헤르만 헤세와 하인리히 하이네 - 헤세의 삶과 작품 속의 하이네 -
Hermann Hesse and Heinrich Heine - Heine in Hesse's life and work -
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초록
Hermann Hesses Verhältnis zu Heinrich Heine ist bislang in der Forschung sowohl in Bezug auf Hesse als auch auf Heine wenig beachtet worden. Trotz der grundsätzlichen Unterschiede der beiden Dichter in persönlicher, dichterischer und literarischer Hinsicht gibt es jedoch zwischen Hesse und Heine klare Bezugspunkte. In der vorliegenden Arbeit geht es darum, bedeutsame Stellen in Hesses Lebenszeugnissen und Werken, in denen er Heine erwähnt oder zitiert, in chronologischer Reihenfolge aufzuzeigen. Dadurch soll Hesses Verhältnis zu Heine oder, mit anderen Worten, Heines Wirkung auf Hesse beleuchtet werden. Im Vordergrund steht vor allem der Zeitraum von 1892 bis 1895, eine Zeit, in der sich der junge Hesse enthusiastisch der Heine-Lektüre hingegeben hat. Heines Werk hat den jungen Hesse, der in dieser Zeit Träume von einem Leben als Dichter zu spinnen begann, ganz maßgeblich beeinflusst. Besonders nach seinem Eintritt ins Gymnasium in Cannstatt hat er monatelang nur Heine gelesen, wie er selber berichtet, bis er schließlich Heine “glücklich überstanden” hat. In mehreren Briefen an seinen ehemaligen Maulbronner Mitschüler Theodor Rümeln gibt er seiner Begeisterung für Heine Ausdruck und legt Gedichte des Vorbildes bei. Auch in den Briefen an Dr. Kapff, seinen ehemaligen Lehrer in Maulbronn, sind die Einflüsse Heines auf Hesse unverkennbar. Nicht zufällig trägt Hesses erstes, 1898 im Alter von 21 Jahren veröffentlichtes Buch den Titel Romantische Lieder. Hesse setzte sich 1925, nun im Mannesalter, sehr aktiv für die Errichtung eines Heine-Denkmal in Düsseldorf ein. Seine enthusiastische Stellungnahme, in der er Heine als einen “deutschen” Dichter rühmt, hat neben Thomas Manns Fürsprache besondere Beachtung verdient. Ein weiteres wichtiges Zeugnis von Hesses innerer Wahlverwandtschaft mit Heine findet man in einem 1931 veröffentlichten offenen Brief an einen Kommunisten. Darin äußert sich Hesse über die Aufgabe und die Grenze des politischen Engagement des Dichters in politisch unruhigen Zeiten, indem er auf die freundliche und fruchtbare Beziehung zwischen Heine und Marx in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts anspielt. Diese beiden wichtigen Zeugnisse sind ohne die frühere Begeisterung Hesses für Heine undenkbar.
Abstract
Hermann Hesses Verhältnis zu Heinrich Heine ist bislang in der Forschung sowohl in Bezug auf Hesse als auch auf Heine wenig beachtet worden. Trotz der grundsätzlichen Unterschiede der beiden Dichter in persönlicher, dichterischer und literarischer Hinsicht gibt es jedoch zwischen Hesse und Heine klare Bezugspunkte. In der vorliegenden Arbeit geht es darum, bedeutsame Stellen in Hesses Lebenszeugnissen und Werken, in denen er Heine erwähnt oder zitiert, in chronologischer Reihenfolge aufzuzeigen. Dadurch soll Hesses Verhältnis zu Heine oder, mit anderen Worten, Heines Wirkung auf Hesse beleuchtet werden. Im Vordergrund steht vor allem der Zeitraum von 1892 bis 1895, eine Zeit, in der sich der junge Hesse enthusiastisch der Heine-Lektüre hingegeben hat. Heines Werk hat den jungen Hesse, der in dieser Zeit Träume von einem Leben als Dichter zu spinnen begann, ganz maßgeblich beeinflusst. Besonders nach seinem Eintritt ins Gymnasium in Cannstatt hat er monatelang nur Heine gelesen, wie er selber berichtet, bis er schließlich Heine “glücklich überstanden” hat. In mehreren Briefen an seinen ehemaligen Maulbronner Mitschüler Theodor Rümeln gibt er seiner Begeisterung für Heine Ausdruck und legt Gedichte des Vorbildes bei. Auch in den Briefen an Dr. Kapff, seinen ehemaligen Lehrer in Maulbronn, sind die Einflüsse Heines auf Hesse unverkennbar. Nicht zufällig trägt Hesses erstes, 1898 im Alter von 21 Jahren veröffentlichtes Buch den Titel Romantische Lieder. Hesse setzte sich 1925, nun im Mannesalter, sehr aktiv für die Errichtung eines Heine-Denkmal in Düsseldorf ein. Seine enthusiastische Stellungnahme, in der er Heine als einen “deutschen” Dichter rühmt, hat neben Thomas Manns Fürsprache besondere Beachtung verdient. Ein weiteres wichtiges Zeugnis von Hesses innerer Wahlverwandtschaft mit Heine findet man in einem 1931 veröffentlichten offenen Brief an einen Kommunisten. Darin äußert sich Hesse über die Aufgabe und die Grenze des politischen Engagement des Dichters in politisch unruhigen Zeiten, indem er auf die freundliche und fruchtbare Beziehung zwischen Heine und Marx in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts anspielt. Diese beiden wichtigen Zeugnisse sind ohne die frühere Begeisterung Hesses für Heine undenkbar.
참고문헌 (14)
- Hesse, Hermann, "Sämtliche Werke" (2001)
- Hesse, Hermann, "Gesammelte Briefe. Bd. 4" (1979)
- Hesse, Hermann, "»Ich gehorche nicht und werde nicht gehorchen!« Die Briefe. Bd. 1(1881-1904)" (2012)
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- 홍순길, "헤세 문학과 이상정치" (2000), 목원대학교 출판부
- Below, Jürgen, "Hermann-Hesse-Bibliographie: Säkundärliteratur 1899-2007" (2010)
- Below, Jürgen, "Hermann Hesse-Handbuch" (2012)
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- Goltschnigg, Dietmar, "Geschichte seiner Wirkung in den deutschsprachigen Ländern. Bd. 2" (2008)
- Höhn, Gerhard, "Heine Handbuch. Zeit, Person, Werk" (1987)
- Michels, Volker, "Hesse, Hermann: Sämtliche Werke" (2001)
- Michels, Volker, "Vorwort zu: Hesse, Hermann(2012): »Ich gehorche nicht und werde nicht gehorchen!« Die Briefe Bd. 1(1881-1904)" (2012)
- Stadtverwaltung Calw, "Calw Journal. Amtsblatt der Großen Kreisstadt Calw. Ausgabe 27, Jahrgang 7", ~ (2006)
