만화의 과거 회상
The narrative structure of memory in comic
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초록
Die vorliegende Arbeit handelt von der narrativen Entwicklung der Erinnerungsszene im Comic, und zwar geht es hier u. a. um die Fragen, ob sich dabei eine obligatorische strukturelle Phase im Laufe der Erinnerung herausfinden lässt, und wie diese dann konstituiert sein könnte. Anhand der Analyse von Hyakki Yakousho (1999-2012, 21 Bd.) wurde gezeigt, dass allen Erinnerungen in diesem Comic-Werk eine sog. „Kreuzszene“ gemeinsam ist, die als Schnittstelle zwischen der diegetischen Gegenwarts- und der Vergangenheitsszene fungiert. Da die Kreuzszene somit ein Lokus ist, wo die szenische Gegenwart und Vergangenheit koexistieren, treten in dieser Szene diejenigen Elementen auf, die distributionell in diesen Tempora verteilt sind: wenn das Bild eine Gegenwartsszene darstellt, tritt ausnahmslos eine Sprechklammer auf, während die übrigen sprachlichen Elemente des Comics wie die Insert, Sprech- und Denkblasen keine obligatorischen Einheiten sind; wenn das Bild dagegen eine Vergangenheitsszene darstellt, tritt hier immer ein Insert auf, während die Sprechklammer kein Obligatum ist. In Bezug auf die Auftretenshäufigkeit sowie die Dauer der Kreuzszene im Laufe der Erinnerung variierten die jeweiligen untersuchten Fälle. Die Kohärenz zwischen der Gegenwarts- und Vergangenheitsszene, die für die narrative Konstruktion der Erinnerung insbesondere von Bedeutung ist, kommen auf verschiedene Art und Weise zustande. So wird z. B. das Bild der vorangestellten Gegenwartsszene aufgrund der Koreferenzbeziehung von dem Insert wiederaufgenommen, das der anschließenden Vergangenheitsszene zugehörig ist. Zwischen sprachlichen Elementen lassen sich häufig solche expliziten Wiederaufnahme-Verhältnisse feststellen, die dann weiterhin zwischen Substitution und Repetition unterschieden werden. Es lässt sich aber auch die semantische Kontiguitätsbeziehung zwischen den Szenen feststellen, die ein Fall der impliziten Wiederaufnahme darstellt. Da die Sprache in Comics zum Teil Dialoge sind, kommt die Kohärenz des Comic-Textes nicht zuletzt auch dadurch zustande, dass sprachliche Elemente, die jeweils in Vergangenheits- und Gegenwartsszene verteilt sind, eine Gesprächssequenz, also eine kommunikative Einheit bilden.
Abstract
Die vorliegende Arbeit handelt von der narrativen Entwicklung der Erinnerungsszene im Comic, und zwar geht es hier u. a. um die Fragen, ob sich dabei eine obligatorische strukturelle Phase im Laufe der Erinnerung herausfinden lässt, und wie diese dann konstituiert sein könnte. Anhand der Analyse von Hyakki Yakousho (1999-2012, 21 Bd.) wurde gezeigt, dass allen Erinnerungen in diesem Comic-Werk eine sog. „Kreuzszene“ gemeinsam ist, die als Schnittstelle zwischen der diegetischen Gegenwarts- und der Vergangenheitsszene fungiert. Da die Kreuzszene somit ein Lokus ist, wo die szenische Gegenwart und Vergangenheit koexistieren, treten in dieser Szene diejenigen Elementen auf, die distributionell in diesen Tempora verteilt sind: wenn das Bild eine Gegenwartsszene darstellt, tritt ausnahmslos eine Sprechklammer auf, während die übrigen sprachlichen Elemente des Comics wie die Insert, Sprech- und Denkblasen keine obligatorischen Einheiten sind; wenn das Bild dagegen eine Vergangenheitsszene darstellt, tritt hier immer ein Insert auf, während die Sprechklammer kein Obligatum ist. In Bezug auf die Auftretenshäufigkeit sowie die Dauer der Kreuzszene im Laufe der Erinnerung variierten die jeweiligen untersuchten Fälle. Die Kohärenz zwischen der Gegenwarts- und Vergangenheitsszene, die für die narrative Konstruktion der Erinnerung insbesondere von Bedeutung ist, kommen auf verschiedene Art und Weise zustande. So wird z. B. das Bild der vorangestellten Gegenwartsszene aufgrund der Koreferenzbeziehung von dem Insert wiederaufgenommen, das der anschließenden Vergangenheitsszene zugehörig ist. Zwischen sprachlichen Elementen lassen sich häufig solche expliziten Wiederaufnahme-Verhältnisse feststellen, die dann weiterhin zwischen Substitution und Repetition unterschieden werden. Es lässt sich aber auch die semantische Kontiguitätsbeziehung zwischen den Szenen feststellen, die ein Fall der impliziten Wiederaufnahme darstellt. Da die Sprache in Comics zum Teil Dialoge sind, kommt die Kohärenz des Comic-Textes nicht zuletzt auch dadurch zustande, dass sprachliche Elemente, die jeweils in Vergangenheits- und Gegenwartsszene verteilt sind, eine Gesprächssequenz, also eine kommunikative Einheit bilden.
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