관계와 시간 - 괴테의 자연이해 -
Beziehung und Zeit - Goethes Naturauffassung
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초록
Die vorliegende Arbeit versteht sich als ein Versuch, Bedeutungen der Zeit-Problematik in Goethes Auffassung von der Natur anschauulich zu machen. Sie geht aber zuerst von der Analyse seines Konzepts von der Beziehung aus, denn der Begriff der Beziehung spielt eine grundlegende Rolle in seiner Naturauffassung:Ihm zufolge steht die Natur immer in der Beziehung mit dem Ganzen. Für Goethe ist die Beziehung eine ontologische Voraussetzung. Diese ontologische Voraussetzung hat aber auch epistemologische Bedeutungen: Das beobachtende Subjekt und das beobachtete Objekt sind untrennbar verbunden, und die Beziehung übt beim Erkennen der Natur also unverkennbare Wirkungen aus. In diesem Sinne wird verständlich, warum Goethe behauptet, die Wahrheit könne nur dann erkannt werden, wenn wir unser Verhältnis zu uns selbst und zugleich zur Außenwelt kennen. Seine Ansicht über die Simultanverweisung auf sich selbst und die Außenwelt beim (Selbst)Erkennen ist mit seiner Überzeugung eng verbunden, der die aus seinen naturwissenschaftlichen Beschäftigungen gewonnene Überlegung zugrunde liegt: “Nichts ist stillstehend.” Ununterbrochene Entstehung und Änderung sind wesentliche Elemente der Natur und verursachen Schwierigkeiten beim Erkennen, und Goethe versucht solche Schwierigkeiten mit seinem Konzept von der Ordnung aufzulösen, die als ein offenes Gespräch mit der Natur konzipiert wurde. Durch dieses Gespräch könne die Beziehung in der Natur immer erneut epistemologisch rekonstruiert werden. Dabei handelt es sich um einen offenen Prozeß, der ohne die irreversible Zeitlichkeit überhaupt nicht vorstellbar wäre. Es ist der Begriff der Beziehung, der deutlich macht, dass die Natur selbst im Goetheschen Denken als ein prozessuales Wesen verstanden wird.
Abstract
Die vorliegende Arbeit versteht sich als ein Versuch, Bedeutungen der Zeit-Problematik in Goethes Auffassung von der Natur anschauulich zu machen. Sie geht aber zuerst von der Analyse seines Konzepts von der Beziehung aus, denn der Begriff der Beziehung spielt eine grundlegende Rolle in seiner Naturauffassung:Ihm zufolge steht die Natur immer in der Beziehung mit dem Ganzen. Für Goethe ist die Beziehung eine ontologische Voraussetzung. Diese ontologische Voraussetzung hat aber auch epistemologische Bedeutungen: Das beobachtende Subjekt und das beobachtete Objekt sind untrennbar verbunden, und die Beziehung übt beim Erkennen der Natur also unverkennbare Wirkungen aus. In diesem Sinne wird verständlich, warum Goethe behauptet, die Wahrheit könne nur dann erkannt werden, wenn wir unser Verhältnis zu uns selbst und zugleich zur Außenwelt kennen. Seine Ansicht über die Simultanverweisung auf sich selbst und die Außenwelt beim (Selbst)Erkennen ist mit seiner Überzeugung eng verbunden, der die aus seinen naturwissenschaftlichen Beschäftigungen gewonnene Überlegung zugrunde liegt: “Nichts ist stillstehend.” Ununterbrochene Entstehung und Änderung sind wesentliche Elemente der Natur und verursachen Schwierigkeiten beim Erkennen, und Goethe versucht solche Schwierigkeiten mit seinem Konzept von der Ordnung aufzulösen, die als ein offenes Gespräch mit der Natur konzipiert wurde. Durch dieses Gespräch könne die Beziehung in der Natur immer erneut epistemologisch rekonstruiert werden. Dabei handelt es sich um einen offenen Prozeß, der ohne die irreversible Zeitlichkeit überhaupt nicht vorstellbar wäre. Es ist der Begriff der Beziehung, der deutlich macht, dass die Natur selbst im Goetheschen Denken als ein prozessuales Wesen verstanden wird.
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