유럽의 오리엔탈리즘에 대한 카프카의 문학적 유희 - 『만리장성 축조 때』에 나타난 중국 이미지를 중심으로
Kafkas literarisches Spiel mit dem europäischen Orientalismus
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird erläutert, wie Kafka in seiner Erzählung Beim Bau der chinesischen Mauer seine eigene Kultur, insbesondere die Kultur der Österreichisch- Ungarischen Doppelmonarchie reflektiert, indem er mit den China-Bildern und dem orientalistischen Diskurs am Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa literarisch spielt. Dabei wird Kafkas literarischer Text immer in einem dreifachen Kontext verortet und betrachtet, nämlich im Autorkontext, in seinem Entstehungskontext und im historischen, kulturellen Kontext des Orientalismus. Angeboten werden ein kurzer Überblick über die heutige Orientalismus-Diskussion und eine knappe Übersicht über die Geschichte des Orientalismus. Erwähnt wird nicht nur Edward Saids Orientalismus, sondern auch J. J. Clarkes verschiedene Perspektiven dazu sowie die historische Veränderung von den positiven China-Bildern bei den westlichen Aufklärern zu den negativen bei den deutschen Geschichtsphilosophen wie Kant, Herder und Hegel und einem Reiseberichter Julius Dittmar. Außerdem wird auch berichtet, wie sich Kafkas Interesse an China und an der chinesischen Literatur und Philosophie entwickelte. Aufgrund der verschiedenen Kontexte wird Kafkas „China“ als „real-and-imagined place“ analysiert. Hier wird festgestellt, dass Kafka zwar die negativen China-Bilder der Orientalisten in seine Erzählung eingeführt hat, aber ‘sein imaginäres China’, nämlich die chinesische Mauer mit dem westlichen Mythos über den Turm zu Babel gefärbt und viele Anspielungen auf die Österreichisch-Ungarische-Doppelmonarchie benutzt hat. Daher fungieren die negativen China-Bilder, die Kafka aus dem Diskurs des Orientalismus entliehen hat, paradoxerweise als kritische Selbstbilder Europas. Durch das literarische Spiel mit der fremden Kultur reflektiert er die eigene Kultur.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird erläutert, wie Kafka in seiner Erzählung Beim Bau der chinesischen Mauer seine eigene Kultur, insbesondere die Kultur der Österreichisch- Ungarischen Doppelmonarchie reflektiert, indem er mit den China-Bildern und dem orientalistischen Diskurs am Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa literarisch spielt. Dabei wird Kafkas literarischer Text immer in einem dreifachen Kontext verortet und betrachtet, nämlich im Autorkontext, in seinem Entstehungskontext und im historischen, kulturellen Kontext des Orientalismus. Angeboten werden ein kurzer Überblick über die heutige Orientalismus-Diskussion und eine knappe Übersicht über die Geschichte des Orientalismus. Erwähnt wird nicht nur Edward Saids Orientalismus, sondern auch J. J. Clarkes verschiedene Perspektiven dazu sowie die historische Veränderung von den positiven China-Bildern bei den westlichen Aufklärern zu den negativen bei den deutschen Geschichtsphilosophen wie Kant, Herder und Hegel und einem Reiseberichter Julius Dittmar. Außerdem wird auch berichtet, wie sich Kafkas Interesse an China und an der chinesischen Literatur und Philosophie entwickelte. Aufgrund der verschiedenen Kontexte wird Kafkas „China“ als „real-and-imagined place“ analysiert. Hier wird festgestellt, dass Kafka zwar die negativen China-Bilder der Orientalisten in seine Erzählung eingeführt hat, aber ‘sein imaginäres China’, nämlich die chinesische Mauer mit dem westlichen Mythos über den Turm zu Babel gefärbt und viele Anspielungen auf die Österreichisch-Ungarische-Doppelmonarchie benutzt hat. Daher fungieren die negativen China-Bilder, die Kafka aus dem Diskurs des Orientalismus entliehen hat, paradoxerweise als kritische Selbstbilder Europas. Durch das literarische Spiel mit der fremden Kultur reflektiert er die eigene Kultur.
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