본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

인간학적 미학의 기초 - 경험과학적 감성학으로서 바움가르텐의 행복한 미학실천가의 미학 -

Die Grundlage der anthropologischen Ästhetik - eine Studie über die Ästhetik von ‘felix aestheticus’ A. G. Baumgartens als die erfahrungswissenschaftliche Aisthetik

2

조회

0

다운로드

5

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Die Epoche der deutschen Aufklärung zwischen 1750 und den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts zeichnet sich neuerdings als die der anthropologischen Wende aus, in der sich das frühaufklärerische Systemdenken zum spätaufklärerischen Erfahrungsdenken wechselt. Der Bedeutungsverlust der Frömmigkeitsliteratur, die Ablösung der wollfianischen Schulphilosophie und der Institutionswandel der Universitäten (Carsten Zelle) öffnen einen intellektuellen Raum, in dem Ästhetik, Anthropologie, Experimentalpsychologie, Medizin und Philosophie in den Vordergrund treten. Natürlich hat auch diese Entwicklung ihre Vorläufer: Zu nennen sind hier etwa die Psychologie von Johann Georg Sulzer, die Menschenlehre von Alexander Pope und die Wissenschaft vom Menschen von Denis Diderot. Aber der entscheidende Anstoß zur Ausbildung dieses neuen, von Erfahrung, Betrachtung und Experiment geleiteten wissenschaftlichen Paradigmenwechsels leistet die aufklärerische Anthropologie. Nicht nur in Pädagogik, Ethnologie, Kulturgeographie, Menschheitsgeschichte, Philosophie, Theologie und anthropologischem Roman, sondern auch in Medizin, Physiologie und Biologie sind die anthropologisch begründeten theoretischen Versuche unternommen, die Trennung von Geist und Natur sowie von Seele und Körper aufzuheben und damit zugleich ‘commercium mentis et corporis’ aufgrund des organologischen Verständnisses des ganzen Menschen hervorzuheben. Dabei haben die aufklärerischen philosophischen Ärzte und auch Alexander Gottlieb Baumgarten viel beigetragen. Während die vernünftigen, philosophischen Ärzte wie Johann Gottlob Krüger, Johann August Unzer, Ernst Anton Nicholai, Johann Christian Bolten sich von der reduktionistischen ‘anthropologica physica’ abgegrenzt und die integrative Ausbildung der Ärzte durch die Einbeziehung der Ästhetik und der philosophischen Pathologie beabsichtigt haben, hat Baumgarten seinerseits “Aesthetica” als die erfahrungswissenschaftliche Praktik zu etablieren versucht, indem er “felix aestheticus” als den Menschen mit allseitiger Begabung zu sinnlicher Erkenntnis und zur natürlichen Veranlagung sich selbst als das Subjekt der sinnlichen Wahrnehmungs- und Vollzugsleistungen setzen lassen und dadurch die Grundvoraussetzung der anthropologischen Ästhetik bereitgestellt hat, nach der es versteht sich, dass ästhetischen Erkennen eine natürliche Veranlagung voraussetzt. Damit zeigt sich ein gemeinsamer Horizont von der Ästhetik als ‘scientia cognitionis sensitivae’ und der empirischen Psychologie sowie Anthropologie auf.

Abstract

Die Epoche der deutschen Aufklärung zwischen 1750 und den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts zeichnet sich neuerdings als die der anthropologischen Wende aus, in der sich das frühaufklärerische Systemdenken zum spätaufklärerischen Erfahrungsdenken wechselt. Der Bedeutungsverlust der Frömmigkeitsliteratur, die Ablösung der wollfianischen Schulphilosophie und der Institutionswandel der Universitäten (Carsten Zelle) öffnen einen intellektuellen Raum, in dem Ästhetik, Anthropologie, Experimentalpsychologie, Medizin und Philosophie in den Vordergrund treten. Natürlich hat auch diese Entwicklung ihre Vorläufer: Zu nennen sind hier etwa die Psychologie von Johann Georg Sulzer, die Menschenlehre von Alexander Pope und die Wissenschaft vom Menschen von Denis Diderot. Aber der entscheidende Anstoß zur Ausbildung dieses neuen, von Erfahrung, Betrachtung und Experiment geleiteten wissenschaftlichen Paradigmenwechsels leistet die aufklärerische Anthropologie. Nicht nur in Pädagogik, Ethnologie, Kulturgeographie, Menschheitsgeschichte, Philosophie, Theologie und anthropologischem Roman, sondern auch in Medizin, Physiologie und Biologie sind die anthropologisch begründeten theoretischen Versuche unternommen, die Trennung von Geist und Natur sowie von Seele und Körper aufzuheben und damit zugleich ‘commercium mentis et corporis’ aufgrund des organologischen Verständnisses des ganzen Menschen hervorzuheben. Dabei haben die aufklärerischen philosophischen Ärzte und auch Alexander Gottlieb Baumgarten viel beigetragen. Während die vernünftigen, philosophischen Ärzte wie Johann Gottlob Krüger, Johann August Unzer, Ernst Anton Nicholai, Johann Christian Bolten sich von der reduktionistischen ‘anthropologica physica’ abgegrenzt und die integrative Ausbildung der Ärzte durch die Einbeziehung der Ästhetik und der philosophischen Pathologie beabsichtigt haben, hat Baumgarten seinerseits “Aesthetica” als die erfahrungswissenschaftliche Praktik zu etablieren versucht, indem er “felix aestheticus” als den Menschen mit allseitiger Begabung zu sinnlicher Erkenntnis und zur natürlichen Veranlagung sich selbst als das Subjekt der sinnlichen Wahrnehmungs- und Vollzugsleistungen setzen lassen und dadurch die Grundvoraussetzung der anthropologischen Ästhetik bereitgestellt hat, nach der es versteht sich, dass ästhetischen Erkennen eine natürliche Veranlagung voraussetzt. Damit zeigt sich ein gemeinsamer Horizont von der Ästhetik als ‘scientia cognitionis sensitivae’ und der empirischen Psychologie sowie Anthropologie auf.

참고문헌 (20)

  1. 김윤상, "“철학의사” - 인문학의 상실된 패러다임을 찾아서", 독일문학, 53(3), pp.83~103 (2012), 한국독어독문학회
  2. Baumgarten, Alexander Gottlieb, "Ästhetik (Aesthetica 1750), übersetzt von Dagmar Mirbach" (2007)
  3. Baumgarten, Alexander Gottlieb, "Metaphysik. Übersetzt von Georg Friedrich Meier, Anmerkungen von Johann August Eberhard, mit einer Einführung von Dagmar Mirbach" (2004)
  4. Bolten, Johann Christian, "Gedanken von psychologischen Curen"
  5. Cassirer, Ernst, "Die Philosophie der Aufklärung (1932)" (1973)
  6. Garber, Jörn, "Vorwort, In Zwischen Empirisierung und Konstruktionsleistung: Anthropologie im 18. Jahrhundert" (2004)
  7. Grimminger, Rolf, "Die nützliche gegen die schöne Aufklärung. Konkurrierende Utopien des 18. Jahrhunderts in geschichtsphilosophischer Sicht, In Utopieforschung. Interdisziplinäre Studien zur neuzeitlichen Utopie, Bd. 3" (1982)
  8. Hißmann, Michael, "Psychologische Versuche"
  9. Kondylis, Panajotis, "Die Aufklärung im Rahmen des neuzeitlichen Rationalismus" (1981)
  10. Mirbach, Dagmar, "Einführung, In Ästhetik (Aesthetica 1750), übersetzt von Dagmar Mirbach"
  11. Essay on Man, "Vom Menschen", pp.1993, Pope, Alexander
  12. Preisendanz, Wolfgang, "Naturwissenschaft als Provokation der Poesie" (1994)
  13. Riedel, Wolfgang, "Erkennen und Empfinden. Anthropologische Achsendrehung und Wende zur Ästhetik bei Johann Georg Sulzer, In Der ganze Mensch. Anthropologie und Literatur im 18. Jahrhundert" (1994)
  14. Stöckmann, Ernst, "Anthropologische Ästhetik" (2009)
  15. Sulzer, Johann Georg, "Kurzer Begriff aller Wissenschaften und andern Theile der Gelehrsamkeit, 2"
  16. Ulrichs, Lars-Thade, "Die andere Vernunft. Philosophie und Literatur zwischen Aufklärung und Romantik" (2011)
  17. Unzer, Johann August, "Erste Gründe einer Physiologie der eigentlichen thierischen Natur thierischer Körper", Weidmanns Erben und Reich
  18. Wolff, Christian, "Cosmologia generalis, In Gesammelte Werke II. 4" (2009)
  19. Zelle, Carsten, "Sinnlichkeit und Theraphie. Zur Gleichursprünglichkeit von Ästhetik und Anthropologie um 1750, In "Vernünftige Ärzte". Hallesche Psychomediziner und die Anfänge der Anthropologie in der deutschsprachigen Frühaufklärung" (2001)
  20. Zelle, Carsten, "Vorbemerkung, In "Vernünftige Ärzte". Hallesche Psychomediziner und die Anfänge der Anthropologie in der deutschsprachigen Frühaufklärung" (2001)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (12건)