문화적 기억과 영화 매체를 통한 수용
Das kulturelle Gedächtnis und seine Aufnahme durch das Filmmedium
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초록
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts behandeln erfolgreiche Filme, die großen Anklang in der koreanischen Filmgeschichte und –industrie gefunden haben und derzeit finden, zumeist historische Ereignisse oder Personen als Filmsujets. Die Gründe für diesen Erfolg sind unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten. Hierzu versucht die vorliegende Arbeit der Ursache nachzugehen, die sich aus dem Verhältnis zwischen kulturellem Gedächtnis und dessen Aufnahme bei dem Filmpublikum ergibt. Bekanntermaßen ist das Gedächtnis als Gegenpol des Vergessens zu verstehen, wobei Letzteres das menschliche Wissen und die Erfahrung in ein Nichts bzw. in die Dunkelheit verdrängt. Folglich gilt es, das Vergessen mit allen Mitteln zu überwinden. Somit lässt sich Kultur als Speicher- und Überlieferungsraum ansehen, in dem man menschliches Wissen und Erfahrung vor dem Vergessen retten kann. Dafür braucht man allerdings angemessene Mittel. In diesem Zusammenhang spielt der Film heute eine entscheidende Rolle, um ein konkretes historisches Ereignis und seine Bedeutung innerhalb der Gesellschaft zu einem gemeinsamen Erfahrungsschatz werden zu lassen. Das heißt, der Film überträgt symbolisch mithilfe der menschlichen Sinne Systeme, welche unterschiedliche Erinnerungen wiedergeben und dadurch setzt sich das kulturelle Gedächtnis wieder zusammen. Am Ende basiert das kulturelle Gedächtnis auf der Kommunikation kultureller Medien und spielt zugleich eine nicht unerhebliche Rolle dabei, das kollektive Gedächtnis der gesellschaftlich miteinander Verbundenen dauerhaft fortzusetzen. Allerdings vollzieht sich die durch den Film ausgeführte Wiedergabe des Gedächtnisses in dem sozialen und kulturellen Kontext der Gleichzeitigkeit. Dass man einen Film ansieht, der die Vergangenheit als Stoff behandelt, bedeutet, den kulturellen Code seiner Zeit zu lesen und auf die vom sozialen Rahmen sortierten Erinnerungen zurückzublicken. Mit anderen Worten: einen Film anzusehen bedeutet einen Prozess der Entzifferung auszulösen und in Abhängigkeit vom sozialen und kulturellen Kontext den kulturellen Code zu interpretieren. Dabei nimmt das zustimmende Publikum natürlich erst dann die Sinne auf, wenn der entzifferte Code mit dem den Film umgebenden sozialen Rahmen übereinstimmt. Es kann also durchaus sein, dass ein Individuum einen Film favorisiert, der die Vergangenheit zum Inhalt hat. Diese Präferenz lässt sich darauf zurückführen, dass der zugrundliegende Filmstoff dem sozialen Kontext eines Individuums ähnelt. Der Interpretationsprozess wird - unterteilt in vier Stufen – vom Publikum ausgeführt. Erste Stufe: das Publikum erfährt sinnlich den Film als Text der Kommunikation. Zweite Stufe: das Publikum benutzt das Schema, den kulturellen Code und den sozialen Rahmen, um den sinnlich wahrgenommen Film zu verstehen. Dritte Stufe: dieser Prozess überprüft, ob der Film die Übereinstimmung des kulturellen Kontextes der Gleichzeitigkeit mit der Bedeutung des kulturellen Gedächtnisses belegt. Letzte Stufe: das Publikum stellt sich im Verlauf der Prozesse das kulturelle Gedächtnis positiv oder negativ vor. Dies ist mit dem Erfolg oder Misserfolg des Films verbunden. Am Ende erwartet diese Untersuchung über das kulturelle Gedächtnis und seine Aufnahme durch das Filmmedium das Ausmaß der ‘cultural content industry’ zu erweitern.
Abstract
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts behandeln erfolgreiche Filme, die großen Anklang in der koreanischen Filmgeschichte und –industrie gefunden haben und derzeit finden, zumeist historische Ereignisse oder Personen als Filmsujets. Die Gründe für diesen Erfolg sind unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten. Hierzu versucht die vorliegende Arbeit der Ursache nachzugehen, die sich aus dem Verhältnis zwischen kulturellem Gedächtnis und dessen Aufnahme bei dem Filmpublikum ergibt. Bekanntermaßen ist das Gedächtnis als Gegenpol des Vergessens zu verstehen, wobei Letzteres das menschliche Wissen und die Erfahrung in ein Nichts bzw. in die Dunkelheit verdrängt. Folglich gilt es, das Vergessen mit allen Mitteln zu überwinden. Somit lässt sich Kultur als Speicher- und Überlieferungsraum ansehen, in dem man menschliches Wissen und Erfahrung vor dem Vergessen retten kann. Dafür braucht man allerdings angemessene Mittel. In diesem Zusammenhang spielt der Film heute eine entscheidende Rolle, um ein konkretes historisches Ereignis und seine Bedeutung innerhalb der Gesellschaft zu einem gemeinsamen Erfahrungsschatz werden zu lassen. Das heißt, der Film überträgt symbolisch mithilfe der menschlichen Sinne Systeme, welche unterschiedliche Erinnerungen wiedergeben und dadurch setzt sich das kulturelle Gedächtnis wieder zusammen. Am Ende basiert das kulturelle Gedächtnis auf der Kommunikation kultureller Medien und spielt zugleich eine nicht unerhebliche Rolle dabei, das kollektive Gedächtnis der gesellschaftlich miteinander Verbundenen dauerhaft fortzusetzen. Allerdings vollzieht sich die durch den Film ausgeführte Wiedergabe des Gedächtnisses in dem sozialen und kulturellen Kontext der Gleichzeitigkeit. Dass man einen Film ansieht, der die Vergangenheit als Stoff behandelt, bedeutet, den kulturellen Code seiner Zeit zu lesen und auf die vom sozialen Rahmen sortierten Erinnerungen zurückzublicken. Mit anderen Worten: einen Film anzusehen bedeutet einen Prozess der Entzifferung auszulösen und in Abhängigkeit vom sozialen und kulturellen Kontext den kulturellen Code zu interpretieren. Dabei nimmt das zustimmende Publikum natürlich erst dann die Sinne auf, wenn der entzifferte Code mit dem den Film umgebenden sozialen Rahmen übereinstimmt. Es kann also durchaus sein, dass ein Individuum einen Film favorisiert, der die Vergangenheit zum Inhalt hat. Diese Präferenz lässt sich darauf zurückführen, dass der zugrundliegende Filmstoff dem sozialen Kontext eines Individuums ähnelt. Der Interpretationsprozess wird - unterteilt in vier Stufen – vom Publikum ausgeführt. Erste Stufe: das Publikum erfährt sinnlich den Film als Text der Kommunikation. Zweite Stufe: das Publikum benutzt das Schema, den kulturellen Code und den sozialen Rahmen, um den sinnlich wahrgenommen Film zu verstehen. Dritte Stufe: dieser Prozess überprüft, ob der Film die Übereinstimmung des kulturellen Kontextes der Gleichzeitigkeit mit der Bedeutung des kulturellen Gedächtnisses belegt. Letzte Stufe: das Publikum stellt sich im Verlauf der Prozesse das kulturelle Gedächtnis positiv oder negativ vor. Dies ist mit dem Erfolg oder Misserfolg des Films verbunden. Am Ende erwartet diese Untersuchung über das kulturelle Gedächtnis und seine Aufnahme durch das Filmmedium das Ausmaß der ‘cultural content industry’ zu erweitern.
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