옐리네크의 『쾌락』에 나타난 관음증적 주체의 환상과 해체 - 시각매체 및 언어매체 비판을 중심으로
Phantasma und Dekonstruktion des voyeuristischen Subjekts in Elfriede Jelineks Roman Lust - Medien- und Sprachkritik
0
조회
0
다운로드
0
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Im Roman Lust wird eine spielerische Kritik an der Lesegewohnheit des lesenden Rezipienten geübt. Das Spiel verhindert beim Rezipienten ein ästhetisches Wohlgefallen, das etwa von der Erfahrung eines schönen Scheins der Kunst verursacht werden könnte. Diese unbequeme Wirkung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Erzählinstanz nicht nur den Rezipienten, sondern auch sich selbst reflektorisch ins kritische Spiel setzt. Sie beklagt den Rezipienten sowie sich selbst unmittelbar als Mittäter der pornographischen Gewalttaten an. Das lässt den Rezipienten die überlegene Positon gegenüber dem dargestellten Gegenstand verlieren und degradiert ihn selber zum Gegenstand eines unsichtbaren Betrachters. Die pornographischen Geschehnisse in der Fiktion selber werden bewusst als mediale Phänomene dargestellt, die dem Rezipienten in den alltäglichen Medien wie TV, VTR, Magazinen usw. begegnen. Das auktoriale Vexierspiel macht den Rezipienten ratlos und provoziert ihn zum Nachdenken über sein alltägliches Leben, ob auch sein Denken schon von den Medienwelten unheilbar beeinflusst worden ist. Auch die darstellende Sprache selber wird Gegenstand der kritischen Reflexion, indem sie von dem dargestellten Pornographischen abweicht und sich verselbständigt. Häufig ändert sie plötzlich ihren friedlich darstellenden Ton und bezieht sich auf das alltägliche Leben des Rezipienten, das ebenso patriarchal-kapitalistisch deformiert gezeigt wird wie die fiktive Welt. Der ironische Tonfall lässt beim Rezipienten den Verdacht aufkommen, ob die Sprache selber als Medium gerade zum verschleiernden Mitmacher der sexistischen Missverhältnisse im Alltagsleben degradiert wird. Die feministische Kritik an der patriarchalen Gesellschaft, die so durch die Sprach- und Massenmedienkritik vermittelt wird, ließe sich wohl als Versuch verstehen, den patriarchalen symbolisch-sprachlichen Weltbezug im Sinne von Lacan zu dekonstruieren.
Abstract
Im Roman Lust wird eine spielerische Kritik an der Lesegewohnheit des lesenden Rezipienten geübt. Das Spiel verhindert beim Rezipienten ein ästhetisches Wohlgefallen, das etwa von der Erfahrung eines schönen Scheins der Kunst verursacht werden könnte. Diese unbequeme Wirkung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Erzählinstanz nicht nur den Rezipienten, sondern auch sich selbst reflektorisch ins kritische Spiel setzt. Sie beklagt den Rezipienten sowie sich selbst unmittelbar als Mittäter der pornographischen Gewalttaten an. Das lässt den Rezipienten die überlegene Positon gegenüber dem dargestellten Gegenstand verlieren und degradiert ihn selber zum Gegenstand eines unsichtbaren Betrachters. Die pornographischen Geschehnisse in der Fiktion selber werden bewusst als mediale Phänomene dargestellt, die dem Rezipienten in den alltäglichen Medien wie TV, VTR, Magazinen usw. begegnen. Das auktoriale Vexierspiel macht den Rezipienten ratlos und provoziert ihn zum Nachdenken über sein alltägliches Leben, ob auch sein Denken schon von den Medienwelten unheilbar beeinflusst worden ist. Auch die darstellende Sprache selber wird Gegenstand der kritischen Reflexion, indem sie von dem dargestellten Pornographischen abweicht und sich verselbständigt. Häufig ändert sie plötzlich ihren friedlich darstellenden Ton und bezieht sich auf das alltägliche Leben des Rezipienten, das ebenso patriarchal-kapitalistisch deformiert gezeigt wird wie die fiktive Welt. Der ironische Tonfall lässt beim Rezipienten den Verdacht aufkommen, ob die Sprache selber als Medium gerade zum verschleiernden Mitmacher der sexistischen Missverhältnisse im Alltagsleben degradiert wird. Die feministische Kritik an der patriarchalen Gesellschaft, die so durch die Sprach- und Massenmedienkritik vermittelt wird, ließe sich wohl als Versuch verstehen, den patriarchalen symbolisch-sprachlichen Weltbezug im Sinne von Lacan zu dekonstruieren.
참고문헌 (12)
- Jelinek, Elfriede, "Lust" (2004), Reinbek
- 김현진, "옐리넥의 소설 "욕망"에서의 언어 해체와 신화 해체", 독일언어문학, (32), pp.61~78 (2006), 독일언어문학연구회
- 장순란, "페미니즘 문화담론과 텍스트 실천 작업 - 엘프리데 옐리넥의 문학텍스트 『쾌락』을 중심으로", 헤세연구, 20(20), pp.331~352 (2008), 한국헤세학회
- Butler, Judith, "Das Unbehagen der Geschlechter. Gender Studies" (1991), Suhrkamp
- Butler, Judith, "Körper von Gewicht" (1997), Suhrkamp
- Elfriede Jelinek, "Text+Kritik. Hg.", von Heinz Ludwig Arnold, 8(99), edition text+kritik
- Hegel, G. W. F., "Phänomenologie des Geistes. Werke 3." (1986), Suhrkamp
- Janz, Marlies, "Elfriede Jelinek. Realien zur Literatur" (1995), Stuttgart
- Lücke, Bärbel, "UTB" (2008), W. Fink
- Luserke, Matthias, "Ästhetik des Obszönen. Elfriede Jelineks Lust als Protokoll einer Mikroskroskopie des Patriarchats, in: Marlies Janz: Elfriede Jelinek. Realien zur Literatur", pp.92~99 (1995), Stuttgart
- Mayer, Verena, "Elfriede Jelinek. Ein Porträt" (2007), Reinbek
- Weiss, Christina, "Lockvogel für Voyeure. Die Geschichte einer Begegnung mit “Lust” auf der Hamburger Reeperbahn, in: stets das Ihre Elfriede Jelinek. Theater der Zeit. Arbeitsbuch 2006", pp.79~81 (2006), Hg. von Brigitte Landes
