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토마스 만의 소설 <뒤바뀐 머리들> - “인도 성담” 혹은 유럽/독일 신화? -

Thomas Mann's story Die vertauschten Köpfe - An Indian legend or a European-German myth? -

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주제분류독일어와문학

초록

Thomas Manns “blutige und sinnverwirrende” Erzählung Die vertauschten Köpfe, entstanden während des Zweiten Weltkrieges, aber durchweg ausschweifend-phantasiefreudig gehalten, schildert eine groteske Geschichte von zwei Jünglingen und einer Frau, wegen der jene sich nacheinander den Kopf abschneiden, um am Ende durch das Fehlverhalten bzw. die verborgene Lust des Weibes “die Köpfe” zu tauschen, sich also zu vereinigen. Es müsste eigentlich ‘die vertauschten Körper’ heißen: Kommt es doch Thomas Mann bei der Identifizierung der ‘vertauschten’ Freunde auf den Besitz des Kopfes an. Die wesentlichen Momente bei dem Autor - etwa die Verführung und Heimsuchung, der Trug und die Täuschung, die Maske und Maskierung - deuten mehrfach an, dass es hier um die Thomas Mann’sche Problematik des Homosexuellen geht. In dieser “indischen Legende”, so der Untertitel, werden viele Momente der früheren homoerotischen Geschichte (wie Der Tod in Venedig) wieder aufgegriffen und manche der späteren (wie Doktor Faustus) vorweggenommen. Aber nirgendwo wird die Phantasie von der verbotenen (wie auch von Thomas Mann selbst verworfenen) Liebe so offenkundig und lustvoll erzählt wie hier vor dem ‘fremden’ Hintergrund. Thomas Mann scheint eben durch die Translokation seine Wünsche und Ängste zu und vor der eigenen Begierde auszuphantasieren. Dafür stehen die angeblich indischen Gauklerfiguren wie Maya, Kali, Dewi, Durga und/oder Schakti, welche doch nur eine einzige Verkörperung des Naturhaften bzw. ‘Weiblichen’ darstellen. Unter ihrer Obhut werden die Grenzen zwischen Verbotenem und Erlaubtem aufgehoben und auch der Inzest sowie das Androgyne ausfabuliert. So erweist sich die “indische Legende” als eine ‘verfremdete’ Form des abendländischen Mythos des Weiblichen.

Abstract

Thomas Manns “blutige und sinnverwirrende” Erzählung Die vertauschten Köpfe, entstanden während des Zweiten Weltkrieges, aber durchweg ausschweifend-phantasiefreudig gehalten, schildert eine groteske Geschichte von zwei Jünglingen und einer Frau, wegen der jene sich nacheinander den Kopf abschneiden, um am Ende durch das Fehlverhalten bzw. die verborgene Lust des Weibes “die Köpfe” zu tauschen, sich also zu vereinigen. Es müsste eigentlich ‘die vertauschten Körper’ heißen: Kommt es doch Thomas Mann bei der Identifizierung der ‘vertauschten’ Freunde auf den Besitz des Kopfes an. Die wesentlichen Momente bei dem Autor - etwa die Verführung und Heimsuchung, der Trug und die Täuschung, die Maske und Maskierung - deuten mehrfach an, dass es hier um die Thomas Mann’sche Problematik des Homosexuellen geht. In dieser “indischen Legende”, so der Untertitel, werden viele Momente der früheren homoerotischen Geschichte (wie Der Tod in Venedig) wieder aufgegriffen und manche der späteren (wie Doktor Faustus) vorweggenommen. Aber nirgendwo wird die Phantasie von der verbotenen (wie auch von Thomas Mann selbst verworfenen) Liebe so offenkundig und lustvoll erzählt wie hier vor dem ‘fremden’ Hintergrund. Thomas Mann scheint eben durch die Translokation seine Wünsche und Ängste zu und vor der eigenen Begierde auszuphantasieren. Dafür stehen die angeblich indischen Gauklerfiguren wie Maya, Kali, Dewi, Durga und/oder Schakti, welche doch nur eine einzige Verkörperung des Naturhaften bzw. ‘Weiblichen’ darstellen. Unter ihrer Obhut werden die Grenzen zwischen Verbotenem und Erlaubtem aufgehoben und auch der Inzest sowie das Androgyne ausfabuliert. So erweist sich die “indische Legende” als eine ‘verfremdete’ Form des abendländischen Mythos des Weiblichen.

참고문헌 (13)

  1. Goethe, Johann Wolfgang, "Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 1", pp.469~473 (1977)
  2. Jung, Carl Gustav, "Gesammelte Werke, Bd. 7" (1971)
  3. Kaewsumrit, Aratee, "Asienbild und Asienmotiv bei Thomas Mann" (2007)
  4. Kim, Youn-Ock, "Ein neuer Aspekt der Ironie und des Humors bei Thomas Mann. Mythisierte Lebensform oder Modifizierung der Selbstrettungsstrategie des ‘weiblichen’ und des ‘männlichen’ Ich", pp.306~321 (2011)
  5. Luft, Klaus Peter, "Erscheinungsformen des Androgynen bei Thomas Mann" (1998)
  6. Mann, Thomas, "Gesammelte Werke in 13 Bänden, Neudruck der Ausgabe von 1960, erweitert um einen 13. Bd. mit “Nachträgen”, Bd. VIII", pp.712~807 (1974)
  7. Mann, Thomas, "Gesammelte Werke, Bd. VIII", pp.444~525 (1974)
  8. Mann, Thomas, "Gesammelte Werke, Bd. V." (1974)
  9. Mann, Thomas, "Gesammelte Werke, Bd. XII", pp.7~589 (1974)
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  11. Renner, Rolf Günter, "Internationales Thomas-Mann- Kolloquium 1986 in Lübeck", pp.73~91 (1987)
  12. Schulz, Siegfried A., "Euphorion 57", pp.336~459 (1963)
  13. Vollmann, Benedikt K., "Wörterbuch des Christentums. 1500 Stichwörter von A-Z", pp.1109~ (2001)

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