토라의 수용 및 재해석 – 신명기 23장 ‘총회법’을 중심으로
Rezeption und Revision der Tora. Das Gemeindegesetz in Dtn 23
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Für den Diskurs über die alttestamentliche Rezeption und Revision dient die Forschung der Tora bedeutsam, weil die Rolle der Tora im Alten Testament unverkennbar ist und die von Mose verschriftete Tora durch den Mosetod unüberbietbar geworden ist. Wird diese Tora wegen der Situation korrigiert, sind die Gründe der Tora-Revision und ihre Spindeln zu fragen. Dazu wird die Rezeption und Revision der Tora in diesem Aufsatz durch die historisch-kritische Methode untersucht. Dieser Aufsatz geht von Dtn 23, wo das Gemeindegesetz das Thema bildet, aus. Vom Eintreten in die Gemeinde werden hier einige Gruppen dauerhaft ausgeschlossen (2. 1). Dieses Gesetz sollte unaufhörlich gültig sein (Neh 13; vgl. Klgl 1), weil es durch Mose übergeben wird. Jedoch erheben einige Texte einen Einwand gegen dieses Gesetz. Im Jesaja 56 befindet sich mit der Botenformel, was den Text als Wort Jahwes verstehen lässt, wobei die Zulassung des Eintreten derjenigen, die das Eintreten in die Gemeinde nicht erlaubt werden, zum Thema wird (2. 2). Somit wird Dtn 23 durch Jes 56 korrigiert. Ein ähnliches Phänomen findet sich im Buch Ruth wieder, wo es um das Verhältnis zu Moab geht (2. 3). Eine Voraussetzung für die Tora-Revision wird hier beobachtet, dass man einen Bund mit Jahwe schließen bzw. das Bekenntnis zu Jahwe ablegen soll, was als Tora-Gehorsam zu verstehen ist. Dadurch wird das Konzept ‚das ethnische Volk Israel‘ zum Konzept ‚das das Tora-Gehorsam haltende Volk Jahwes‘ bedeuten soll. Diese Untersuchung hat zu folgenden Ergebnissen geführt: 1) Die Tora bildet ein Schlüssel zur Interpretation von Nebiim und Ketubim. 2) Konkurrenz zwischen Nationalisten und denjenigen, die die Tora-Revision erwogen. Beachtenswert ist, dass am Toragehorsam festgehalten werden muss. 3) Das Kriterium der Tora-Revision ist der Toragehorsam, was durch das Bundesbekenntnis formuliert wird. Daher zielt diese Revision nicht auf die Überwindung der Tora, sondern ist eine neue Interpretation der Tora, die auch auf den Toragehorsam abzielt.
Abstract
Für den Diskurs über die alttestamentliche Rezeption und Revision dient die Forschung der Tora bedeutsam, weil die Rolle der Tora im Alten Testament unverkennbar ist und die von Mose verschriftete Tora durch den Mosetod unüberbietbar geworden ist. Wird diese Tora wegen der Situation korrigiert, sind die Gründe der Tora-Revision und ihre Spindeln zu fragen. Dazu wird die Rezeption und Revision der Tora in diesem Aufsatz durch die historisch-kritische Methode untersucht. Dieser Aufsatz geht von Dtn 23, wo das Gemeindegesetz das Thema bildet, aus. Vom Eintreten in die Gemeinde werden hier einige Gruppen dauerhaft ausgeschlossen (2. 1). Dieses Gesetz sollte unaufhörlich gültig sein (Neh 13; vgl. Klgl 1), weil es durch Mose übergeben wird. Jedoch erheben einige Texte einen Einwand gegen dieses Gesetz. Im Jesaja 56 befindet sich mit der Botenformel, was den Text als Wort Jahwes verstehen lässt, wobei die Zulassung des Eintreten derjenigen, die das Eintreten in die Gemeinde nicht erlaubt werden, zum Thema wird (2. 2). Somit wird Dtn 23 durch Jes 56 korrigiert. Ein ähnliches Phänomen findet sich im Buch Ruth wieder, wo es um das Verhältnis zu Moab geht (2. 3). Eine Voraussetzung für die Tora-Revision wird hier beobachtet, dass man einen Bund mit Jahwe schließen bzw. das Bekenntnis zu Jahwe ablegen soll, was als Tora-Gehorsam zu verstehen ist. Dadurch wird das Konzept ‚das ethnische Volk Israel‘ zum Konzept ‚das das Tora-Gehorsam haltende Volk Jahwes‘ bedeuten soll. Diese Untersuchung hat zu folgenden Ergebnissen geführt: 1) Die Tora bildet ein Schlüssel zur Interpretation von Nebiim und Ketubim. 2) Konkurrenz zwischen Nationalisten und denjenigen, die die Tora-Revision erwogen. Beachtenswert ist, dass am Toragehorsam festgehalten werden muss. 3) Das Kriterium der Tora-Revision ist der Toragehorsam, was durch das Bundesbekenntnis formuliert wird. Daher zielt diese Revision nicht auf die Überwindung der Tora, sondern ist eine neue Interpretation der Tora, die auch auf den Toragehorsam abzielt.
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