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신화적 상상력과 문화지리학 ― 횔덜린의 ‘도나우 강’ 찬가에 나타난 뮈토포에지

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주제분류독일어와문학

초록

Im Rahmen der ‘Neuen Mythologie’ um 1800 kann der Begriff ‘Mythopoesie’ als “poetische Transformationen verschiedener mythologischer und poetischer Elemente zu neuen Mythen” verstanden werden. Insofern die Mythopoesie einen ‘neuen’ Mythos schafft, ist sie als eine Verfahrensweise der Mythentransformation zu begreifen. Die vorliegende Arbeit soll Hölderlins mythopoetische Verfahrensweise in seinen Donauhymnen, nämlich Am Quell der Donau, Der Ister und Die Wanderung, herausarbeiten. In seinem Kommentar zu Pindars Fragment Das Belebende schreibt Hölderlin den Kentauren-Mythos als einen Mythos des Stroms um, indem er die wilden Kentauren zu Kulturstiftern umgestaltet. Diese Übersetzungshermeneutik gilt als eine mythopoetische Grundlage für die Figuration und Sinngebung des Stroms. Aufgrund der geschichtsphilosophischen Denkfigur der Ost-West-Wanderung der Kultur stattet Hölderlin in der Hymne Der Ister das Quellgebiet der Donau mit einer mythischen Episode vom Besuch des Herakles an den Doauquellen aus. Und in der Hymne Die Wanderung fügt Hölderlin einen geschichtsphilosophischen Vorzeitmyhos vom Kulturkontakt zwischen dem deutschen Geschlecht und den Sonnenkindern ein. Die kulturvermittelnde Leistung der Donau lässt den heimatlichen Raum ‘Suevien’ als einen kulturgeographischen Raum, wo sich der Ausgleich bzw. die Synthese zwischen dem Hesperischen und dem Griechischen vollgezogen hat. So hat Hölderlin in den Donauhymnen die Donau, also einen geographischen Gegenstand mythopoetisch zu einem kulturgeographischen Raum transformiert. Hölderlins mythopoetische Figuration der Donau zeigt, dass ‘Mythopoesie’ als eine Typologie für literarische Mythentransformation funktionieren kann.

Abstract

Im Rahmen der ‘Neuen Mythologie’ um 1800 kann der Begriff ‘Mythopoesie’ als “poetische Transformationen verschiedener mythologischer und poetischer Elemente zu neuen Mythen” verstanden werden. Insofern die Mythopoesie einen ‘neuen’ Mythos schafft, ist sie als eine Verfahrensweise der Mythentransformation zu begreifen. Die vorliegende Arbeit soll Hölderlins mythopoetische Verfahrensweise in seinen Donauhymnen, nämlich Am Quell der Donau, Der Ister und Die Wanderung, herausarbeiten. In seinem Kommentar zu Pindars Fragment Das Belebende schreibt Hölderlin den Kentauren-Mythos als einen Mythos des Stroms um, indem er die wilden Kentauren zu Kulturstiftern umgestaltet. Diese Übersetzungshermeneutik gilt als eine mythopoetische Grundlage für die Figuration und Sinngebung des Stroms. Aufgrund der geschichtsphilosophischen Denkfigur der Ost-West-Wanderung der Kultur stattet Hölderlin in der Hymne Der Ister das Quellgebiet der Donau mit einer mythischen Episode vom Besuch des Herakles an den Doauquellen aus. Und in der Hymne Die Wanderung fügt Hölderlin einen geschichtsphilosophischen Vorzeitmyhos vom Kulturkontakt zwischen dem deutschen Geschlecht und den Sonnenkindern ein. Die kulturvermittelnde Leistung der Donau lässt den heimatlichen Raum ‘Suevien’ als einen kulturgeographischen Raum, wo sich der Ausgleich bzw. die Synthese zwischen dem Hesperischen und dem Griechischen vollgezogen hat. So hat Hölderlin in den Donauhymnen die Donau, also einen geographischen Gegenstand mythopoetisch zu einem kulturgeographischen Raum transformiert. Hölderlins mythopoetische Figuration der Donau zeigt, dass ‘Mythopoesie’ als eine Typologie für literarische Mythentransformation funktionieren kann.

참고문헌 (21)

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