스크린으로 간 후각천재 - 티크베어의 <향수>와 쥐스킨트의 『향수』의 비교연구
Geruchsgenie auf der Leinwand
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초록
Das Parfum von Patrick Süskind ist ein weltberühmter postmoderner Roman, der sich durch Mehrfachkodierung, Intertextualität und einen ironischen Grundton auszeichnet. Wegen der verschiedensten Gerüchebeschreibungen, wegen des Protagonisten und nicht zuletzt wegen der unzähligen Interpretationsmöglichkeiten hielten viele den Roman für unverfilmbar. Die vorliegende Arbeit versucht aufzuzeigen, wie Tykwer mit solch schwierigen Stoffen überhaupt umgeht und welche Veränderungen in Bezug auf die Romanvorlage vorgenommen werden. Das erste Kapitel widmet sich der Auseinandersetzung mit der Visualisierung der Düfte und der Gerüche. Tykwer arbeitet mit allen bekannten filmischen Mitteln, Close-ups und Zeitlupe sowie mit Tykwer-typischen rasenden Kamerafahrten, um den unsichtbaren Geruchsinn auf der Leinwand zu zeigen und Düfte für Kinozuschauer riechbar zu machen. Das zweite Kapitel versucht, die literarische Vorlage mit der filmischen Adaption zu vergleichen und Parallelen sowie Abweichungen der Erzählstruktur herauszuarbeiten. Der Film legt einen besonderen Akzent auf den Krimi. Das dritte Kapitel setzt sich schließlich mit der Konzeption und Besetzung des Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille auseinander. Die gravierendste Veränderung fällt in der Konzeption des Protagonisten auf. Grenouille wird entdämonisiert und menschlich. Tykwers Film scheint auf den ersten Blick die detailgetreue Umsetzung des Romans zu sein, weil Tykwer im Großen und Ganzen die Handlung des Romans getreulich nachstellt. Aber er findet seinen eigenen Ansatz zur Deutung der Vorlage. Sein Film ist als eine mögliche Lesart der verschiedenen Interpretations- möglichkeiten des Romans zu verstehen.
Abstract
Das Parfum von Patrick Süskind ist ein weltberühmter postmoderner Roman, der sich durch Mehrfachkodierung, Intertextualität und einen ironischen Grundton auszeichnet. Wegen der verschiedensten Gerüchebeschreibungen, wegen des Protagonisten und nicht zuletzt wegen der unzähligen Interpretationsmöglichkeiten hielten viele den Roman für unverfilmbar. Die vorliegende Arbeit versucht aufzuzeigen, wie Tykwer mit solch schwierigen Stoffen überhaupt umgeht und welche Veränderungen in Bezug auf die Romanvorlage vorgenommen werden. Das erste Kapitel widmet sich der Auseinandersetzung mit der Visualisierung der Düfte und der Gerüche. Tykwer arbeitet mit allen bekannten filmischen Mitteln, Close-ups und Zeitlupe sowie mit Tykwer-typischen rasenden Kamerafahrten, um den unsichtbaren Geruchsinn auf der Leinwand zu zeigen und Düfte für Kinozuschauer riechbar zu machen. Das zweite Kapitel versucht, die literarische Vorlage mit der filmischen Adaption zu vergleichen und Parallelen sowie Abweichungen der Erzählstruktur herauszuarbeiten. Der Film legt einen besonderen Akzent auf den Krimi. Das dritte Kapitel setzt sich schließlich mit der Konzeption und Besetzung des Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille auseinander. Die gravierendste Veränderung fällt in der Konzeption des Protagonisten auf. Grenouille wird entdämonisiert und menschlich. Tykwers Film scheint auf den ersten Blick die detailgetreue Umsetzung des Romans zu sein, weil Tykwer im Großen und Ganzen die Handlung des Romans getreulich nachstellt. Aber er findet seinen eigenen Ansatz zur Deutung der Vorlage. Sein Film ist als eine mögliche Lesart der verschiedenen Interpretations- möglichkeiten des Romans zu verstehen.
참고문헌 (17)
- 쥐스킨트. 파트릭, "향수. 어느 살인자의 이야기" (2002), 열린 책들
- Birkin, Andrew, "Das Drehbuch in : Parfum. Das Buch zum Film", pp.31~147 (2006)
- Frizen, Werner, "Patrick Süskind" (1996), Das Parfum
- Hallensleben, Silvia, "Der Duft nach Nichts. Tom Tykwer und Bernd Eichinger versuchen mit der Verfilmung des Süskind’schen Erfolgsromans “Das Parfum” die Massen statt zum Lesen zum Schauen zu verführen", Freitag, 15 (2006)
- Haasis, Bernd, "Das Parfum- Die Geschichte eines Mörders. Das Scheusal bleibt unnahbar", Stuttgarter Nachrichten, 18 (2006)
- Kammeerer, Dietmar, "Das Buch riecht ja auch nicht. Interview mit Regisseur Tom Tykwer", taz, 14 (2006)
- Körte, Peter, "Immun gegen das Böse. Das Parfum", Frankfurter Allgemeine, 10 (2006)
- Koll, Horst Peter, "Liebe ist nur ein Duft. Tom Tykwer Patrick Süskinds Weltbestseller Das Parfum", Rheinischer Merkur, 7 (2006)
- Lueken, Verena, "Das Parfum-von Buch zum Film", Das Parfum, Das Buch zum Film (2006)
- Nicodemus. Katja, "Ein großes Nasentheater", Die Zeit, 24 (2006)
- Rodek, Hans-Georg, "Kein Grund zur Beunruhigung. Hier stößt das Kind an seine Grenze: Die Parfum-Verfilmung", Rheinischer Merkur, 36 (2006)
- Ders, "Das Parfum", Die Welt (2006)
- Saska-Weiß, "Ruprecht: Ruchlos, aber auch geruchlos. Das Duo Eichinger-Tykwer verfilmt Süskinds Parfum", Stuttgarter Zeitung (2006)
- Süskind, Patrick, "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders" (1985)
- Zander, Peter, "Die große Nasenflatter", Berliner Morgenpost (2006)
- "Exclusiv-Interview mit Regisseur Tykwer zu “Das Parfum”"[URL]
- "Das Parfum"[URL]
