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신화변용의 유형학적 고찰

Zur Typologie der Mythentransformation

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit erprobt drei Modelle der literarischen Mythentransformation, die durch eine konkrete Textanalyse der Gedichte von Goethe, Schiller, Hölderlin, Novalis, Heine, Volker Braun, Doris Runge und Uwe Kolbe herausgearbeitet werden. Dabei wird herausgestellt, dass der dauernde Wert des Mythos nicht nur von seiner ursprünglichen Bedeutung, sondern vielmehr von seinem vielfältigen Interpretations- und Rezeptionspotential abhängt. Der Begriff ‘Mythopoesie’(Mythos+Poesie) meint poetische Transformationen verschiedener mythologischer und poetischer Elemente zu neuen Mythen. Innerhalb des Funktionsspektrums der ‘Neuen Mythologie’ hat die Mythopoesie gegenüber dem ausdifferenzierten Weltsystem der Aufklärung ein neues einheitliches Weltbild entworfen und die Finalität der Geschichte behauptet. Außerdem hat sie vermittels des synkretistischen Verfahrens neue Zeichen (Kulturgeographie) geschaffen. Die Terminologie ‘Mythensynkretismus’ bedeutet die Übernahme von Mythologemen verschiedener Herkunft und ihre Verbindung zu einem eigenen Zusammenhang. Sie fügt vielfältige Figuren und Bilder aus der griechisch-römischen Mythologie, aus der christlichen Mythologie sowie aus der indianischen Mythologie synkretistisch zusammen. Dadurch werden Mythologien anderer Kulturkreise in die Poesie einbezogen, die gängigen Vorstellungen der Vorherrschaft des Weltbilds in Frage gestellt und die eigenen Werte relativiert. Die Funktion der ‘Mythenkorrektur’ ist die Historisierung des ahistorischen Mythos. Es geht dabei nicht um das griechische Altertum im eigentlichen Sinne, sondern um den Versuch, für die Gestaltung gegenwärtiger Anliegen Sujets zu finden, die den eigenen Erfahrungen zugleich den Rang historischer und gesellschaftlicher Problematik geben. Die ‘Berichtigungen alter Mythen’(Brecht) setzen an einem markanten Punkt ein, so dass der Eingriff die wohlbekannten Geschichten in ein ganz neues Licht rückt. Das heißt: Sie entmythologisieren den alten Mythos. Die oben erwähnten drei typologischen Ansätze der Mythentransformation, nämlich der Mythopoesie-Typ, der Mythensynkretismus-Typ und der Mythenkorrektur-Typ sind nicht als geschlossene Systeme, sondern als offene ‘Denkmodelle’(Adorno) zu verstehen, die die dynamische Sinnstruktur der literarischen Mythentransformation offenlegen können.

Abstract

Die vorliegende Arbeit erprobt drei Modelle der literarischen Mythentransformation, die durch eine konkrete Textanalyse der Gedichte von Goethe, Schiller, Hölderlin, Novalis, Heine, Volker Braun, Doris Runge und Uwe Kolbe herausgearbeitet werden. Dabei wird herausgestellt, dass der dauernde Wert des Mythos nicht nur von seiner ursprünglichen Bedeutung, sondern vielmehr von seinem vielfältigen Interpretations- und Rezeptionspotential abhängt. Der Begriff ‘Mythopoesie’(Mythos+Poesie) meint poetische Transformationen verschiedener mythologischer und poetischer Elemente zu neuen Mythen. Innerhalb des Funktionsspektrums der ‘Neuen Mythologie’ hat die Mythopoesie gegenüber dem ausdifferenzierten Weltsystem der Aufklärung ein neues einheitliches Weltbild entworfen und die Finalität der Geschichte behauptet. Außerdem hat sie vermittels des synkretistischen Verfahrens neue Zeichen (Kulturgeographie) geschaffen. Die Terminologie ‘Mythensynkretismus’ bedeutet die Übernahme von Mythologemen verschiedener Herkunft und ihre Verbindung zu einem eigenen Zusammenhang. Sie fügt vielfältige Figuren und Bilder aus der griechisch-römischen Mythologie, aus der christlichen Mythologie sowie aus der indianischen Mythologie synkretistisch zusammen. Dadurch werden Mythologien anderer Kulturkreise in die Poesie einbezogen, die gängigen Vorstellungen der Vorherrschaft des Weltbilds in Frage gestellt und die eigenen Werte relativiert. Die Funktion der ‘Mythenkorrektur’ ist die Historisierung des ahistorischen Mythos. Es geht dabei nicht um das griechische Altertum im eigentlichen Sinne, sondern um den Versuch, für die Gestaltung gegenwärtiger Anliegen Sujets zu finden, die den eigenen Erfahrungen zugleich den Rang historischer und gesellschaftlicher Problematik geben. Die ‘Berichtigungen alter Mythen’(Brecht) setzen an einem markanten Punkt ein, so dass der Eingriff die wohlbekannten Geschichten in ein ganz neues Licht rückt. Das heißt: Sie entmythologisieren den alten Mythos. Die oben erwähnten drei typologischen Ansätze der Mythentransformation, nämlich der Mythopoesie-Typ, der Mythensynkretismus-Typ und der Mythenkorrektur-Typ sind nicht als geschlossene Systeme, sondern als offene ‘Denkmodelle’(Adorno) zu verstehen, die die dynamische Sinnstruktur der literarischen Mythentransformation offenlegen können.

참고문헌 (24)

  1. Adorno, Theodor W., "Negative Dialektik" (1990)
  2. Benjamin, Walter, "Oedipus oder der vernünftige Mythos. in: Gesammelte Schriften. Bd. Ⅱ-1" (1977)
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  7. I, "Sämtliche Schriften. Herausgegeben von Klaus Briegleb. Bd. 6", pp.1997, Heine, Heinrich
  8. Hölderlin, Friedrich, "Sämtliche Gedichte. Herausgegeben von Detlev Lüders. Bd. 1" (1989)
  9. Kolbe, Uwe, "Hineingeboren. Gedichte 1975-1979" (1982)
  10. Mann, Thomas, "Rede über Lessing. in: Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Bd. Ⅸ" (1960)
  11. Novalis, "Das dichterische Werke, Tagebücher und Briefe. Bd. 1, Herausgegeben von Richard Samuel" (1999)
  12. Runge, Doris, "jagdlied" (1985), Gedichte
  13. Schiller, Friedrich, "Sämtliche Werke. Bd. 1" (1987)
  14. 이영기, "횔덜린의 뮈토포에지 - 비가 『빵과 포도주』를 중심으로", 독일문학, 50(1), pp.5~26 (2009), 한국독어독문학회
  15. 마르틴 하이데거, "횔덜린 송가 「이스터」" (2005), 동문선
  16. Blumenberg, Hans, "Arbeit am Mythos" (1996)
  17. Campbell, Josepf, "Der Heros in tausend Gestalten" (1999)
  18. Engel, Manfred, "Neue Mythologie in der deutschen und englischen Frühromantik", Archadia, (26) (1991)
  19. Höhn, Gerhard, "Heine-Handbuch. Zeit, Person, Werk" (1997)
  20. Jamme, Christoph, "Einführung in die Philosophie des Mythos, Neuzeit und Gegenwart" (1991)
  21. Levi-Strauss, Claude, "Claude: Mythos und Bedeutung. Fünf Radiovorträge" (1980)
  22. Lösch, Walburga, "Der werdende Gott. Mythopoetische Theogonien in der romantischen Mythologie" (1996)
  23. Seidensticker, Bernd u, "Mythos Sisyphos. Text von Homer bis Günter Kunert" (2001)
  24. Vöhler, Martin u., "Mythenkorrekturen. Zu einer paradoxalen Form der Mythenrezeption" (2005)

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