausland, andererseits zum Zweck der Gewährleistung der Normativität der juristischen Argumentation auf Grund der bisherigen Forschungsergebnisse durchgeführt, die die praktische Philosophie seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jh. erworben hat. Deren Haupterkenntnisinteresse war die Suche nach der Art und Weise, wie die Legitimität der juristischen Entscheidung oder der Gesetzesinterpretation/-anwendung zu gewährleisten ist. Zwar ist die Notwendigkeit derartiger normativistischer Forschungen anzuerkennen, das Problem, dass die bisherigen Diskussionen um die juristische Argumentation nicht mit der Argumentationspraxis im koreanischen Gericht verbunden bleiben, ist jedoch nicht zu übersehen. In diesen Situationen kann man daher der Stimme Recht geben, dass die Argumentationsforschung in eine realistischere Richtung durchgeführt werden soll, als bisher. Vor der Auferlegung von normativen Kriterien wird also vorausgesetzt, die Begriffe zu erwerben, anhand derer die Mechanismen, mit denen die Argumentation in der Wirklichkeit durchgeführt wird, ermittelt werden können. Als eine notwendige Vorstufe zum Erwerb dieser Begriffe befasst sich dieser Beitrag mit der rhetorischen juristischen Argumentationstheorie, die auf Grund der herkömmlichen Rhetorik-Lehre die Struktur der juristischen Argumentation in der Praxis in realistischer Weise zu ermitteln versucht. Rhetorische juristische Argumentationstheorien sind nach dem Schwerpunkt einzuteilen, den man einerseits zwischen Rechtsherstellung und Rechtsdarstellung setzt, andererseits zwischen der normativistischen Annäherung und der analytisch/deskriptiven Annäherung. Dieser Beitrag konzentriert sich auf den Ansatz, der die Rechtsdarstellung aus der analytisch-deskriptiven Sicht betrachtet. Zum besseren Verständnis des Diskussionszustandes wird zuerst nach den Kriterien “Rechtsherstellung/ Rechtsdarstellung” und “normativistische Annäherung/analytisch-deskriptive Annäherung” eine Einteilung von herkömmlichen juristischen Argumentations―theorien versucht, dann anhand der Grundbegriffe der Rhetorik die Analyse der juristischen Argumentationsstruktur vorgenommen. Vor allem werden auf Grund der Analyse eines realen richterlichen Entscheidungs- texts: ⓐ die Einsatzmodi des “Enthymems” als eine entscheidende rhetorische Schlussweise, ⓑ die Art und Weise, wie die von der Rhetorik als ein Grundmittel der Überzeugung verstandene “Subsumtion” in der juristischen Argumentation eingesetzt wird, somit ⓒ die auf diesen Mitteln aufgebaute Gesamtgestalt der juristischen Argumentation ermittelt. Es wird dann auf Grund der aristotelischen praktischen Philosophie klar gemacht, dass die juristische Argumentation einen gesamtpersönlichen Prozess betreffe, in dem Logos, Ethos und Pathos zusammen eingesetzt werden. Abgeschlossen wird dieser Beitrag mit ergänzenden Bemerkungen bez. des Verständnisses der juristischen Rhetorik.
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