카프카의 「재칼과 아랍인」에서 읽는 디아스포라 문제
Die Problematik der Diaspora in Kafkas Erzählung Schakale und Araber
0
조회
0
다운로드
2
인용
0
참고문헌
키워드
초록
In der vorliegenden Arbeit wird Kafkas Erzählung Schakale und Araber unter dem Aspekt der ,Diaspora‘ analysiert. Der Begriff ,Diaspora‘ wird heutzutage als wichtiges Schlüsselwort in bezug auf Globalisierungsphänomene angesehen. Zur Zeit wird nicht nur Produkte und Kapitale, sondern auch Menschen oder Arbeitskräfte globalisiert. Dadurch geht es um das Zusammenleben mit den Fremden und darüber hinaus um den Nationalismus und Transnationalismus. In diesem Zusammenhang wird Kafkas Erzählung als Geschichte der Diaspora-Jude anlysiert. Aber dabei werden zwei Punkte mitberücksichtigt; die Eigenschaft des Kafka-Textes und Veränderungen seines Kontextes bzw. Standpunk des Lesers. Kafkas Text ist „eine Parabolik, zu der der Schlüssel entwendet wird“(Adorne). In seinem Text werden konkrete und reale Elemente beseitigt, so dass seine Parabeln sich so entfalten, „wie die Knospe zur Blüte wird“(Benjamin). Außerdem ist der Kontext seines literarischen Textes je nach der Rezeptionssituation bzw. dem Standpunkt des Lesers veränderbar. Wenn sein Text die räumlichen und zeitlichen Grenzen überschreitend rezipiert wird, kann er jeweils neu gelesen und interpretiert werden. Von diesen Gedanken aus gehend, wird analysiert, wie Kafkas Zeitgenossen (z. B. Max Brod oder Martin Buber) dieser parabelhaften Tiergeschichte die Geschichte der Diaspora-Jude entnehmen und sie als „die jüdistischen Dokumenten unserer Zeit“(Brod) lesen konnten, obwohl in ihr niemals das Wort „Jude“ vorkommt. Da wird diese Tiergeschichte im Zusammenhang mit dem zionistischen Kontext am Anfang des 20. Jahrhunderts analysiert. ,Schakale‘ sind als Diaspora-Juden und ,Araber‘ als reale Araber oder Wirtvolk interpretiert, das Diaspora aufgenommen hat. Auf jeden Fall wird das Verhältnis von Schakalen und Arabern als innere Kolonialisierung angesehen. So kann diese Tiergeschichte im Zusammenhang mit dem antizionistischen Kontext im 21 Jahrhundert nicht gelesen werden, weil die politische Konstellation in Plästina seit 1967 total geändert ist. Die Diasporas sind nicht mehr die Juden, sondern die Araber. Trotzdem bleibt die Struktur der inneren Kolonialisierung zwischen ihnen immer noch stehen. Nur ihr Rollspiel wurde gewechselt. Da Kafkas Text die parabelhafte Eigenschaft hat, kann er immer wieder durch das Zusammenspiel mit seinen jeweiligen Kontexten neu gelesen und aktuell gemacht werden, solange die Kontexten die Diaspora-Problematik enthalten und die Struktur der inneren Kolonialisierung diskutiert wird.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird Kafkas Erzählung Schakale und Araber unter dem Aspekt der ,Diaspora‘ analysiert. Der Begriff ,Diaspora‘ wird heutzutage als wichtiges Schlüsselwort in bezug auf Globalisierungsphänomene angesehen. Zur Zeit wird nicht nur Produkte und Kapitale, sondern auch Menschen oder Arbeitskräfte globalisiert. Dadurch geht es um das Zusammenleben mit den Fremden und darüber hinaus um den Nationalismus und Transnationalismus. In diesem Zusammenhang wird Kafkas Erzählung als Geschichte der Diaspora-Jude anlysiert. Aber dabei werden zwei Punkte mitberücksichtigt; die Eigenschaft des Kafka-Textes und Veränderungen seines Kontextes bzw. Standpunk des Lesers. Kafkas Text ist „eine Parabolik, zu der der Schlüssel entwendet wird“(Adorne). In seinem Text werden konkrete und reale Elemente beseitigt, so dass seine Parabeln sich so entfalten, „wie die Knospe zur Blüte wird“(Benjamin). Außerdem ist der Kontext seines literarischen Textes je nach der Rezeptionssituation bzw. dem Standpunkt des Lesers veränderbar. Wenn sein Text die räumlichen und zeitlichen Grenzen überschreitend rezipiert wird, kann er jeweils neu gelesen und interpretiert werden. Von diesen Gedanken aus gehend, wird analysiert, wie Kafkas Zeitgenossen (z. B. Max Brod oder Martin Buber) dieser parabelhaften Tiergeschichte die Geschichte der Diaspora-Jude entnehmen und sie als „die jüdistischen Dokumenten unserer Zeit“(Brod) lesen konnten, obwohl in ihr niemals das Wort „Jude“ vorkommt. Da wird diese Tiergeschichte im Zusammenhang mit dem zionistischen Kontext am Anfang des 20. Jahrhunderts analysiert. ,Schakale‘ sind als Diaspora-Juden und ,Araber‘ als reale Araber oder Wirtvolk interpretiert, das Diaspora aufgenommen hat. Auf jeden Fall wird das Verhältnis von Schakalen und Arabern als innere Kolonialisierung angesehen. So kann diese Tiergeschichte im Zusammenhang mit dem antizionistischen Kontext im 21 Jahrhundert nicht gelesen werden, weil die politische Konstellation in Plästina seit 1967 total geändert ist. Die Diasporas sind nicht mehr die Juden, sondern die Araber. Trotzdem bleibt die Struktur der inneren Kolonialisierung zwischen ihnen immer noch stehen. Nur ihr Rollspiel wurde gewechselt. Da Kafkas Text die parabelhafte Eigenschaft hat, kann er immer wieder durch das Zusammenspiel mit seinen jeweiligen Kontexten neu gelesen und aktuell gemacht werden, solange die Kontexten die Diaspora-Problematik enthalten und die Struktur der inneren Kolonialisierung diskutiert wird.
참고문헌 (28)
- I, "Sämtliche Werke Bd.6", pp.1975, Heine, Heinrich
- Kafka, Franz, "Schakale und Araber in : Erzählungen" (1983)
- 노스, J. B., "세계종교사 상" (1986), 현음사
- 노암 촘스키, "숙명의 트라이앵글" (2008), 이후
- 밀란 쿤데라, "소설의 기술" (2008), 민음사
- 볼프강 벤츠, "유대인 이미지의 역사" (2001), 푸른역사
- 森戶幸次, "중동분쟁 100년", 민족연구, (6), pp.176~184 (2003)
- 서경식, "디아스포라 기행. 추방당한 자의 시선" (2006), 돌베개
- 손은주, "Kafka의 작품과 유대인 재판사건", 독일문학, pp.147~165 (1984)
- 윤인진, "디아스포라를 어떻게 볼 것인가", 문학판, pp.159~172 (2006)
- 이유선, "카프카와 두 도시 - 프라하와 베를린 - 카프카 문학의 콘텍스트 설정시도", 독일문학, pp.228~260 (1990)
- 최창모, "기억과 편견, 반유대주의의 뿌리를 찾아서" (2004), 책세상
- 클라겐 바하, "프라하의 이방인 카프카" (2005), 한길사
- 폴 존스, "유대인의 역사 3, 홀로코스트와 시오니즘" (1998), 살림
- Abboud, Aboo, "Deutsche Romane im arabischen Orient" (1984)
- Adorno, Theodor W., "Aufzeichnungen zu Kafka in : Prismen", pp.250~283 (1976)
- Balke, Friedrich, "Araber, Schakale und Europär, Das Ressentiment regieren", Navigation, 2(2), pp.37~50 (2002)
- Benjamin, Walter, "Franz Kafka. Zur zehnten Wiederkehr seines Todestages", Aufsätze, Essays, Vorträge, Gesammelte Schriften, 2(2), pp.409~438 (1977)
- Bergmann, Hugo, "Bemerkungen zur arabischen Frage", Palästina, Heft, 7(9), pp.190~195 (1911)
- Botros, Atef, "Literarische “Reterritorialisierung” und historische Rekonstruierung - Zur europäischen und arabischen Rezeption von Kafkas Schakale und Araber", Leipziger Beiträge zur jüdischen Geschichte und Kultur, 3, pp.215~238 (2005)
- Clifford, James, "Diasporas", Cultural Anthropology, 9(3), pp.302~338 (1994)
- Eschweiler, Christian, "Kafkas Erzählungen und ihr verborgener Hindergrund", pp.77~87 (1977), Bonn
- Göller, Thomas, "Sprache, Literatur, kultureller Kontext" (2001)
- Milfull, Helen, "„weder Katze noch Lamm“? Franz Kafkas Kritik des „Westjüdischen“", Im Zeichen Hiobs: jüdische Schriftsteller und deutsche Literatur im, 20, pp.178~192 (1985)
- Rubinstein, William C., "Kafka's “Jackals and Arabs”", Monatshefte für den deutschen Unterricht, (1), pp.13~18 (1967)
- Sokel, Walter H., "Franz Kafka. Tragik und Ironie" (1976), Zur Struktur seiner Kunst
- Tismar, Jens, "Kafkas „Schakale und Araber“ im Zionistischen Kontext betrachtet", Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft, 19, pp.306~323 (1975)
- Uerlings, Herbert, "Kolonialier Diskurs und Deutsche Literatur. Perspektiven und Problem in : (Post-)Kolonialismus und Deutsche Literatur. Impulse der angloamerikanischen Literatur- und Kulturtheorie", pp.17~44 (2005), Bielefeld
