정신장애의 문학적 재현과 서사적 함의- 토마스 베른하르트와 토마스 멜레의 작품을 중심으로
Die literarische Repräsentation psychischer Störungen und deren narrative Implikationen - Am Beispiel der Werke von Thomas Bernhard und Thomas Melle
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초록
본고는토마스베른하르트의비트겐슈타인의조카(1982)와토마스멜레의등뒤의세상(2016)을 분석하여 두 작품이 보여주는 정신장애의 문학적 재현과 그 의미를 연구하는것을 목표로 한다. 특히, 두 작품에서 나타나는 정신장애에 대한 편견 및 이를 규정하는 의료 담론과 정상성 규범에 대한 비판, 나아가 정신장애를 제거해야 할 결함이나 병리적 현상이아닌일상을살아가는하나의정체성으로인식하는방식에주목한다. 이를위해베른하르트의 작품을 1인칭 화자가 친구에 대한 기억을 회고하는 방식을 통해 정신장애의 지배 담론에 맞서는 ‘대항 서사’의 관점에서, 멜레의 작품을 라셰드의 ‘매드 서사’ 개념과 양극성 장애당사자 운동을 참조하여 분석한다. 베른하르트의 텍스트는 정신장애인의 타자화와 격리가내포한 폭력성을 비판함과 동시에 광기를 정체성이자 지적 원천으로 부각하며 사회비판적서사를제시한다. 반면멜레의자전적서사는조증과우울증삽화로인한자아의불연속성을글쓰기 행위를 통해 통합함으로써, 정신장애를 둘러싼 공론장 확대에 기여한다. 결론적으로두작품은정신장애를병리학적결핍으로서단순히파괴적징표, 혹은정치·사회적상징으로환원하지 않고, 현실의 구체적 경험과 실존의 과정으로 재현함으로써 정신장애의 고유한 생활 체험을 문학적으로 드러낸다. 이를 통해 오늘날 대두되는 ‘매드 프라이드’와 정신장애 당사자 운동의 확장 가능성에 기여할 문학 작품으로 평가된다.
Abstract
Der vorliegende Beitrag untersucht die literarische Repräsentation und die narrativen Implikationen psychischer Störungen anhand von Thomas Bernhards Wittgensteins Neffe (1982) und Thomas Melles Die Welt im Rücken (2016). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie beide Werke Vorurteile gegenüber psychischen Störungen sowie die diese bestimmenden medizinischen Diskurse und Normalitätsnormen kritisch reflektieren. Dabei richtet sich der Fokus darauf, psychische Störungen nicht als zu beseitigenden Defekt oder pathologisches Phänomen, sondern als Teil einer gelebten Alltagsidentität wahrzunehmen. Bernhards Text wird als Gegenerzählung gelesen, in der der Ich-Erzähler retrospektiv die Erinnerung an seinen Freund entfaltet und damit den herrschenden Diskursen über psychische Störung entgegentritt. Melles autobiographisches Werk wird hingegen im Kontext von Rasheds Konzept der „mad narratives“ und der Bewegung von Menschen mit bipolarer Störung vergleichend analysiert. Während Bernhard die in der gesellschaftlichen Ausgrenzung und Objektivierung psychisch Gestörter enthaltene Gewalt kritisiert und Wahnsinn als Identität und intellektuelle Quelle hervorhebt, zeigt Melle durch den Akt des Schreibens, wie die durch manische und depressive Episoden verursachte Diskontinuität des Selbst erzählerisch integriert wird und damit zur Erweiterung des öffentlichen Diskurses über psychische Störungen beiträgt. Beide Werke verweigern eine Reduktion psychischer Störungen auf bloße destruktive Symptome oder politische bzw. gesellschaftliche Metaphern und stellen sie als konkrete Form existentieller Erfahrung dar. Damit offenbaren sie die spezifische Lebenswirklichkeit psychisch gestörter Menschen und leisten zugleich einen literarischen Beitrag zur Erweiterung des Diskurses über Mad Pride und die Selbstvertretungsbewegung von Menschen mit psychischen Störungen.
