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프리드리히 키틀러의 매체 이론- 문예학과 매체학의 상상력

Zur Medientheorie Friedrich Kittlers - Die Einbildungskraft der Literatur- und Medienwissenschaft

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주제분류독일어와문학

초록

Friedrich Kittler ist heute einer der einflussreichsten deutschen Medienwissenschaftler. Während seines Studiums wurde er beeinflusst durch Texte der französischen Poststrukturalisten, vor allem von Jacques Lacan und Michel Foucault. Er fing seine Karriere als Literaturwissenschaftler in Germanistik an. Anschliessend wurde er 1993 an den Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der Medien berufen. Seitdem arbeitet er hauptsächlich zum Zusammenhang von "Aufschreibesystemen" und "Technik". Für Kittler stellt die Geschichte der Literatur lediglich die Entwicklungsgeschichte der Medientechnik dar. Medien haben die Aufgabe, die Kräfte der Poesie und der Einbildung entfalten zu helfen. Mit den Thesen analysiert er beispielhaft Goethes Lyrik "Wanderers Nachtlied" oder Schillers Familientragödie "Don Carlos" usw. Er steht für einen eigenen Ansatz der Medientheorie, der von den technischen Medien ausgeht. Kittlers zentrale Absicht ist es, den Humanwissenschaften ihr medientechnisches Apriori nachzuweisen. Sein Forschungsziel beschreibt schon der Titel seines Buches "Die Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften". Seit "Archäologie des Wissens" von Michel Foucault ist es in den Geisteswissenschaften zu einer Renaissance archäologischer Methoden und Verfahren gekommen. Die Archäologie der Medien spürt in einer Suchbewegung Ideen, Entwürfen und Praktiken nach, die von vergessenen oder bisher unbekannten Abenteuern einer unmöglichen Gegenwart des Medialen handeln. Friedrich Kittler verschärft die archäologische Medienforschung mit seinem Begriff "Aufschreibesysteme", mit denen er die hermeneutische Untersuchungsmethode ersetzen möchte. Im Grunde geht es Kittler darum, Kultur als eine umfassende Datenverarbeitungsmaschinerie zu beschreiben, die aus der Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Daten besteht. In Kittlers technodeterministischem Denken scheinen sich die kollektiven Erfahrungen der Menschen in Reinform niedergeschlagen zu haben, welche als mediales Apriorie unsichtbar bleiben aber regelrecht fungieren. Damit gewinnt Kittlers neue Antropologie Konturen: der Mensch ist durch technische Standards bestimmt, und folgenrichtig dass er neue Gestalt haben wird, sobald neue Medien ein Standard gewinnen haben wird. Kittlers Programm, die traditionelle Geisteswissenschaft im Zeitalter der technischen Medien entsprechend zu erneuern oder eine neue Medienwissenschaft zu gründen, scheint ein gewisser Erfolg beschieden zu sein, gleichwohl ist noch ein weiter Weg zurückzulegen.

Abstract

Friedrich Kittler ist heute einer der einflussreichsten deutschen Medienwissenschaftler. Während seines Studiums wurde er beeinflusst durch Texte der französischen Poststrukturalisten, vor allem von Jacques Lacan und Michel Foucault. Er fing seine Karriere als Literaturwissenschaftler in Germanistik an. Anschliessend wurde er 1993 an den Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der Medien berufen. Seitdem arbeitet er hauptsächlich zum Zusammenhang von "Aufschreibesystemen" und "Technik". Für Kittler stellt die Geschichte der Literatur lediglich die Entwicklungsgeschichte der Medientechnik dar. Medien haben die Aufgabe, die Kräfte der Poesie und der Einbildung entfalten zu helfen. Mit den Thesen analysiert er beispielhaft Goethes Lyrik "Wanderers Nachtlied" oder Schillers Familientragödie "Don Carlos" usw. Er steht für einen eigenen Ansatz der Medientheorie, der von den technischen Medien ausgeht. Kittlers zentrale Absicht ist es, den Humanwissenschaften ihr medientechnisches Apriori nachzuweisen. Sein Forschungsziel beschreibt schon der Titel seines Buches "Die Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften". Seit "Archäologie des Wissens" von Michel Foucault ist es in den Geisteswissenschaften zu einer Renaissance archäologischer Methoden und Verfahren gekommen. Die Archäologie der Medien spürt in einer Suchbewegung Ideen, Entwürfen und Praktiken nach, die von vergessenen oder bisher unbekannten Abenteuern einer unmöglichen Gegenwart des Medialen handeln. Friedrich Kittler verschärft die archäologische Medienforschung mit seinem Begriff "Aufschreibesysteme", mit denen er die hermeneutische Untersuchungsmethode ersetzen möchte. Im Grunde geht es Kittler darum, Kultur als eine umfassende Datenverarbeitungsmaschinerie zu beschreiben, die aus der Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Daten besteht. In Kittlers technodeterministischem Denken scheinen sich die kollektiven Erfahrungen der Menschen in Reinform niedergeschlagen zu haben, welche als mediales Apriorie unsichtbar bleiben aber regelrecht fungieren. Damit gewinnt Kittlers neue Antropologie Konturen: der Mensch ist durch technische Standards bestimmt, und folgenrichtig dass er neue Gestalt haben wird, sobald neue Medien ein Standard gewinnen haben wird. Kittlers Programm, die traditionelle Geisteswissenschaft im Zeitalter der technischen Medien entsprechend zu erneuern oder eine neue Medienwissenschaft zu gründen, scheint ein gewisser Erfolg beschieden zu sein, gleichwohl ist noch ein weiter Weg zurückzulegen.

참고문헌 (29)

  1. Friedrich A. Kittler, "Aufschreibesysteme 1800·1900" (2003)
  2. Friedrich A. Kittler, "Der Traum und die Rede. Eine Analyse der Kommunikationssituation Conrad Ferdinand Meyers" (1977)
  3. Friedrich A. Kittler, "Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften. Programme des Poststrukturalismus" (1980)
  4. Friedrich A. Kittler, "Grammophon Film Typewriter" (1986)
  5. Friedrich A. Kittler, "Dichter Mutter Kind" (1991)
  6. Friedrich A. Kittler, "Draculas Vermächtnis. Technische Schriften" (1993)
  7. Friedrich A. Kittler, "Optische Medien" (2002)
  8. Friedrich A. Kittler, "Unsterbliche. Nachrufe, Erinnerungen, Geistergespräche" (2004)
  9. Friedrich A. Kittler, "Carlos als Carlsschüler in: Unser Commercium in: Goethes und Schillers Literaturpolitik", pp.241~273 (1984)
  10. Friedrich A. Kittler, "Erziehung ist Offenbarung in: Friedrich Kittler: Dichter Mutter Kind", pp.19~45 (1991)
  11. 프리드리히 폰 실러, "돈 카를로스" (2008), 문학과 지성사
  12. 발터 벤야민, "발터벤야민의 문예이론" (1983), 민음사
  13. 미셸 푸코, "미셸 푸코의 문학비평" (1989), 문학과지성사
  14. 미셸 푸코, "지식의 고고학" (1992), 민음사
  15. 미셸 푸코, "말과 사물" (1991), 민음사
  16. 마샬 맥루언, "구텐베르크의 은하계" (2001), 커뮤니케이션북스
  17. 빌렘 풀루서, "디지털시대의 글쓰기", 문예출판사
  18. 페이터 리트베르헨, "유럽문화사 상·하권" (2003), 지와사랑
  19. 도기숙, "기술매체의 변화와 새로운 인간학 - 프리드리히 키틀러의 매체이론을 중심으로", 독일문학, 49(4), pp.191~210 (2008), 한국독어독문학회
  20. Johann Wolfgang Goethe, "Gedichte 1756-1799. Sämtliche Werke(Deutscher Klassiker Verlag). I. Abteilung: Band 1"
  21. H.U. Gumbrecht, "Materialität der Kommunikation" (1988)
  22. Frank Hartmann, "Mediologie. Ansätze einer Medientheorie der Kulturwissenschaften" (2003)
  23. Frank Hartmann, "Medienphilosophie" (2000)
  24. Daniela Kloock, "Medientehorien. Eine Einführung" (1997)
  25. Dieter Mersch, "Medientheorien zur Einführung" (2006)
  26. Helmut Schanze, "Metzler Lexikon Medientheorie Medienwissenschaft. Ansätze-Personen-Grundbegriffe" (2002)
  27. Ralf Schnell, "Medienästhetik. Zu Geschichte und Theorie audiowisueller Wahrnehmungsformen" (2000)
  28. Alexander Roesler, "Grundbegriffe der Medientheorie" (2005)
  29. Geoffrey Winthrop-Young, "Friedrich Kittler zur Einführung" (2005)

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