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엔첸스베르거와 비판적 포스트휴머니즘 - 최근 시에 나타난 탈‒인간중심주의 사유를 중심으로

Hans Magnus Enzensberger und der kritische Posthumanismus - Das post-anthropozentrische Denken in den jüngsten Gedichten

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주제분류독일어와문학

초록

본 논문은 작가 한스 마그누스 엔첸스베르거(1929-2022)의 최근 시 「커즈와일 교수를기억하며(1926- )」, 「신인류」, 「격언」, 「문제들」, 「녹색마드리갈」, 「식물의지능」, 「구름의 역사」를 비판적 포스트휴머니즘의 시각에서 분석한다. 이들 2000년을 전후로 발표된 시에는 오늘날 유전자공학, 생명공학, 정보기술, 인지과학, 인공지능의 시대에 등장한 포스트휴먼에 관한 과학적 담론과 함께 기존의 휴머니즘을 반성하는 탈-인간중심주의적 사유Post-Anthropozentrik가 함축되어 있다. 이를 위해 작가는 인간 이후의 인간, 즉 ‘신 인류’로 대표되는 인공지능의 정체성을 다루고 있으며 인간 Mensch, 기술 Technik, 자연Natur에 대한 새로운 문학적 사유를 실험한다. 특히 동물, 식물, 자연, 기계, 물질과 같은비인간 존재들 non-human을 향하는 작가의 문학적 시선은 브라이도티가 제안한 생태적포스트휴머니즘의 사유와 맞닿아 있다. 가령 인간의 역사보다 오래된 구름의 생명력, 이끼, 균, 식물의 지능을 소환함으로써 자연이라는 수수께끼에 대한 과학적 인식의 한계와 인간이라는 종의 불완전성을 역설하면서 이에 대한 대안으로 그간 이성중심주의에 의해 배제되었던 타자주체의 복권, 생명윤리와 같은 전일적 사유를 강조한다. 이러한 작가의 시적 전략은인간의언어, 지식, 과학에내재된인본주의의자기신화를비판하고논리와이성의한계, 인간과 비인간과의 경계를 해체함으로써 포스트휴머니즘의 미학을 선취하고 있다.

Abstract

Der vorliegende Beitrag analysiert die letzten Gedichte Zur Erinnerung an Professor Kurzweil (1926- ), Der Neue Mensch, Kalendersprüche, Probleme, Grünes Madrigal, Die Intelligenz der Pflanzen und Die Geschichte der Wolken von Hans Magnus Enzensberger (1929-2022) aus der Perspektive des sogenannten kritischen Posthumanismus. Diese Gedichte enthalten wissenschaftliche Diskurse über das Posthumane, das im Zeitalter der Gentechnik, Biotechnologie Informationstechnologie, Kognitionswissenschaft und Künstlichen Intelligenz entstand, sowie über die Post-Anthropozentrik, ein postanthropozentrisches Denken, das über den Menschen bzw. die Menschheit reflektiert. Zunächst befasst sich der Autor mit der Identität künstlicher Intelligenz, die durch eine posthumane Spezies oder „neue Menschen“ repräsentiert wird, und versucht die neuen Gedanken zu Mensch, Technik und Natur zu poetisieren. Insbesondere seine Gedanken über nicht-menschliche Wesen wie Tiere, Pflanzen, Natur, Maschinen und Materie – also über die Anderen des modernen humanistischen Subjekts(Braidotti 2014, 42) stehen im Einklang mit dem von Braidotti propagierten ökologischen Posthumanismus. Indem er die Vitalität von Wolken, Moos, Pilzen und die Intelligenz von Pflanzen beschwört – allesamt älter als die Menschheit –, betont Enzensberger die Grenzen des wissenschaftlichen Verständnisses des Rätsels der Natur und der Unzulänglichkeit der menschlichen Spezies. Als Alternative dazu fordert er ein ganzheitliches Denken, das die Wiederherstellung des von der menschlichen Vernunft ausgeschlossenen Subjekts des Anderen und die Bioethik umfasst. Kurz: Enzensberger kritisiert in seinen poetischen Strategien die Selbstmythologie des Humanismus, die der menschlichen Sprache, dem Wissen und der Wissenschaft innewohnt, und nimmt die Ästhetik des Posthumanismus vorweg, indem er die Grenzen von Logik und Vernunft sowie die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen überschreitet.

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