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Die grammatische Kategorie Numerus und die analytische Funktion der Numeralisierung
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초록
Die vorliegende Arbeit hat es mit der grammatischen Kategorie 'Numerus' zu tun. Sie geht davon aus, wie die Nuemeralisierung zum sprachlichen Erfassen von Gegenstände beitragen kann. Sie wird sich generell auf die Formen des Numerusausdrucks beschränken sowie auf eine Chakrateristik der Funktion der einzelnen Numeri. Unter Numerus versteht sich in allgemeiner sprachwissenschaftlicher Terminologie der sprachliche Ausdruck von eins und mehr als eins; Singular und Plural. Die Zahl 'Eins‘ ist dabei die Grundlage für die Zählbarkeit, die Analyse von Begriff und Gegenstand. Wir können von dem Pronomen als Grundlage der Numerusbildung ausgehen, weil sich in vielen Sprachen am Pronomen Numerusunterscheidungen finden, in denen sich solche am Substantive noch gar nicht oder nur sehr schwach entwickelt haben. Aber mit dem Pronomen ist es eine eigene Sache. Das Verhältnis von etwa Kind zu Kinder ist keineswegs das gleiche wie dasjenige von ich zu wir. Das wir ist dabei keine Vervielfachung eines ich; für den Sprecher ist die Personaldeixis ich nur einmal vorhanden, und wenn es um das wir geht, so ist damit im Grunde nur eine Erweiterung der Ich-Sphäre. Substantive sind im Gegensatz zur Personaldeixis mit bezug auf der Kategorie Numerus in zwei geteilt; numerus-differenzierend und numerus-indifferenzierend. Substantive, deren Inhalt als diskrete Ganzheit numerus-differenzierend; sie sind mit bezug auf der Kategorie Numerus obligatorisch spezifiziert. Der Plural ist ein Mengenplural und bedeutet eine diskrete Vielheit. Die Substantive sind auf Gegenstände bezogen und zeigen die Kongruenz in Genus und Numerus wie im Deutschen, Englischen. Im Gegensatz zum Deutschen ist im Koreanischen die nicht-diskrete Konzeptualisierungsweise nominaler Inhalte dominierend. Die Unterscheidung zählbar vs. nicht-zählbar ist für die koreanischen Substantive nicht relevant, denn die Kategorien Zählbarkeit und Numerus da keine Rolle spielen. Alle koreanische Substantiven sind also transnumeral. Daher muss das Morphem tul nicht mehr als Pluralmarkierung interpreitert werden. Bei dem Koreanischen tul handelt es sich wirklich nicht um diskrete Vielheit, sondern um einen Kollektiv-Ersatz. Durch die Hinzufügung des Morphems tul wird ein aus mehreren Personen sowie Gegenständen bestehndes Ganzes, eine Gemeinschaft, eine Gruppe bezeichnet. Damit beschränkt sich die zusammenfassende Nennung bzw. das Ganzmaß auf die allgemeinen Substantive im Koreanischen im Unterschied zur Aufzählung. Bei den koreanischen Substantiven wird die Grenze also nicht mehr wie bei dem deutschen Substantiven zwischen eins und mehr als eins, sondern zwischen Individuum und Kollektivum gezogen. Damit wird die indoeuropäische sprachliche Opposition Sg. vs. Pl. durch die Opposition Individual vs. Kollektival im Koreanischen ersetzt. Wenn wir Individuum und Kollektivum in die Dichotomie Individualisierung und Generalisierung intergrieren, so kann der Grund der gegenseitigen Ausschließung des Morphems tul und der numerativen Klassifikatoren erklärt werden: Wir können nicht gleichzeitig aufzählen und zusammenfassend nennen.
Abstract
Die vorliegende Arbeit hat es mit der grammatischen Kategorie 'Numerus' zu tun. Sie geht davon aus, wie die Nuemeralisierung zum sprachlichen Erfassen von Gegenstände beitragen kann. Sie wird sich generell auf die Formen des Numerusausdrucks beschränken sowie auf eine Chakrateristik der Funktion der einzelnen Numeri. Unter Numerus versteht sich in allgemeiner sprachwissenschaftlicher Terminologie der sprachliche Ausdruck von eins und mehr als eins; Singular und Plural. Die Zahl 'Eins‘ ist dabei die Grundlage für die Zählbarkeit, die Analyse von Begriff und Gegenstand. Wir können von dem Pronomen als Grundlage der Numerusbildung ausgehen, weil sich in vielen Sprachen am Pronomen Numerusunterscheidungen finden, in denen sich solche am Substantive noch gar nicht oder nur sehr schwach entwickelt haben. Aber mit dem Pronomen ist es eine eigene Sache. Das Verhältnis von etwa Kind zu Kinder ist keineswegs das gleiche wie dasjenige von ich zu wir. Das wir ist dabei keine Vervielfachung eines ich; für den Sprecher ist die Personaldeixis ich nur einmal vorhanden, und wenn es um das wir geht, so ist damit im Grunde nur eine Erweiterung der Ich-Sphäre. Substantive sind im Gegensatz zur Personaldeixis mit bezug auf der Kategorie Numerus in zwei geteilt; numerus-differenzierend und numerus-indifferenzierend. Substantive, deren Inhalt als diskrete Ganzheit numerus-differenzierend; sie sind mit bezug auf der Kategorie Numerus obligatorisch spezifiziert. Der Plural ist ein Mengenplural und bedeutet eine diskrete Vielheit. Die Substantive sind auf Gegenstände bezogen und zeigen die Kongruenz in Genus und Numerus wie im Deutschen, Englischen. Im Gegensatz zum Deutschen ist im Koreanischen die nicht-diskrete Konzeptualisierungsweise nominaler Inhalte dominierend. Die Unterscheidung zählbar vs. nicht-zählbar ist für die koreanischen Substantive nicht relevant, denn die Kategorien Zählbarkeit und Numerus da keine Rolle spielen. Alle koreanische Substantiven sind also transnumeral. Daher muss das Morphem tul nicht mehr als Pluralmarkierung interpreitert werden. Bei dem Koreanischen tul handelt es sich wirklich nicht um diskrete Vielheit, sondern um einen Kollektiv-Ersatz. Durch die Hinzufügung des Morphems tul wird ein aus mehreren Personen sowie Gegenständen bestehndes Ganzes, eine Gemeinschaft, eine Gruppe bezeichnet. Damit beschränkt sich die zusammenfassende Nennung bzw. das Ganzmaß auf die allgemeinen Substantive im Koreanischen im Unterschied zur Aufzählung. Bei den koreanischen Substantiven wird die Grenze also nicht mehr wie bei dem deutschen Substantiven zwischen eins und mehr als eins, sondern zwischen Individuum und Kollektivum gezogen. Damit wird die indoeuropäische sprachliche Opposition Sg. vs. Pl. durch die Opposition Individual vs. Kollektival im Koreanischen ersetzt. Wenn wir Individuum und Kollektivum in die Dichotomie Individualisierung und Generalisierung intergrieren, so kann der Grund der gegenseitigen Ausschließung des Morphems tul und der numerativen Klassifikatoren erklärt werden: Wir können nicht gleichzeitig aufzählen und zusammenfassend nennen.
참고문헌 (14)
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