호프만스탈의 희극 『까다로운 자』에 비친 현대상과 작가의 미학적 전략
Das Bild der Moderne in dem Lustspiel "Der Schwierige" von Hofmannsthal und seine ?sthetische Strategie
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초록
In dem Lustspiel „Der Schwierige‟ spiegelt sich die Problematik der frühen Moderne wider. Die typischen Probleme und Widersprüchlichkeiten der Umbruchszeit um den Ersten Weltkrieg treten auch bei den Figuren des Stückes auf. Da gibt es zunächst den leichtlebigen Diener Vinzenz, der, uninteressiert am Wohlergehen seines Herrn, nur um seine eigenen Zukunftsaussichten bemüht ist. Der Sekretär Neugebauer ist egozentrisch und materiell; der norddeutsche Baron Neuhoff kaltherzig und scheinheilig im ständigen Wechsel seiner Ansichten. Gräfin Edine aus der Wiener Aristrokratie hingegen leidet am Mangel an Geistigkeit ihrer Klasse, und ist ständig auf Suche nach Bildung. Selbst der berühmte Mann, der es außerordentlich genießt, „als der einzige Vertreter des Geistes in einem rein sozialen Milieu‟ (L2 215 f.) zu gelten, ist eigentlich genauso eitel und banal wie Edine. So liefert das Stück ein eher kritisches Bild der Moderne. Mitten in dieser Umwelt voller Widersprüche steht die Hauptperson Hans Karl, der fast vierzigjährige Kriegsheimkehrer. In seiner Verhaltensweise zeigt sich das Dilemma seiner Generation, die jegliche Orientierung und Identität verloren hat. Anders als die anderen ist er zwar duldsam, tolerant und menschlich, aber dennoch zu schwach, um sich in seiner Situation selbst zu helfen. Er befindet sich darum in einer vollkommenen Isolation, und ist allen Missverständnissen schonungslos ausgeliefert. Erst durch Helenes Liebe wird Hans Karl aus dieser Isolation und dem Dilemma gerettet. Sie liebt ihn so wie er ist, und gibt ihm so seine Identität und Geborgenheit zurück. Auch wenn die verschiedenen Figuren im Stück gewisse traditionelle Werte verloren zu haben scheinen, die Ehe bleibt allen als wichtiger Wert erhalten und sie setzen sich sogar dafür ein. Dadurch gewinnt die Ehe von Hans Karl und Helene, der schon aufgrund ihres komplizierten Zustandekommens ein hohes Gewicht zukommt, nochmals an Bedeutung. Hofmannsthal fasst so seine Elemente in dem Lustspiel „Der Schwierige‟ zusammen. Er illustriert im Stück zentrale politische, kulturelle und soziale Zustände und Entwicklungen seiner Zeit und erklärt die Ehe zu der Instanz, die dem Zeitgenossen in einem in vielerlei Hinsicht krisenhaften Umfeld Geborgenheit und Sicherheit geben kann. Hofmannsthal entwickelte diese Ehe-Konzeption aus einem besonderen sozio-historischen Zusammenhang heraus. Es geschah in jener krisenhaften Umbruchsphase, die schließlich zum Zusammenbruch des Habsburgerreichs führte. Hofmannsthal gehörte zu jenen Künstlern, die von diesem Zeitgeschehen besonders betroffen waren und die sich intensiv damit auseinander setzten. Die Ehe-Konzeption Hofmannsthals ist daher weniger als Angelegenheit einer Privatperson zu werten. Sie ist vielmehr die ästhetische Strategie eines Autors, dem es darum geht, die Gesellschaft durch die Restauration traditioneller Werte vor politischem Verfall, vor damit verbundener Auflösung des moralischen Wertesystems und vor Orientierungslosigkeit zu bewahren. Die Komödiendichtung eröffnet somit in der Dichtungsgeschichte eine neue Dimension: Sie kann als sozial bestimmte ästhetische Strategie einer Utopie gesehen werden, die durch die Wiederbelebung alter Traditionen Barrikaden gegen Werteschwund und Orientierungslosigkeit errichten will.
Abstract
In dem Lustspiel „Der Schwierige‟ spiegelt sich die Problematik der frühen Moderne wider. Die typischen Probleme und Widersprüchlichkeiten der Umbruchszeit um den Ersten Weltkrieg treten auch bei den Figuren des Stückes auf. Da gibt es zunächst den leichtlebigen Diener Vinzenz, der, uninteressiert am Wohlergehen seines Herrn, nur um seine eigenen Zukunftsaussichten bemüht ist. Der Sekretär Neugebauer ist egozentrisch und materiell; der norddeutsche Baron Neuhoff kaltherzig und scheinheilig im ständigen Wechsel seiner Ansichten. Gräfin Edine aus der Wiener Aristrokratie hingegen leidet am Mangel an Geistigkeit ihrer Klasse, und ist ständig auf Suche nach Bildung. Selbst der berühmte Mann, der es außerordentlich genießt, „als der einzige Vertreter des Geistes in einem rein sozialen Milieu‟ (L2 215 f.) zu gelten, ist eigentlich genauso eitel und banal wie Edine. So liefert das Stück ein eher kritisches Bild der Moderne. Mitten in dieser Umwelt voller Widersprüche steht die Hauptperson Hans Karl, der fast vierzigjährige Kriegsheimkehrer. In seiner Verhaltensweise zeigt sich das Dilemma seiner Generation, die jegliche Orientierung und Identität verloren hat. Anders als die anderen ist er zwar duldsam, tolerant und menschlich, aber dennoch zu schwach, um sich in seiner Situation selbst zu helfen. Er befindet sich darum in einer vollkommenen Isolation, und ist allen Missverständnissen schonungslos ausgeliefert. Erst durch Helenes Liebe wird Hans Karl aus dieser Isolation und dem Dilemma gerettet. Sie liebt ihn so wie er ist, und gibt ihm so seine Identität und Geborgenheit zurück. Auch wenn die verschiedenen Figuren im Stück gewisse traditionelle Werte verloren zu haben scheinen, die Ehe bleibt allen als wichtiger Wert erhalten und sie setzen sich sogar dafür ein. Dadurch gewinnt die Ehe von Hans Karl und Helene, der schon aufgrund ihres komplizierten Zustandekommens ein hohes Gewicht zukommt, nochmals an Bedeutung. Hofmannsthal fasst so seine Elemente in dem Lustspiel „Der Schwierige‟ zusammen. Er illustriert im Stück zentrale politische, kulturelle und soziale Zustände und Entwicklungen seiner Zeit und erklärt die Ehe zu der Instanz, die dem Zeitgenossen in einem in vielerlei Hinsicht krisenhaften Umfeld Geborgenheit und Sicherheit geben kann. Hofmannsthal entwickelte diese Ehe-Konzeption aus einem besonderen sozio-historischen Zusammenhang heraus. Es geschah in jener krisenhaften Umbruchsphase, die schließlich zum Zusammenbruch des Habsburgerreichs führte. Hofmannsthal gehörte zu jenen Künstlern, die von diesem Zeitgeschehen besonders betroffen waren und die sich intensiv damit auseinander setzten. Die Ehe-Konzeption Hofmannsthals ist daher weniger als Angelegenheit einer Privatperson zu werten. Sie ist vielmehr die ästhetische Strategie eines Autors, dem es darum geht, die Gesellschaft durch die Restauration traditioneller Werte vor politischem Verfall, vor damit verbundener Auflösung des moralischen Wertesystems und vor Orientierungslosigkeit zu bewahren. Die Komödiendichtung eröffnet somit in der Dichtungsgeschichte eine neue Dimension: Sie kann als sozial bestimmte ästhetische Strategie einer Utopie gesehen werden, die durch die Wiederbelebung alter Traditionen Barrikaden gegen Werteschwund und Orientierungslosigkeit errichten will.
참고문헌 (12)
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- Hugo von, "Lustspiel in drei Akten" (1992)
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- Frankfurt a, "Hugo von - Helene von Nostitz Oswald von Nostitz" (1965), Briefwechsel
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- Emrich, "Protest und Verheißung Studien zur klassischen und modernen Dichtung" (1968)
- Wolfgang, "Datensymbolismus in Hugo von Hofmannsthals Lustspiel Der Schwierige", pp.572~588 (1978)
- Goldschmit, "Hugo von Hofmannsthal"
- Rech, "Hofmannsthals Komdie"
- Staiger, "Hugo von Hofmannsthal Der Scwierige Meisterwerke deutscher Sprache aus dem 19"
- Stern, "Wann entstand und spielt Der Schwierige? In", pp.350~356 (1979)
- Hamburg 1982, "Scheiden aus der Ehe Anspruch und Scheitern einer Lebensform"
